Im Wiener Bezirk Hernals hat das Avka Hotel Vienna geöffnet – ein inhabergeführtes Haus in einem revitalisierten Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Hinter dem Projekt steht eine Quereinsteigerin aus der Wissenschaft.
Das Avka Hotel Vienna im 17. Wiener Gemeindebezirk blickt auf eine lange Geschichte zurück: Bereits Ende des 19. Jahrhunderts fanden hier Konzerte der Brüder Johann und Josef Schrammel statt, die als Begründer der Wiener Schrammelmusik gelten. Nach einer umfassenden Revitalisierung ist daraus ein Boutiquehotel entstanden, das seit Mai 2026 Gäste empfängt und historischen Charme mit modernem Komfort verbindet.
Von der Molekularbiologin zur Hotelière
Hinter dem Projekt steht die Unternehmerin Avan Karim. Nach einem Chemiestudium und langjähriger Tätigkeit als Molekularbiologin im Forschungsbereich eines internationalen Unternehmens in Wien entschied sie sich 2016 für einen beruflichen Neuanfang. Inspiriert von ihrem Vater, der selbst Bauunternehmer war, begann sie Wohnungen zu renovieren und weiterzuentwickeln.
Mit dem Erwerb des heutigen Avka-Gebäudes im Jahr 2018 entstand die Idee, das historische Haus in ein Hotel umzuwandeln. Der Name „Avka“ setzt sich aus den jeweils ersten beiden Buchstaben ihres Vor- und Nachnamens zusammen. „Ich möchte einen Ort schaffen, an dem sich unsere Gäste vom ersten Moment an willkommen und gut aufgehoben fühlen“, erläutert Karim ihren Anspruch.
29 Zimmer, digitaler Check-in und Nähe zum AKH
Das Hotel verfügt über 29 Zimmer in fünf Kategorien. Beim Konzept setzt Avan Karim auf eine Verbindung aus individueller Betreuung und digitalen Services – darunter ein Self-Check-in-System, das Gästen Flexibilität bei der Anreise bieten soll. Das Haus richte sich an Gäste, die Wert auf Ruhe, Qualität und persönlichen Service legen.
Durch die unmittelbare Nähe zum Allgemeinen Krankenhaus Wien (AKH) sowie zu mehreren Privatkliniken positioniert sich das Hotel auch als Anlaufpunkt für Geschäftsreisende aus dem medizinischen Umfeld sowie für Angehörige von Patientinnen und Patienten. Darüber hinaus spricht das Haus Städtereisende an, die eine Alternative zu den Hotels in den zentralen Tourismusbezirken suchen. red/sar
