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Start Coronakrise Auswirkungen der Coronakrise: Dehoga und NGG im Clinch über Tarifvertrag zu Kurzarbeit

Auswirkungen der CoronakriseDehoga und NGG im Clinch über Tarifvertrag zu Kurzarbeit

Mitten in der Coronakrise fechten NGG und Dehoga Kämpfe über einen Tarifvertrag zur Kurzarbeit aus. Die NGG hatte Forderungen gestellt, die der Dehoga als “betriebswirtschaftlichen Irrsinn” bezeichnet.

“Betriebe in Hotellerie und Gastronomie und ihre Beschäftigten stehen durch das vollständige Wegbrechen der Umsätze gleichermaßen mit dem Rücken an der Wand”, beginnt die aktuelle Pressemitteilung des Dehoga. Der Verband setze sich gerade mit allen Mitteln dafür ein, politisch zu erreichen, dass die verheerenden Folgen der Coronakrise durch staatliche Hilfen abgefedert würden. “Nur so, nicht durch unerfüllbare Forderungen an die Arbeitgeber, deren Liquidität gerade gegen Null schrumpft, kann ein Schutzschirm über Betriebe und Beschäftigte aufgespannt werden”, heißt es weiter.

Dehoga kritisiert NGG-Forderungen zu Kurzarbeitergeld

Gemeint sind die Forderungen der NGG bezüglich eines Tarifvertrags Kurzarbeit, welchen der Dehoga ins Gespräch gebracht hatte. Die NGG hatte als Minimalforderung für die Aufnahme von Verhandlungen verlangt, dass die Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld auf 90 Prozent des Nettoeinkommens aufstocken und bis zwei Monate nach Ende der Kurzarbeit auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges bezeichnet dies als “Das ist betriebswirtschaftlichen Irrsinn und sozial unverantwortlich”.

“Kurzarbeit soll Betriebe ent-, nicht belasten.”

Viele gastgewerbliche Betriebe seien bereits ganz oder weitgehend geschlossen; weitere Einschränkungen seien zu erwarten. Es gebe nahezu keine Umsätze mehr, die Kosten jedoch liefen weiter. Tausende Betriebe stünden kurz vor der Insolvenz und angekündigte staatliche Hilfen seien noch nicht da. „In einer solchen Situation wäre es absolut unverantwortlich von uns als Verband, den Unternehmen durch einen Tarifvertrag mit hohen Zuschusszahlungen weitere finanzielle Lasten aufzubürden und Handlungsspielräume zu nehmen“, sagt Ingrid Hartges. „Kurzarbeit soll dazu dienen, Betriebe von Lohnkosten zu entlasten und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten. Wenn die tariflichen Bedingungen für Kurzarbeit diese aber so massiv verteuern, wie die NGG sich das vorstellt, geschieht das Gegenteil. Betrieben bleibt keine andere Möglichkeit mehr als die Freisetzung von Mitarbeitern oder die Insolvenz.“

Dehoga erhebt Forderungen an Politik bezüglich Kurzarbeitergeld

Der Dehoga fordert von der Politik verschiedene Maßnahmen zur schnellen und unbürokratischen Sicherstellung der Liquidität. Bezogen auf die Kurzarbeit bedeute dies, dass das Kurzarbeitergeld schneller fließen müsse. “Dazu müssen die personellen Kapazitäten bei den Arbeitsagenturen erhöht, die Prozesse verschlankt und alle Möglichkeiten einer vereinfachten Antragstellung und Abrechnung auf den Weg gebracht werden.”

Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der NGG, erhebt derweil ebenfalls schwere Vorwürfe gegen den Dehoga: „Die Arbeitgeber des Gastgewerbes fordern vom Staat Hilfen in Milliardenhöhe, entziehen sich aber ihrer sozialen Verantwortung und lassen ihre Beschäftigten im Regen stehen.“ Das Jammern der Arbeitgeber und gleichzeitig die Respektlosigkeit gegenüber den eigenen Beschäftigten sowie die Nichtanerkennung ihrer Leistungen seien unerträglich, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung.

 

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