Vor 13 Jahren wurde das Adlon Kempinski Berlin zum ersten Mal von Tophotel getestet und erhielt stolze 96 Punkte – jetzt hat unser anonymer Tester es erneut besucht und geprüft, ob das Adlon den hohen Standard aufrecht erhalten konnte.
MO. 20/08, 14:21 - Telefonische Reservierung
Frau E. macht alles richtig: Sie ist überaus freundlich, effizient, professionell und kann mich bestens über das Hotel, seine Einrichtungen und die verschiedenen Zimmerkategorien unterrichten. Aus Vorgesprächen weiß ich, dass die Preise sehr unterschiedlich ausfallen können, weshalb ich eine Lücke zwischen Messen, Kongressen und anderen Großveranstaltungen suche und auch finde. Zum gewünschten Zeitpunkt offeriert mir Frau E. ein Deluxe-Zimmer für 280 Euro ohne Frühstück. Die Adlon-Mitarbeiterin preist auch die Gastronomie und die Spa-Abteilung an und versteht es, Interesse für die Einrichtungen zu wecken. Sie empfiehlt jeweils eine zeitige Reservierung, was auch den tatsächlichen Begebenheiten entspricht, denn sowohl das Restaurant »Esszimmer Lorenz Adlon« wie auch das »Daily Spa« sind nicht nur bei Hotelgästen begehrt, sondern auch bei den Berlinern. Die Mitarbeiterin bedankt sich am Schluss für die Reservierung, wünscht noch einen schönen Tag und verspricht eine schnelle schriftliche Bestätigung. Die entsprechende E-Mail erreicht mich umgehend. Alle relevanten Daten sind korrekt wiedergegeben, zudem nennt Frau E. für Rückfragen ihre Durchwahl.
Wertung: ausgezeichnet
FR. 21/09, 14:51 - Check-in
Ich werde von einem livrierten Pagen freundlich in Empfang genommen, der sich auch des Gepäcks annimmt und den Weg zur Rezeption weist. Dabei werde ich von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin willkommen geheißen und gefragt, ob ich zur Begrüßung ein Glas Prosecco wünsche. Seit der neuen Kooperation zwischen der Sylter »Sansibar« und dem Adlon wurde ein Strandkorb vor der Rezeption zur Bar umfunktioniert – eine sehr schöne Idee, von der zu dieser Stunde auch jeder ankommende Gast Gebrauch macht. Bis hierhin glänzt das Hotel, doch dann wird es weit weniger professionell: Dass mein Zimmer in dieser Minute noch nicht fertig ist, kann akzeptiert werden, nicht aber, dass ich insgesamt knapp 50 Minuten darauf warten muss. Wenn ich nicht von Zeit zu Zeit meinen Sessel in der Lobby verlasse, um die Rezeption an mich zu erinnern, würde man mich wohl ganz vergessen. Anfangs reklamiere ich noch freundlich, am Schluss dann nicht mehr. Wenn ein Gast nach langer Anreise nicht gleich auf sein Zimmer kann, wird er schnell ungehalten. Vielleicht möchte er sich ausruhen, vielleicht muss er sich flink für seinen ersten Termin umziehen. In jedem Fall ist bei der Anreise eine solch lange Wartezeit unzumutbar. Was das Check-in noch weniger gastfreundlich erscheinen lässt, ist aber die Haltung des Personals: Sowohl der Rezeptionist, der mich eincheckt, als auch seine beiden Kolleginnen zeigen nicht den geringsten Ausdruck des Bedauerns. Es kommt mir beinahe so vor, als sei eine solche Verspätung im Adlon ein üblicher Vorgang, mit dem Gäste einfach rechnen müssten. Man hätte den wartenden Gast außerdem persönlich umsorgen und mit einigen Kleinigkeiten bei Laune halten sollen, beispielsweise mit Häppchen, einem Kaffee oder ähnlichen Aufmerksamkeiten. Zu allem Überfluss ist dann auch der Koffer noch nicht auf dem Zimmer und lässt weitere 20 Minuten auf sich warten. Ich frage telefonisch bei der Rezeption nach, wo es heißt, dass er auf dem Weg sei. Fünf Minuten später bringt mir nicht etwa ein kräftiger Angestellter das Gepäck, sondern eine zierliche, freundliche Mitarbeiterin. Man hat diese wohl als Friedensengel geschickt, weil selbst erboste Gäste bei charmanten jungen Damen friedlich bleiben.
