Die Hotelgruppe hat in vier Häusern insgesamt 254 Maisonetten und Studios modernisiert – mit offenen Küchen, neuen Grundrissen und vergrößerten Bädern.
Living Hotels, eine seit 1982 bestehende Hotelgruppe im Familienbesitz mit Häusern in Deutschland, Österreich und Südafrika, hat rund 20 Millionen Euro in die Neugestaltung von Maisonetten, Studios und Zweiraum-Apartments investiert. Konkret geht es um vier Hotels in München, Nürnberg und Frankfurt. Geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter Max Schlereth hat die Mittel dafür bereitgestellt. Die Umbauarbeiten erstreckten sich über eineinhalb Jahre und wurden im laufenden Hotelbetrieb durchgeführt.
Die Renovierung folgt auf einen früheren Schritt, bei dem bereits mehr als 500 Business- und Doppelzimmer in denselben Häusern komplett neugestaltet worden waren. Nun waren die Sonderkategorien an der Reihe – Zimmertypen mit einer Fläche von rund 30 bis 50 Quadratmetern, die häufig über Terrassen, Balkone oder Gärten verfügen. Für die Planung und Umsetzung arbeitete die Hotelgruppe mit der Firma Appia Contract aus Dietersburg in Niederbayern zusammen, die auf Hotelentwicklung und -architektur spezialisiert ist.
Offene Küchen als zentrales Gestaltungselement
Den Kern des neuen Raumkonzepts bilden die Küchen, die aus bisherigen Nischen und Fluren in den Wohnbereich verlagert wurden. Sie fallen deutlich großzügiger aus als zuvor und sind mit pflegeleichten, aber hochwertigen Oberflächen ausgestattet. „Unser Steckenpferd, die Küche stärker als bisher in die Mitte des Wohnens zu rücken, war uns besonders wichtig“, sagt Wolfgang Skuballa, COO von Living Hotels. Denn das Nutzungsverhalten der Gäste habe sich verändert: Die neuen Grundrisse führten dazu, dass die Küchen stärker zum tatsächlichen Kochen genutzt würden – sowohl von Geschäftsreisenden als auch von Freizeitgästen. „Früher wollte man keine Küche sehen, aber heutzutage wünschen sich die Menschen offene, kommunikative Raumaufteilungen und verbinden zusehends Essen, Wohnen und Arbeiten in einem", so Skuballa.
Für die neuen Grundrisse wurden laut dem Unternehmen teilweise Wände entfernt oder versetzt und Zimmer miteinander verbunden, um größere, flexiblere Einheiten zu schaffen. Die Ausstattung umfasst Parkettböden, zeitlose Möbel aus niederbayerischer Fertigung und durchdachte Stauraumlösungen.
Größere Bäder und neue Zielgruppen
Auch die Badezimmer wurden überarbeitet. Sie sind nun in einer reduzierten Gestaltung mit weißen Metrofliesen und Holzelementen gehalten. In einem Großteil der Zimmer seien Wände versetzt worden, um den Gästen mehr Bewegungsfreiheit zu bieten.
Mit dem Umbau zielt die Hotelgruppe nach eigener Aussage auf eine breitere Gästebasis. Neben den bisherigen Langzeitgästen und Geschäftsreisenden sollen verstärkt auch Freizeitreisende angesprochen werden. „Dass wir mit unseren Maisonetten, Studios und Zweiraum-Apartments, meistens samt Terrasse, Balkon beziehungsweise Garten, ein starkes Alleinstellungsmerkmal haben und gerade diese Zimmertypen enorm gefragt sind, wissen wir“, sagt Skuballa. Die Sonderkategorien seien durchgängig hoch belegt gewesen – die Renovierung sei dennoch nötig gewesen, um das Angebot zeitgemäß aufzustellen. red/sar