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StartHotel+TechnikGebäudetechnikMeliá Frankfurt City::In 4 Schritten zu sauberem Abwasser

Meliá Frankfurt CityIn 4 Schritten zu sauberem Abwasser

Das Meliá Frankfurt City hat sich einen effizienten und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen auf die Fahnen geschrieben. Dieser reicht von der biologischen Kläranlage im Hotelkeller bis hin zur Gebäudetechnik.

In Frankfurt am Main ging im vergangenen Jahr eine beeindruckende Hotelimmobilie an den Start: Im 140 Meter hohen Wolkenkratzer „One Forty West“ eröffnete das Meliá Frankfurt City Hotel mit 431 Zimmern. Das Viersterne-Superior-Haus belegt die Etagen 1 bis 23 des Hybridturms aus Luxusapartments und Hoteldienstleistungen, hinter dem der Investor Commerz Real steht.

Das erste Frankfurter Haus der spanischen Marke Meliá verfügt über zwei Restaurants und Bars, einen Fitness- und Wellnessbereich mit finnischer Sauna und Außenterrasse, eine Tiefgarage mit 110 PKW-Stellplätzen und fünf Elektro-Zapfsäulen sowie eine 1.400 Quadratmeter große Tagungsfläche mit 13 Konferenz- und Besprechungs­räumen. Angesicht dieser Hardware sind eine professionelle Prozessgestaltung und ein nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen unumgänglich, um das Hotel effizient und kostenreduziert zu betreiben.

Worauf setzt das Meliá beim Abwasser?

Beim Abwasser setzt das Meliá Frankfurt City daher auf eine eigene Kläranlage, die dieses nahezu autark reinigt und wiederverwertet. „Die Vorgaben der Städte für die Abwasseraufbereitung werden immer strenger“, weiß Axel Kuklok, Chief Engineer Operative Center South bei Meliá Hotels. Das Meliá erhielt daher eine biologische Kläranlage, die sich im Tiefgaragengeschoss des Hotels befindet. „Dort zersetzen Bakterien die Verunreinigungen des Wassers in vier Stufen“, so Kuklok.

Der Prozess dahinter sieht wie folgt aus: Das Abwasser wird zunächst in einem 4.000 Liter fassenden Vorhaltebecken gesammelt, das ähnlich wie ein Fettabscheider agiert und schon einmal die gröbsten Verunreinigungen abfängt. Danach fließt es durch insgesamt vier je 1.000 Liter fassende Behälter, in denen jeweils ein weiterer Reinigungsprozess durch Bakterien stattfindet. Die Reinigung sei ein Zusammenspiel von Bakterien, Luft und Mechanik, das Endprodukt sauberes, aber noch nicht als Trinkwasser zu bezeichnendes Wasser, so der Techniker.

4 Reinigungsschritte

Nach den vier Reinigungsschritten fließt das Wasser weiter in einen ebenfalls 4.000 Liter fassenden, sogenannten Pumpensumpf, von wo es dann in den Abwasserkanal gelangt. „Diese Kläranlage ist vollkommen ausreichend für alle Abwässer, die wir im Hotel erzeugen“, so Kuklok. Allerdings werde im Hotel bereits vorab darauf geachtet, dass keine Chemikalien ins Wasser fließen. Deshalb werden auch keine klassischen chemischen Reinigungsmittel, sondern ausschließlich biologisch abbaubare eingesetzt. Darüber hinaus kommen Trockendampfgeräte zum Einsatz, deren auf 200 Grad erhitzter Dampf Schmutz ganz ohne weitere Reinigungsmittel beseitigt.

Das Meliá Frankfurt City strebt eine Green-Building-Zertifizierung an und arbeitet daher auch in anderen Bereichen sehr nachhaltig. „Warmwasser erzeugen wir teilweise durch Erdsonden, und die Aufzüge im Haus arbeiten mit Rekuperation, wie man das aus der Automobilwelt kennt“, so Kuklok.  „Das heißt, die Wärme, die durch das Bremsen entsteht, wird wieder in unser Stromnetz gespeist. Diese Rückführung erfolgt gestützt von künstlicher Intelligenz.“ Bei der Gebäudetechnik kommen zudem viele Bewegungsmelder sowie energiesparende Elektrogeräte und Lampen zum Einsatz, um den Jahresenergieverbrauch zu reduzieren.

Susanne Stauß

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