Wertung: mangelhaft
Reklamationshandling
Weil der Vorgang keine Bagatelle ist und einen Gast während des gesamten Aufenthalts und darüber hinaus verärgern kann, lasse ich die Angelegenheit keineswegs auf sich beruhen. Ich rufe bei der Direktion an. Der Direktor ist gerade im Gespräch, aber seine rechte Hand nimmt sich meines Problems an, bedauert den Vorfall und verspricht, meine Beschwerde weiterzuleiten. Dies geschieht offenbar, denn am Abend bringt mir eine freundliche Mitarbeiterin ein Entschuldigungsschreiben und eine Magnumflasche Sansibar-Prosecco.
Wertung: sehr gut
Zimmer 646
Das Ambiente ist von klarliniger Zeitlosigkeit. Art Déco trifft auf Bauhaus – das macht den Adlonstil aus. Der Empfang fällt jedoch kühler aus: Kein Begrüßungskärtchen, kein Obst, keine Blumen. Lediglich eine an den Rändern schon braune Zimmerpflanze versucht etwas Leben ins Zimmer zu bringen. Dieses hätte besser gelüftet sein können, denn die Luft wirkt trocken und stickig. Auf den ersten Blick wurde alles gut gereinigt, doch nicht gründlich genug. So liegt unterm Bett noch eine Mandel vom Vorgänger und auf dem Rahmen der Wandverkleidung über dem Bett befindet sich viel Staub. Das Telefon auf dem Nachttisch wirkt ein wenig speckig und auch die etwas löchrige Gardine ist kein Schmuckstück. Es liegen einige Hochglanzmagazine aus, zudem wirbt der Hoteldirektor in einer Broschüre für das Shopping in Berlin. Die dagegen wirklich wichtige Hoteldirectory mit Informationen der Dienstleistungen und Restaurants fehlt.
Das große Bett, für fast alle Gäste nach wie vor das wichtigste Möbel im Hotelzimmer, ist mit komfortabler Bettwäsche ausgestattet. Vom Panel am Bett lassen sich alle wichtigen Lichtanlagen inklusive Nachtlicht sowie Klimaanlage und DND steuern. Die Sessel und Stühle sind kommod, doch am Schreibtisch würde man auf einem Stuhl mit Rollen beweglicher arbeiten können. Zudem stehen Stuhl und Tisch in keinem guten ergonomischen Verhältnis. Die grundsätzlich willkommene Steckleiste wurde hinter dem Schreibtisch angebracht, bei seitlicher Installation wären die Kabel weit weniger störend.
Für jeden Gast, aber vor allem für Ältere und weniger gut Bewegliche, ist der fast bodentief eingebaute Minisafe unerträglich. Positiv: Auf der linken Seite des Zimmers wurde viel Platz gelassen, wodurch man an diese Stelle leicht einen Servierwagen zum Frühstück platzieren kann. Die Anzahl der Holzkleiderbügel im Schrank ist zufriedenstellend, Schubladen und Stauraum sind ebenfalls ausreichend vorhanden.
Der TV reagiert auf die Fernbedienung etwas langsam, was aber grundsätzlich an der Technik und nicht etwa an schwachen Batterien liegt. Ein Programmheft befindet sich auf dem Zimmer, die Kanalübersicht muss man sich auf dem Bildschirm selbst suchen. Man kann die üblichen Sender empfangen, Sky ist kostenpflichtig und ein Infokanal, der auch Einblick in die Rechnung erlaubt, informiert über die Einrichtungen des Hotels.
