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StartHotel+TechnikGebäudetechnikBeleuchtungslösungen::Lichtplanung im Emser Thermenhotel

BeleuchtungslösungenLichtplanung im Emser Thermenhotel

Gelegen inmitten der ländlichen Umgebung von Bad Ems in Rheinland-Pfalz, befindet sich das Emser Thermenhotel direkt am Ufer der Lahn. Das von 4a Architekten aus Stuttgart geplante Viersternehotel schließt an die bereits in 2012 eröffnete Therme des Kurortes an.

Die integrierte und behutsame Lichtplanung von Licht Kunst Licht setzt die unterschiedlichen Raumsituationen des Gebäudes in Szene. Individuell abgestimmte Beleuchtungslösungen unterstützen die offene und großzügige Architektur und sorgen für ein ganzheitliches Wohlfühlambiente.

Großzügiger Blick nach außen

Der Hotelneubau präsentiert sich als langgestreckter, viergeschossiger Baukörper und greift in Form und Materialität Gestaltungselemente der angeschlossenen Therme auf. Die 84 Doppelzimmer sind allesamt nach Süden in Richtung des Flusses ausgerichtet und bieten mit großflächigen Glasfronten sowohl von innen, als auch von außen Transparenz und Nähe zur Natur.

Lichtkonzept mit Außenwirkung

Das Hotel umfasst des Weiteren Seminarräume, ein Restaurant und eine Skylounge im Dachgeschoss. Durch ein Beleuchtungskonzept mit behutsam integrierten Akzenten wird im Innenraum eine wohnliche Wohlfühlatmosphäre geschaffen. Auch in der Außenwirkung wird das Fassadenbild der Architektur durch den Einsatz einer linearen Voutenbeleuchtung untermalt und erzeugt durch die vertikale Beleuchtung eine einladende Geste. Downlights komplettieren diesen Effekt durch eine weiche Aufhellung der Verkehrsflächen.

Generell wurde ein Großteil der Beleuchtung im Hotel mit „warm-dim“ ausgestattet, um insbesondere in den Abendstunden eine warme, gemütliche Stimmung für die Gäste zu schaffen. Als wiederkehrendes Gestaltungselement zieht sich eine beleuchtete Holzlamellenwand durch das Hotel und verbindet optisch die verschiedenen Raumtypen.

Indirektes Licht

Die Hotelzimmer verfügen über eine minimalistische aber flexible Beleuchtung. Verschiedene Lichtelemente kann der Gast eigenständig und separat schalten. Die möbelintegrierten Lichtlinien oberhalb des Bettkopfes erzeugen ein warmtoniges indirektes Licht entlang der Holzlamellen und liefern eine sanfte Grundbeleuchtung für den Raum. Sie werden an beiden Seiten des Bettes durch ebenfalls möbelintegrierte Leseleuchten oberhalb der Nachttische komplettiert. Die Lamellenwand bietet eine optische Trennung des Raums und sorgt für einen Eindruck von Tiefe.

Die möbelintegrierten Lichtlinien in den Zimmern oberhalb des Bettkopfes erzeugen ein warmtoniges, indirektes Licht entlang der Holzlamellen und liefern eine sanfte Grundbeleuchtung für den Raum. (Bild: David Matthiessen)

Um eine angemessene Zonierung im Hotelrestaurant zu erreichen, ist der Raum mit schwenkbaren Downlights aus einer schwarzen, akustisch wirksamen Holzwolle-Decke beleuchtet. Die Downlights mit engstrahlender Charakteristik sind auf die Tische ausgerichtet und ermöglichen eine akzentuierte Beleuchtung der Tischdekoration und Speisen.

Durch den Einsatz von Downlights werden die Sitzbereiche optisch von den Durchgangswegen abgehoben. Dies führt zu einer visuellen Separierung der Tische. (Bild: David Matthiessen)

So werden diese Bereiche optisch von den Durchgangswegen abgehoben und führen zu einer visuellen Separierung der Tische. Die Downlights sind durch ein Wabenraster sehr gut entblendet, sodass sie für den Betrachter weitgehend aus dem Blickfeld verschwinden und unauffällig in die Decke integriert sind. Zudem verteilen sich abgerundete, zurückversetzte Deckenfelder mit umlaufenden Lichvouten spielerisch über den Sitzgruppierungen und heben sich in edlem Gold von der dunklen Decke ab.

