Auszeichnung • Mit Fotostrecke Am Hirschengrün erhält Bauherrenpreis

Das Hotel Zum Hirschen besteht aus einem liebevoll restaurierten Altbau sowie zwei Anbauten, die in ressourcenschonender Holzhybrid-Bauweise errichtet wurden.
Das Hotel Zum Hirschen besteht aus einem liebevoll restaurierten Altbau sowie zwei Anbauten, die in ressourcenschonender Holzhybrid-Bauweise errichtet wurden. © Hotel Zum Hirschen

In Salzburg zeigt das Projekt von Katharina und Nikolaus Richter-Wallmann, wie Hotellerie und Stadtentwicklung ineinandergreifen.

Wie lassen sich Hotelbetrieb, Wohnen und Stadtentwicklung nachhaltig verbinden? Diese Frage beantwortet das Projekt „Hotel und Wohnen Am Hirschengrün“ in Salzburg – und wurde dafür nun mit dem "Bauherr:innenpreis 2025" der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs (ZV) ausgezeichnet.

Die Preisträger und Bauherrn Katharina und Nikolaus Richter-Wallmann haben in Salzburgs Elisabeth-Vorstadt ein innerstädtisches Grundstück zu einem durchmischten Quartier entwickelt. Der revitalisierte Hotelaltbau wurde im Jahr 2023 um zwei Anbauten und einen Neubau in Holzhybridbauweise ergänzt. Rund um einen begrünten Innenhof vereinen sich heute Hotel, Wohnen, Gastronomie und Freiraum – ein Modell, das sowohl städtebaulich als auch touristisch überzeugen kann, so die Jury.

„Wir wollten einen Ort schaffen, der langfristig Wert stiftet – für Gäste, Bewohner und die Nachbarschaft“, sagt Katharina Richter-Wallmann. Die Entscheidung, das Grundstück als zusammenhängendes Quartier zu entwickeln, statt es zu parzellieren, sei mutig gewesen. "Sie hat es uns ermöglicht, historische Bausubstanz sensibel weiterzudenken und gleichzeitig mit zeitgemäßem Holzhybridbau, offenen Hofstrukturen und vielseitig nutzbaren Räumen ein deutliches Zeichen für nachhaltige, zukunftsfähige Stadtentwicklung zu setzen.“

Preis für mutige Bauherren

Seit 1967 kürt der ZV-Bauherr:innenpreis Auftraggeber, die Architektur als kulturelle und gesellschaftliche Aufgabe verstehen. Das Projekt Am Hirschengrün überzeugte mit:

  • enger Zusammenarbeit mit den Architekturbüros LP architektur und Dietrich Untertrifaller
  • ressourcenschonender Bauweise und regionalen Materialien
  • Integration eines urbanen Gartens als Biodiversitätsfaktor und Begegnungsort
  • sowie der Revitalisierung historischer Strukturen zu einem offenen Stadtquartier.

112 Einreichungen und 24 Nominierte

Das traditionsreiche Hotel zum Hirschen, in elfter Generation von der Familie Richter-Wallmann geführt, bildet das Zentrum des neu gedachten Ensembles. Es kombiniert historische Bausubstanz mit Nachhaltigkeit: 106 individuell gestaltete Zimmer, Spa, Yoga- und Fitnessbereich sowie Flächen für Events und Meetings. Herzstück ist ein großer Garten. Offizielle Eröffnung war im Dezember 2023. Die Jury würdigte die „beispielhafte Verbindung von historischer Bausubstanz, nachhaltiger Holzarchitektur und qualitätsvollen Freiräumen“.

Aus 112 Einreichungen und 24 Nominierungen wurden sieben Projekte prämiert. Die Verleihung fand am 28. November in Wien statt. red/nz

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    Lässiges Hoteldesign: Das Hotel Zum Hirschen wurde von LP architektur und Dietrich Untertrifaller gestaltet.
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    Puristisch: Blick in den Fahrradraum.
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    Das Hotel verfügt über 106 individuell gestaltete Zimmer.
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    Cozy: Viel helles Holz und Textilien in gedeckten Tönen.
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    Sitzecke mit Küchenzeile.
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    Harmonisch komponiert: Beigetöne, geriffeltes Holz und glänzende Fliesen.
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    Frühstück im großen Garten.