Die Minibar ist üppig bestückt, sodass man neben bekannten Standards auch eine eigene Adlon-Serie mit Snacks und Süßigkeiten findet. Die handgeschöpfte Adlon-Tafelschokolade (100 g) kostet fünf Euro, das Jubiläums-Pilsener Berliner Kindl (0,33 l) schlägt mit 5,50 Euro zu Buche, das Gerolsteiner Naturell (0,50 l) wird mit stattlichen 9,50 € berechnet. Die Minibar kühlt stark – für Champagner ist das gut, für Wasser aber viel zu heftig.
Wertung: gut
Bad
Das Bad ist adrett im Stil des Zimmers eingerichtet, doch erstaunlich klein, eigentlich schon winzig – als Bewegungsspielraum bleiben 90 Zentimeter in der Breite und 210 Zentimeter in der Länge. Das WC ist zwar separiert, präsentiert sich aber eher als Zelle und ist nichts für klaustrophobische Menschen. Außerdem existiert keine Lüftung. Die Grundausstattung aus Badewanne, Duschkabine und Waschbecken ist gut, es fehlt jedoch an Ablagemöglichkeiten. Da das Licht etwas diffus ist, kann das Bad nicht optimal ausgeleuchtet werden. Der beleuchtbare Kosmetikspiegel wurde relativ hoch angebracht, lässt sich nicht in der Höhe verstellen, aber schwenken. Der Haartrockner ist kein Hightech-Gerät, doch leicht an Gewicht und einfach in der Handhabung. Bademantel und -schlappen in bequemer Ausstattung stehen ebenso bereit wie ausreichend Handtücher in unterschiedlichen Größen und von guter Machart. Nur von durchschnittlicher Qualität sind Shampoo, Conditioner, Showergel und Bodylotion, letztere ist extrem dünnflüssig. Wattepads und Q-Tips werden bereitgestellt, doch ist es eher ärgerlich, wenn Gäste eine Papiertaschentuch-Box vorfinden, die nur noch mit wenigen Blatt Papier gefüllt ist – wobei der Abendservice diese auch nicht ersetzt. Das Bad wurde in einem sehr guten Reinigungszustand übergeben.
Wertung: noch befriedigend
17:46 - Roomservice
Die Karte fällt weniger durch originelle Angebote als durch fantasievolle Preise auf. Das vom Produkteinsatz her niedrig einzustufende Kräuterrisotto mit Parmesan und karamellisiertem Ziegenkäse schlägt mit stolzen 21 Euro zu Buche und gehört damit zu den preiswertesten Gerichten. Außerdem bestelle ich eine »Adlon Currywurst« vom Havelländer Apfelschwein mit Pommes Frites – mit 17 Euro sicher die teuerste Currywurst der Hauptstadt. Die Weine kosten glasweise zwischen 15 und 18 Euro, eine Flasche Wasser kommt auf zwölf Euro. Eine freundliche Mitarbeiterin notiert die Wünsche, wiederholt die Bestellung und gibt eine Servierzeit von bis zu 30 Minuten an, die um acht Minuten unterschritten wird. Die Mitarbeiterin arbeitet flink und freundlich, der Abräumhinweis wird in schriftlicher und mündlicher Form gegeben.
Die Präsentation der Speisen auf dem Servierwagen könnte schöner sein, zudem ist das Essen aus der Hotbox nur noch lauwarm. Das sehr bissfeste Risotto schmeckt fad und wurde offenbar nicht in einer würzigen Brühe zubereitet, auch der Parmesan brachte keinen Geschmack hinein. Selbst die versprochenen Kräuter bleiben erstaunlich aromenfrei – das Risotto ist einfach nur extrem grün. Die hochpreisige Currywurst wird zwar aus spürbar gutem Fleisch hergestellt, bleibt aber geschmacklich im Gesamtbild hinter einer guten Currywurst vom Imbiss zurück. Die Sauce mutet wie eine Mischung aus Ketchup und Apfelmus an, wobei die typische Currywürze vollends fehlt. Die dazugehörigen Pommes Frites sind von durchschnittlicher Machart.
