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StartTechnik & BetriebDesign & Inspiration"Barock-Schick-Schock“ in Innsbruck: Altstadthotel Weisses Kreuz in neuem Glanz

"Barock-Schick-Schock“ in InnsbruckAltstadthotel Weisses Kreuz in neuem Glanz

Das Altstadthotel Weisses Kreuz in der Innsbrucker Innenstadt lädt seine Gäste mit 48 neuen Zimmern und Suiten auf eine bunte Zeitreise ein. Den passenden Rahmen dafür schaffte Noa Network of Architecture und setzte ein ungewöhnliches Leitthema um.

Wer im Altstadthotel Weisses Kreuz einen rechten Winkel sucht, sucht vergebens: Das altehrwürdige Haus in der Herzog-Friedrich-Straße aus den 1460er Jahren gehört zu den Gebäuden in den historischen Straßenzügen Innsbrucks, deren Architektur von Bauelementen verschiedenster Epochen geprägt ist und Teil einer ständigen Transformation war. Dennoch fügen sich die einzelnen Etappen und Elemente fast zeitlos zusammen und bilden eine Symbiose der Stadtmorphologie.

Das Gebäude ist schmal und nach hinten lang gestreckt. Mit seinem vorgelagerten Arkadengang fügt es sich in das urbane historische Gefüge ein. Den ursprünglich sechs Geschossen wurde nun im Zuge der Neukonzeption ein Dachgeschoss hinzugefügt, das unter Einhaltung des Denkmalsschutzes erweitert wurde.

Es reagiert einerseits auf Nachbarschaft und Stadtbild, in dem es zur Straße hin die ursprüngliche Neigung beibehält, steigt jedoch nach hinten auf Raumhöhe an und öffnet sich mit insgesamt sechs Glaskuben, die einen Blick über die Dächer der Stadt freigeben. Einst beherbergte das Hotel einen berühmten Gast: Wolfgang Amadeus Mozart übernachtet dort 1769 als Dreizehnjähriger. Sein Besuch prägt das neue Konzept.

Messing-Tafel als Mittelpunkt

Die Zeitreise, zu der das Hotel künftig einlädt, beginnt schon im Erdgeschoss. Zum Fahrstuhl führt ein langer Korridor, der von zwei Spiegelschleusen durchbrochen wird. Dabei begegnet der Gast sich selbst und die Raumgrenzen werden durch die Spiegelflächen an den Seiten und der Decke aufgelöst und die Architektur immateriell.

Mit dem Fahrstuhl geht es direkt in das neue sechste Obergeschoss – dort werden die Gäste empfangen. Eine 13 Meter lange, maßgefertigte Tafel aus Messing mit barocken Verzierungen fällt dabei sofort ins Auge. Der Ort ist gleichzeitig Empfang, Frühstücksbuffet, Bar und attraktiver Treffpunkt für den Abend, der auch für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

Die Tafel wird durch den Boden aus geräucherter Eiche noch stärker betont, das Messing steht im Kontrast mit dem warmen Dunkelblau, in das der Raum getaucht ist. Diesem Farbton ist auch der Name des zukünftigen Kulttreffs zu verdanken: „Zur blauen Brigitte“, benannt nach der Bauherrin selbst.

Der Korridor im Erdgeschoss ist von Spiegeln umsäumt. (Bild: Alex Filz)

Die verschiedenen Sitzbereiche mit außergewöhnlichen Sesseln und Leuchten im Gatsby-Stil im blauen Dachgeschoss bieten einen variantenreichen Mix, bei dem Akzente in Hellrosa und Ockergelb an das opulente Messing-Thema anknüpfen. Elemente aus den unterschiedlichsten Stilepochen fügen sich harmonisch ein.

Hier zeigt sich das Motto des Projekts „Barock-Schick-Schock“ von seiner abwechslungsreichsten und kuriosesten Seite. Minimalismus ist dort ein Fremdwort – bis zu den technischen Details wurde alles farblich abgestimmt. Die Lebendigkeit spiegelt sich in allen Elementen wider und erinnert an die dynamische Baugeschichte, in der gerade ein neues Kapitel geschrieben wird.

In der Bar „Zur blauen Brigitte“ werden die Gäste empfangen. (Bild: Alex Filz)

„Barock-Schick-Schock“ auf den Zimmern

Die Zimmer folgen in sich geschlossenen Farbcodes. Jeweils in eine Farbe getaucht, wird der Raum zum Rahmen selbst, in dem die barocken Elemente inszeniert werden.

Der jeweilige Farbton gibt auch einen Hinweis auf die Konfiguration des jeweiligen Zimmers. So sind die roten im Vergleich zu den hellblauen Zimmern etwas großzügiger, die dunkelblauen verfügen über einen Balkon, während die grünen eine Terrasse im Lichthof anbieten und die grauen als Twin-Zimmer eingerichtet sind.

Dabei ist die gesamte Ausstattung mit der Farbe durchkomponiert: Vom Teppich und Fliesen über die Wandfarbe bis hin zu den Vorhängen und Möbelstücken. Das Thema Barock findet sich in besonderen Details wieder. So ist beispielweise immer ein Bein des Waschtisches oder einer Kommode barockisiert, aber auch in anderen Accessoires blitzt es immer wieder durch. Akzentuiert wird der barocke Touch zusätzlich durch eine eigens angefertigte Fotografie-Serie von opulent gekleideten Damen, die durch skurrile Accessoires das Leitthema „Barock-Schick-Schock“ aufgreifen.

Die Zimmer folgen einem in sich geschlossenen Farbcode. (Bild: Alex Filz)

Das erste Obergeschoss wurde zusätzlich in den Hof hinein um sechs Zimmer erweitert. Das Besondere daran ist, dass alle Zimmer über eine über Kopf verglaste Terrasse verfügen.

Das Highlight dieser Etage ist das Zimmer „Superpatio“ im grünen Dschungelstil, eine kleine, grüne Oase begleitet von antiken Möbeln und einem besonderen Bett.

Eine Etage höher, befindet sich die „Mozart-Suite“, jenes großzügige Refugium, wo Mozart sich zur Ruhe gebettet hat. Hier entfalten sich pompöse Elemente in roter und goldener Gestalt. Als Hommage an den berühmten Komponisten, der gern Zeit beim Spielen verbrachte, wurde hier als Eyecatcher ein Billardtisch installiert.

In der „Mozart-Suite“ wurde als Eyecatcher ein Billardtisch installiert. (Bild: Alex Filz)

Auch im dritten Obergeschoss wartet das Hotel mit einer Kuriosität auf: die so genannte „Besenkammer“, das kleinste Zimmer des Hotels, das komplett im Rohbau-Status verharrt. Mit seinen unverputzten Wänden ist es das „ungestylte“ Zentrum im sonst minutiös durchgestalteten Hotel mit Kultcharakter. Als besonderer Gag ziert ein signierter Tennisschläger eines bekannten Wimbledon-Siegers die Wand.

Das vierte Obergeschoss dehnt sich mit zusätzlichen zehn Zimmer ins Nachbargebäude aus. Auf dieser Etage befindet sich das Zimmer „Golden Roof“ mit seiner opulenten, in Gold getauchten Ausstattung. Benannt wurde es nach dem Goldenen Dachl, das dort vom Erker aus zu sehen ist.

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