Bilanz Accor wächst im ersten Quartal 2026

Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten sieht sich Accor auf Kurs.
Trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten sieht sich Accor auf Kurs. © Florence Piot - stock.adobe.com

Der französische Hotelkonzern Accor hat im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 1,3 Milliarden Euro erzielt. Für das Wachstum sorgten vor allem höhere Zimmerpreise und neue Hotels im Netzwerk.

Accor hat seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt: Der Konzernumsatz lag bei 1,313 Milliarden Euro. Im Management- und Franchisegeschäft kletterten die Erlöse währungsbereinigt auf 332 Millionen Euro. Der Ertrag pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) legte gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,1 Prozent zu. In den vergangenen zwölf Monaten wuchs das Netzwerk netto um 3,8 Prozent.

Krieg im Nahen Osten belastet das Geschäft

In den ersten beiden Monaten des Jahres lief das Hotelgeschäft laut Unternehmen stabil und setzte den Schwung aus dem vierten Quartal 2025 fort. Der Ende Februar ausgebrochene Konflikt im Nahen Osten habe das wirtschaftliche und geopolitische Umfeld dann aber spürbar belastet – besonders deutlich zu spüren war das in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

„Im ersten Quartal 2026 hat die Gruppe erneut ein stetiges Wachstum verzeichnet, da die starke Dynamik vom Jahresbeginn die Auswirkungen des Konflikts im Nahen Osten mehr als ausgeglichen hat“, sagt Sébastien Bazin, CEO und Chairman von Accor. Vor allem in Europa und Südostasien sei die Nachfrage derzeit hoch.

Divisionen entwickeln sich unterschiedlich

Die Sparte Premium, Midscale and Economy (PM&E) steigerte ihren RevPar gegenüber dem ersten Quartal 2025 um 4,5 Prozent. Der Umsatz wuchs währungsbereinigt um 4,6 Prozent.

Bei der Division Luxury & Lifestyle (L&L) stieg der RevPar um sechs Prozent – zwei Drittel davon gehen auf höhere Preise zurück. Der Umsatz sank währungsbereinigt dennoch um 0,7 Prozent, weil Verkäufe von Hotels das Ergebnis mit 6,2 Prozentpunkten drückten.

Im ersten Quartal eröffnete Accor 48 neue Hotels mit mehr als 6.700 Zimmern. Ende März 2026 umfasste das Netzwerk 879.676 Zimmer in 5.815 Hotels. In der Pipeline stehen weitere 260.000 Zimmer in 1.545 Hotels. red/sar