Wertung: noch befriedigend
Turndownservice
Um 21:08 Uhr kommt ein Mitarbeiter aufs Zimmer, der wie Rotkäppchen lediglich mit einem Körbchen ausgerüstet ist. Darin ist nicht viel Platz, weshalb auch nicht viel geschieht. Denn mehr als das Bett abdecken gehört offenbar nicht zu seinen Pflichten. Benutzte Handtücher bleiben ungewechselt, Abfallbehälter werden nicht geleert. Erst auf Nachfrage erhalte ich eine Flasche Wasser, die ja eigentlich allabendlich am Bett stehen soll. Immerhin fragt der sehr freundliche Mitarbeiter am Schluss, ob er noch etwas tun kann. Insgesamt jedoch ein etwas merkwürdiger Auftritt.
Wertung: mangelhaft
21:54 - Lobby Bar und »Shochu Bar«
In der Lobby sitzen sehr verstreut Paare und betrachten vor allem ihre Umgebung. Im Barbereich selbst sind nur wenige Gäste, die dafür umso mehr auffallen – einige durch sehr lässige Kleidung, eine Schweizer Familie durch sehr laute und herumtollende Kinder. Ich möchte hier nicht länger als auf ein Bier bleiben, weil die Atmosphäre keinen Anlass dazu gibt. Das Berliner Kindl wird gut gezapft und perfekt temperiert von einer freundlichen Bedienung serviert und kostet sieben Euro. Die Karte bietet bekannten Standard, individuelle Ideen und eigene Kreationen sind nicht zu erkennen. Ich frage nach der asiatischen »Shochu Bar«, die mit japanisch inspirierten Cocktails auf sich aufmerksam macht. Ein Mitarbeiter erklärt mir den Weg, wobei hier unbedingt ein Escort-Service notwendig wäre, weil der Weg nicht beschildert ist und auch durch Beschreibungen wenig plausibel wird. Die Bar ist Teil des »Uma-Restaurants«, was ebenfalls nicht kommuniziert wird. Ich muss als Hotelgast obendrein das Hotel verlassen, um in die Bar zu gelangen. Die Bar ist aufgrund ihrer lauten Musik und des eher saloppen Tons, der dort herrscht, im Grunde nicht mit dem Adlon kompatibel, gehört aber zur Adlon Holding. Die Musik ist so heftig, dass sich sogar ein junger Gast über die dumpfen Bässe beschwert. Die Drinks hingegen sind kreativ und werden auch sehr gut gemixt. 200 Cocktails – wie geworben wird – sind zwar nicht gelistet, doch auch so ist die Auswahl mehr als ausreichend. Die auf Shochu und Sake basierenden Cocktails kosten im Schnitt zwölf Euro. Der »Shochu Mule« aus Shochu-Schnaps, Zitronensaft, Läuterzucker, Melisse, Gurke, Ingwer und Soda wird sehr balanciert zubereitet. Der »Nanbu Bijin Ume Rosé«, ein Sake mit japanischer Pflaume, ist im Grunde schon solo etwas Besonderes. In dieser Bar wird er mit bittersüßem Antica Formula und Mandarinenlikör harmonisch und aussagekräftig zusammengeführt. Warum er sich (Ume Rosé) »Negroni« nennt, ist nicht nachvollziehbar, denn dieser italienische Klassiker besteht ja aus Wermut, Gin und Campari und hat lediglich den etwas bitteren Ton gemeinsam. Die »Shochu Bar« ist auch sonst mit Spirituosen gut sortiert, wobei die Sake am interessantesten sind. Hotelgäste können aufs Zimmer unterschreiben.
