»Virtuoso Travel Week«Susanne Hatje als »Hotelier of the Year« ausgezeichnet

Susanne Hatje ist von “Virtuoso Travel Week”, einem internationalen Luxusreisen-Network, zum “Hotelier of the Year” ernannt worden. Aktuell leitet die Hamburgerin das Fünf-Sterne-Haus Mandarin Oriental in New York am Central Park.

In den 1970er-Jahren war Susanne Hatjes erstes Zuhause das Hotel Heuberg im schleswig-holsteinischen Norderstedt. »Ich sehe mich noch, wie ich als Vierjährige im Frühstücksraum mit dem Staubsauger unterwegs war. So ein hoher Sauger, der war größer als ich«, sagt sie Anfang des Jahres im Gespräch mit Top hotel. »Unser Hotel war ein Familienbetrieb, da hat jeder mit angefasst.« Als Jüngste genoss sie die lebendige Atmosphäre. Später dann, selbst die Gäste an der Rezeption zu empfangen.

Mit der Rolle des Gastgebers identifizierte sie sich früh und dass sie nach dem Abitur in der Branche bleiben würde, stand außer Frage. Im Atlantic in Hamburg ließ sie sich 1988 ausbilden. »Hotelfach – die Zeit war hart, aber das hat nicht geschadet. Die ersten Wochen war ich jeden Tag in der Wäscherei an der Frottee-Faltmaschine. Von der Pike auf – es waren super Jahre.« Dann zog es sie in den Breidenbacher Hof nach Düsseldorf. »Grand Hotels haben mich damals sehr fasziniert.«  Erstmals verließ sie von dort den europäischen Kontinent, als die Rafael-Gruppe ihr 1991 ermöglichte, im The Mark Hotel in New York zu arbeiten. Hatje absolvierte auch Kurse an der Cornell University und erfuhr mit den amerikanischen Ansätzen im Hospitality-Management eine zweite Prägung. 

»Wenn man in dieser Branche mit Disziplin, Leidenschaft und guter Leistung arbeitet, dann wird einem auch die nächste Tür aufgemacht. Dann wird man schon gesehen und gefördert.« Und für Susanne Hatje öffneten sich viele Türen.  Die Arbeit als Anfang-Zwanzigjährige in New York bezeichnet sie heute als Sprungbrett. Anschließend sprang sie zunächst in eine andere Richtung als viele erwartet hatten und arbeitete neun Monate lang in einem Luxushotel in Frankreich. »Als Commis im Service und in der Küche. Ich wollte noch mal ganz raus aus der Komfortzone. Das war wirklich anspruchsvoll, physisch und psychisch; 17, 18 Stunden am Tag – traditionelle französische Küche, mit großen Tabletts, wo man sich die Finger aufhaut, wenn man durch die Türrahmen geht. Brutal hart. Aber ich bereue es nicht ein bisschen.«

Später, im Alter von zarten 27 Jahren, wird Hatje zur Generaldirektorin des Mandarin Oriental München ernannt. Aktuell leitet sie das Flaggschiff der Gruppe in New York City.

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