Ein drittes Beleuchtungselement sind elegante, futuristische Pendelleuchten, die parallel zur Fassade in unterschiedlichen Höhen über den Tischen arrangiert sind. Diese vertikale Variabilität sorgt für eine visuelle Leichtigkeit, die einen ungestörten Ausblick in die weite Landschaft ermöglicht.

Gleichzeitig sorgt der variable Direkt- und Indirektanteil der Leuchten für ein hohes Maß an Flexibilität bei der Einrichtung von verschiedenen Lichtstimmungen. Der im ausgeschalteten Zustand transparente Schirm wird bei Einschalten transluzent und zu einem Lichtobjekt im Raum. Auch in diesem Bereich des Hotels ist die Lamellenwand als Rückwand der Sitzgruppen aufgegriffen. Sanft mit Streiflicht aus einer Voute beleuchtet, stellt sie einen ruhigen Raumabschluss dar und bringt vertikales Raumlicht in das Restaurant.

Entblendete Stromschienenstrahler

Eine Besonderheit des Hotels stellt die Skylounge zusammen mit ihrem angrenzenden, großzügigen Außenbereich dar. Die Grundbeleuchtung sowie Akzentuierung der Möblierung wird durch entblendete Stromschienenstrahler erzeugt. Individuell ausrichtbar ermöglichen sie eine hohe Flexibilität und sind gleichzeitig unauffällig in die eingespannte Decke aus bunten Fäden eingegliedert. Eine Kombination aus Steh- und Pendelleuchten, die in der Gestaltung der Leuchtenschirme ebenfalls das „Faden“-Design der Decke aufnehmen, fügt sich harmonisch in das Bar-Ambiente ein und rundet das Gesamtkonzept ab.

Eine Besonderheit des Hotels stellt die Skylounge zusammen mit ihrem angrenzenden, großzügigen Außenbereich dar. Die Grundbeleuchtung sowie Akzentuierung der Möblierung wird durch entblendete Stromschienenstrahler erzeugt. (Bild: David Matthiessen)

Neben einer atmosphärisch-funktionalen Beleuchtung für die diversen Räume des Hotels, erfährt auch das Treppenhaus eine ausgewogene Lichtgestaltung. Dem Gebäudekern folgende Deckenvouten geben eine intuitive Orientierung in den Flurbereichen, welche durch Downlights ergänzt werden und die Gäste durch das Hotel führen. Im Luftraum an der Fassade befindet sich außerdem eine geometrisch anmutende Lichtkunst-Installation aus abgependelten, filigranen Lichtringen. Nahezu die gesamte Raumhöhe bespielend, vermitteln die Metallringe einen Eindruck von Leichtigkeit und Ruhe.

Im Luftraum befindet sich außerdem eine geometrische Lichtkunst-Installation aus abgependelten, filigranen Lichtringen. Die Metallringe vermitteln einen angenehmen Eindruck von Leichtigkeit und Ruhe. (Bild: David Matthiessen)

Flexibilität über Dali-System

Insgesamt ist die Lichtplanung eng mit der Architektur verbunden und Elemente, die das ganzheitliche Konzept ausmachen, lassen sich gestalterisch immer wieder finden. Mit der Umsetzung einer größtenteils möbelintegrierten Beleuchtung sowie dem Einsatz von Lichtvouten werden besondere Gebäudemerkmale wie der Empfang, die Bar oder das Buffet im Restaurant akzentuiert. Grundsätzlich ist die Beleuchtung flexibel über ein Dali-System gesteuert, wodurch eine einfach zu bedienende Schaltung unterschiedlichster Lichtszenen möglich wird. Dies sorgt dafür, dass viele Räumlichkeiten im Hotel für unterschiedliche Zwecke genutzt werden können und das Licht entsprechend an formelle Gegebenheiten wie Seminare, Workshops, aber auch informelle Anlässe wie Yogakurse oder Feiern angepasst werden kann.

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