Wertung: gut
Smoker’s Lounge
Gut, dass es eine solche Zufluchtsstätte für die Raucher gibt. Warum aber muss man die Lounge mit einem aufdringlich süßlichen Duft parfümieren, der an Shisha-Bars erinnert? Zigarrenraucher, puristische zumal, können in einer solchen Umgebung keinen Genuss entwickeln. Der Service reagiert auf Zuruf über ein schnurloses Telefon.
Sa. 22/09, 08:15 - Weckruf
Ich bestelle am Vorabend einen Weckruf. Der sehr freundliche Mitarbeiter notiert sich die Uhrzeit und bietet mir einen Kaffee oder Tee kostenfrei aufs Zimmer sowie einen Reminder an. Er spricht mich persönlich mit Namen an und wünscht eine gute Nacht. Der eigentliche Weckruf erfolgt pünktlich unter Nennung der Uhrzeit und meines Namens.
Wertung: sehr gut
09:41 - Frühstücksbuffet
Es herrscht schon am Eingang dichtes Gedränge, der Service hat alle Hände voll zu tun. Ich werde knapp und freundlich begrüßt, eine Mitarbeiterin geleitet mich zu einem freien Tisch und fragt, ob mir dieser recht wäre – sehr gut, eine solche Platzierung bei gleichzeitiger Nachfrage geschieht selbst in der Luxushotellerie viel zu selten. Gleich beim Entree liegen gut sichtbar verschiedene lokale, überregionale und internationale Zeitungen aus. Es herrscht eine ausgesprochen lebhafte bis laute Stimmung, an ein gemütliches Frühstück ist nicht zu denken. Allein die extrem lautstark schreienden und umherflitzenden Kinder torpedieren den Morgen, wobei ihnen die Eltern in jeder Hinsicht freien Lauf lassen, als wäre das Hotel ein Abenteuerspielplatz. Das müsste eigentlich nicht sein, denn das Adlon hat die Möglichkeit, seine Frühstücksgäste in zwei voneinander völlig getrennten Locations zu platzieren – eine für Familien und eine für alle anderen Gäste. Das große Restaurant »Quarré« und der Wintergarten werden beide für das Frühstück genutzt, wenden sich aber nicht gezielt an die verschiedenen Gästegruppen. Während im Wintergarten eine ruhige Atmosphäre herrscht, geht es im Restaurant »Quarré« stürmisch zu. Die Gäste balancieren mit vollen Tellern durch die schmalen Gänge und über Treppenstufen, während das Servicepersonal mit großen Tabletts umher rennt und zwischen allen schreiende Kinder ziellos und ungebremst flitzen. Ein solch heilloses Durcheinander erfordert beinahe schon Verkehrsschilder – ein Wunder, dass es an diesem Morgen nicht zu Zusammenstößen kommt.
