Zudem sei Rechtsanwältin Ulrike Hoge-Peters als vorläufige Sachwalterin vorgeschlagen und bestellt worden. Welche Schritte nun anstehen.
Beim Amtsgericht seien Anträge für die Holding sowie sieben Tochtergesellschaften gestellt worden. Arcona betreibt unter anderem Vier- und Fünfsterne- Hotels in Weimar, Eisenach und auf Sylt sowie mehrere Hotels auf Rügen und Usedom. Für alle deutschen Betriebe hatte das Unternehmen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Bei dieser Insolvenzvariante behält die Geschäftsführung weiterhin die Kontrolle.
"Seit Dienstagabend sind wir wieder voll handlungsfähig. Jetzt geht es darum, dafür zu sorgen, dass die Mitarbeiter pünktlich das Insolvenzausfallgeld erhalten und auf Betriebsversammlungen alle Fragen beantwortet werden. Der Kommunikationsbedarf mit Mitarbeitern, Lieferanten und Verpächtern ist groß", sagt Alexander Winter, geschäftsführender Gesellschafter der Arcona Hotels & Resorts auf Tophotel-Nachfrage.
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Unternehmen drohte Zahlungsunfähigkeit
Es werde nun im sogenannten Eröffnungsverfahren durch die Sachwalterin geprüft, ob eine Insolvenz vorliege. Nach den bisherigen Darstellungen habe zumindest bei Antragstellung eine Zahlungsunfähigkeit gedroht, so der Gerichtssprecher. Ein Insolvenzverfahren sei aber durchaus eine Chance für eine Restrukturierung eines Unternehmens. Dies müsse auch im Antrag umfangreich dargestellt werden. "Das ist hier passiert." Und welche Schritte stehen jetzt bei Arcona an? "Die Prüfung der Konzepte und der Prozesse in der Zentrale. Wir müssen im Vertrieb stärker in die elektronische Distribution gehen. Die E-Commerce-Strategie haben wir in neue Hände gegeben", sagt Winter.
Arcona hatte am Montag als Ziel ausgegeben, das Unternehmen im Ganzen zu erhalten und für die Zukunft neu aufzustellen. Die Gehälter für die insgesamt rund 500 betroffenen Mitarbeiter seien durch das Insolvenzausfallgeld bis Ende Januar gesichert. Damit bleibe genügend Zeit für die nächsten Sanierungsschritte. Die ausländischen Betriebe in Österreich und Spanien sind von der Insolvenz in Eigenverwaltung nicht betroffen.
Zudem werden die Sanierungsarbeiten im Hotel "Auf der Wartburg" unabhängig vom Insolvenzantrag fortgeführt. Auch der Betrieb des Hotel Elephant in Weimar laufe wie gewohnt weiter. dpa/red