Stau zu Pfingsten? Die Autoclubs rechnen deutschlandweit zumindest mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen – wegen der "ersten Reisewelle des Jahres".
Am kommenden langen Pfingstwochenende (21. bis 24. Mai) erwarten der Auto Club Europa (ACE) und der ADAC mehr Verkehr und deutlich mehr Staus als in den Vorwochen. Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz starten in die Pfingstferien, in Sachsen-Anhalt enden sie nach den Feiertagen. Mancherorts ist noch der Dienstag (25. Mai) schulfrei.
Erste Reisewelle des Jahres
Der ADAC erwartet "die erste Reisewelle des Jahres" und viele Verkehrsstörungen. Allerdings liegen die nicht auf dem Niveau der Vor-Coronazeiten. Der ADAC kalkuliert eher mit einem Niveau wie 2020, wo es etwa 35 Prozent weniger Staus gab als 2019. Auch der ACE rechnet nicht mit langen Staus wie in den Jahren vor Corona.
Am Freitag gesellen sich die ersten Urlauber zum üblichen Pendlerverkehr - besonders um die Ballungsgebiete wird es ab Mittag bis in die frühen Abendstunden voll. Der ACE erwartet am Samstag vor allem auf den Routen von und zu den deutschen Küsten als auch in Süddeutschland mehr Verkehr. Am Pfingstmontag könne es in den Nachmittagsstunden auf den Fernstraßen etwas voller werden. Besonders die Autobahnbaustellen sind Nadelöhre - aktuell zählt der ADAC rund 810 davon.
Auch Nebenstraßen sollen gut gefüllt sein
Am Wochenende und am Montag füllen sich auch die Nebenstraßen. Besonders bei gutem Wetter zieht es die Menschen in Richtung der Naherholungsgebiete und Badeseen. Das kann schnell für übervolle Parkplätze und Zufahrten sorgen, so die Autoclubs. Trotz lokaler Lockerungen bleibt es generell wichtig, sich vor Beginn einer Fahrt über die aktuell geltenden Corona-Beschränkungen und -regeln am Zielort und auf dem Weg dorthin zu informieren.
Rund um die Großräume Hamburg, Berlin, Köln und München, auf den Strecken von und zu den deutschen Küsten sowie auf den folgenden Routen rechnet der ADAC mit Verzögerungen und Staus.
| A 1 | Hamburg - Bremen - Dortmund - Köln |
| A 3 | Würzburg - Nürnberg - Passau |
| A 4 | Kirchheimer Dreieck - Erfurt - Dresden |
| A 5 | Frankfurt - Karlsruhe - Basel |
| A 6 | Mannheim - Heilbronn - Nürnberg |
| A 7 | Hamburg - Flensburg und Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte |
| A 8 | Stuttgart - München - Salzburg |
| A 9 | Nürnberg - München |
| A 61 | Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen |
| A 81 | Stuttgart - Singen |
| A 93 | Inntaldreieck - Kufstein |
| A 95 | München - Garmisch-Partenkirchen |
| A 99 | Umfahrung München |
Zwar sind Reisen nach Österreich und in die Schweiz auch weiterhin an Auflagen geknüpft, doch rechnet der ADAC aufgrund von Lockerungen auch hier mit Urlaubsverkehr auf den entsprechenden Routen. Beide Clubs bieten Informationen zu Reiseauflagen innerhalb und außerhalb Deutschlands auf ihren Seiten (ACE, ADAC) an. dpa