Business Analyse: Hotel-Nebenkosten oft fehlerhaft

Fehler bei der Nebenkostenabrechnung können teuer werden.
Fehler bei der Nebenkostenabrechnung können teuer werden. © Pormezz - stock.adobe.com

Der Dienstleister Mineko hat Betriebskosten im Hotelgewerbe analysiert: Die Ergebnisse zeigen häufige Fehler und hohes Einsparpotenzial.

Auch 2025 bleibt die Fehlerquote bei Nebenkostenabrechnungen in der Hotelbranche hoch. Laut einer aktuellen Auswertung von Mineko, einem auf Betriebskosten spezialisierten Dienstleister, waren 90 Prozent der geprüften Abrechnungen fehlerhaft. Die durchschnittlich festgestellte Fehlersumme betrug 45.989 Euro pro Objekt.

Fehlerquote bleibt konstant

„Unsere Zahlen zeigen, wie groß das Einsparpotenzial in der Hotellerie sein kann – und wie hoch zugleich das Risiko ist, Jahr für Jahr zu viel zu zahlen“, erklärt Chris Möller, Gründer und Geschäftsführer von Mineko. Bereits in den Vorjahren hatte die Fehlerquote über 90 Prozent betragen, der aktuelle Trend bestätige die anhaltende Problematik. Laut der Analyse bestehe weiterhin Nachholbedarf bei der korrekten Erstellung von Betriebskostenabrechnungen im Hotelbereich.

Was sind die häufigsten Fehler?

  • falsch angesetzte Verteilerschlüssel (48 Prozent)
  • nicht umlegbare Betriebskosten (22 Prozent)
  • nicht vereinbarte Leistungen wie Fensterreinigung oder Wartung (18 Prozent)
  • formale Fehler beim Abrechnungszeitraum oder Fristen (insgesamt neun Prozent)

Entscheidungsträger handeln zunehmend proaktiv

Die Studienergebnisse zeigen: Prüfungen werden am häufigsten von CFOs (47 %) und Geschäftsführern (36 Prozent) angestoßen. Ihr Ziel sei dabei Kostentransparenz, Vermeidung von Überzahlungen und langfristige finanzielle Planbarkeit. red/sar

Über Mineko und die Analyse

Auf der Plattform Mineko können (Gewerbe-)Mieter ihre Nebenkostenabrechnungen digital und rechtssicher prüfen lassen. Experten kontrollieren formelle und materielle Fehler, analysieren Umlagefähigkeit und Verteilerschlüssel und liefern einen Prüfbericht samt fertigem Widerspruchsschreiben. Gegründet 2014, sitzt das Unternehmen in Berlin.

Für die Analyse untersuchte das Unternehmen im Jahr 2024 insgesamt 581 Betriebskostenabrechnungen aus der Assetklasse Hotellerie. Die durchschnittlich geprüfte Mietfläche pro Objekt betrug 6.905 Quadratmeter.