Der Service arbeitet zwar schnell, dadurch aber auch sehr unkonzentriert. Obwohl Messer und Gabel so liegen, dass sichtbar noch gegessen wird und außerdem noch Brot und Butter auf dem Teller liegen, wird mein Teller während meiner Abwesenheit am Buffet kurzerhand abgeräumt. Ich muss also erneut zum Buffet, was angesichts der weiten Wege und der als Treppe eingebauten Schikane einfach lästig und ärgerlich ist. Zudem werde ich oft auf Englisch angesprochen. Es sind tatsächlich viele internationale Gäste beim Frühstück, wobei Englisch und Russisch am häufigsten zu hören ist. Hinzu kommt schlechtes Deutsch wie bei der Servicemitarbeiterin Frau K. Mit Sterbensmiene und tödlich gelangweilt vollstreckt sie ihren Service. Auf meine Nachfrage, welche grünen Tees angeboten würden, entgegnet sie, dass es nur eine Sorte gäbe – am Samowar stehen aber gleich fünf parat. Es überrascht nicht, dass der Teeservice falsch gehandhabt wird, denn der Tee wird bereits ziehend im Kännchen aufgetischt. Es wäre so einfach, ihn separat im Einsatz zu reichen und dem Gast die Ziehzeit selbst zu überlassen, zumal dieser oft am Buffet ist, während der Service den Tee bringt. Am Samowar und einer stattlichen Teeauswahl sind auch sehr nützliche Sanduhren zu sehen, die aber nur sporadisch eingesetzt werden. Die Auswahl an Säften ist sehr gut, der hausgemachte aus Apfel, Ingwer und Karotte schmeckt hervorragend. Der Orangensaft scheint frisch gepresst, beim Ananassaft habe ich eher das Gefühl, es mit Direktsaft zu tun zu haben. Die Auskunft des Kellners, der alles als frisch gepresst lobt, muss ich nach verschiedenen Kostproben jedenfalls in Frage stellen. Wasser (still und sprudelnd) sowie ein guter Sekt werden in Eiskühlern bereitgestellt, wobei die Gäste an diesem Morgen beinahe mehr Sekt als Wasser zu trinken scheinen.
Das Frühstücksbuffet ist nicht sehr übersichtlich aufgebaut, die asiatische Ecke liegt versteckt. Die meisten Positionen sind zwar beschriftet, doch manches wurde falsch platziert: Bei der Coppa steht das Bündnerfleisch und umgekehrt. Ein eng gestelltes Dutzend Käse und halb so viele Käsemesser programmieren ein anderes Problem: Die Messer werden für jeden Käse benutzt, Gäste schneiden sich mit dem Ziegenkäsemesser ein Stück vom Kuhmilchkäse ab, der Hartkäse bekommt von allen was ab. Auch die große Müsliabteilung könnte man besser gestalten, denn bei einigen der riesigen Schalen ist nicht erkennbar, mit was sie gefüllt sind. Auch die eigene Station mit Marmeladen, Konfitüren, Brotaufstrichen und Honig ist nur eine Anhäufung von verschiedenen Gläsern, die kein schönes Bild abgeben und nur Chaos zeigen. Zudem gehorcht vieles am Buffet dem falschen Motto »Masse statt Klasse« – so beispielsweise der Aufschnitt und das Räucherfisch- und Meeresfrüchtesortiment. Beim asiatischen Mini- buffet gibt es Dim Sum, gebratenen Reis und tatsächlich Erdnüsse. An der Eierstation wartet eine freundliche Köchin, doch sind dort neben Eierspeisen mit etwas Glück lediglich Nürnberger Bratwürstchen von durchschnittlicher Qualität zu haben. Warme Angebote wie Frikadellen oder Kartoffenspeisen fehlen ganz. Die Brot- und Brötchenauswahl inklusive Brezen und Laugenbrötchen kann als gut bewertet werden. Die Obstschalen sind reichlich und vielfältig bestückt.
Leider hält sich das Adlon mit Ideen, lokalen Bezügen oder gar fantasievollen Kreationen zurück. Das Buffet bietet nichts Individuelles oder Markantes, an das man sich danach noch erinnern wird.
Wertung: noch befriedigend
Lost & Found
Ich habe auf dem Frühstückstisch eine CD »vergessen« und rufe zwei Stunden später an der Rezeption an, um zu erfahren, ob man sie gefunden hat. Die Mitarbeiterin erkundigt sich kurz im Restaurant »Quarré« wo das Frühstück stattfand: Es ist nichts gefunden worden. Es wird mir versprochen, weiter nach der vermissten CD zu suchen. Ein Rückruf erfolgt jedoch nicht mehr, offenbar wurde nichts entdeckt.
Wertung: ungenügend
Housekeeping
Ich rufe vor dem Verlassen des Zimmers beim Housekeeping an und bitte darum, das Zimmer zu machen, weil ich nach dem Frühstück dort noch etwas aufzuarbeiten hätte. Der Mitarbeiter verspricht, gleich jemand zu schicken. Als ich 90 Minuten später auf mein Zimmer komme, ist nichts geschehen. Es ist sehr ärgerlich, Gäste in ihrem Tagesablauf zu stören. Auch jetzt wurden keine Handtücher ausgetauscht, und die Papiertaschentuch-Box ist immer noch leer.
Wertung: ungenügend
Wäscheservice
Das Housekeeping nahm am Vorabend die beiden auf dem Bett platzierten Wäschesäcke mit (1x Bügelhemd, 1x Reinigung). Das Bügelhemd kommt am nächsten Vormittag gut behandelt auf einem Holzkleiderbügel unter Cellophan zurück (Kosten: 9,50 €), das Reinigungshemd wird am Nachmittag akkurat bearbeitet retourniert (12 €).
Wertung: sehr gut
Concierge
Diese Abteilung ist eine der wichtigsten und effektivsten im Hotel. Ich werde gut beraten und informiert, auch knifflige Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden vom freundlichen Mitarbeiter nachvollziehbar beschrieben und aufgezeichnet – obwohl dieser kein Berliner ist. Als es Probleme mit dem Fernseher gibt, wird innerhalb von fünf Minuten ein Fachmann geschickt, der das Problem schnell löst.
Wertung: sehr gut
14:56 - Spa & Pool
Der Poolbereich ist attraktiv gestaltet, nur das Entree wirkt wie ein Hintereingang. Das sechs Meter breite und elf Meter lange Schwimmbecken bietet ausreichend Platz. Whirlpool, Solarium und Sauna ergänzen das Angebot. Das Gym ist mit modernen Geräten ausgerüstet und gut temperiert. Handtücher, Obst und Wasser stehen kostenfrei bereit; auch liegt viel Lektüre aus. Externe zahlen für eine Tageskarte 65 Euro. Spa und Pool liegen gefühlt einige Kilometer auseinander. Eigentlich sollte man davon ausgehen, dass sich diese Abteilungen nahe beieinander befinden, weshalb ich zum Pool gehe, der auch im Aufzug genannt wird, während es dort keinen Hinweis auf das Spa gibt. Gäbe es eine Beschreibung bereits auf dem Zimmer, würde man den Gästen langes Herumirren und viele Fragen ersparen. Die freundliche Mitarbeiterin vom Poolbereich kennt das Problem bereits, nimmt sich meiner an und bringt mich persönlich den weiten Weg ins »Daily Spa«. Dort kommen Hotelgäste mit Externen zusammen, was nicht ganz optimal ist: Während ich im Bademantel auf meine Behandlung warte, sitzen andere bekleidet und mit Straßenschuhen daneben. Mir werden weder eine Lektüre noch ein Getränk angeboten. Den fünf jungen Damen neben mir offeriert man hingegen Wein und verschiedene Tees – sie haben allerdings auch eine Spa-Suite mit Champagner gebucht.
Während in der Spa-Broschüre nur zwei Zeiten (60 oder 90 Minuten) genannt werden, erfahre ich bei der telefonischen Reservierung, dass fast alles von 30 Minuten an gebucht werden kann. Zudem werde ich gefragt, ob ich lieber einen weiblichen oder einen männlichen Mitarbeiter hätte, was leider viel zu selten vorkommt, aber sehr wichtig ist. Ich werde pünktlich von einer freundlichen Therapeutin begrüßt und in eine luftige, gut temperierte und angenehm beleuchtete Behandlungskabine gebracht. Während der »Schwedischen Massage«(45 Minuten für 67,50 €) fragt mich die freundliche Physiotherapeutin, ob Licht, Temperatur, Musik und auch Massagedruck für mich so angenehm sind. