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StartBusiness & ManagementManagementAbwanderung in die Schweiz:: Süddeutsche Hoteliers bangen um ihre Mitarbeiter

Abwanderung in die Schweiz Süddeutsche Hoteliers bangen um ihre Mitarbeiter

Am Bodensee und im Schwarzwald verzeichnet der Tourismus ein Umsatzplus. Allerdings müssten die Gastronomen und Hoteliers um ihre Mitarbeiter ringen, denn immer mehr Fachkräfte wandern in die Schweiz ab, wie der Südkurier im Anschluss an eine DEHOGA-Pressekonferenz berichtet.

Vor allem Mitarbeiter, die von den Betrieben in Süddeutschland selbst ausgebildet wurden, seien davon betroffen, wie Betriebsinhaber Anfang der Woche beklagten. Auf dem Delegiertentreffen des DEHOGA Sschwarzwald-Bodensee in Konstanz herrschte ein reger Austausch über Beobachtungen und Entwicklungen der Branche.

Besonders betroffen ist das Gastgewerbe derzeit von der Abwanderung qualifizierter Mitarbeiter aus dem grenznahen Raum in die benachbarte Schweiz. Dort bekämen die Fachkräfte im unteren Lohnsegment fast doppelt so viel bezahlt wie in Deutschland, so Dieter Wäschle, Präsident des Dehoga-Verbands Schwarzwald-Bodensee und Betreiber des Konstanzer Hotels Petershof.

„In der Schweiz verdient ein ungelernter Spüler schon weit über 3000 Euro. Und wenn dann auch noch ein Gelernter zu bekommen ist, legen die Betriebe noch ein bisschen drauf.“ Und dieses Lohnniveau könne man in deutschen Häusern nicht bieten. „Jeder zweite, den du ausbildest, geht in die Schweiz“, seufzt Wäschle.

Zukunftsvisionen

Die Lohndifferenz, die bereits vor der Lösung des Frankenkurses vom Euro bei etwa 50 Prozent lag, betrage inzwischen rund 70 Prozent. Die Konsequenz für grenznahe deutsche Betriebe seien verkürzte Öffnungszeiten, abgesagte Veranstaltungen – zum Beispiel Hochzeiten – oder eingeschränkte Küchenzeiten.

In Folge dessen sei aber zu befürchten, dass Reisende künftig eher ins Ausland fahren werden, als das eingeschränkte Service-Angebot in Kauf zu nehmen.  Um dieser Entwicklung zu entgegnen, rät der DEHOGA seinen Mitgliedern dazu, sich für die Fachkräfte noch mehr zu engagieren. So könnten etwa Ausbildungsmentoren dabei helfen, eine engere Bindung zum ausbildenden Betrieb herzustellen; außerdem müssten Häuser, die eine gute Ausbildung bieten, mehr in den Fokus rücken.

Quelle: Südkurier

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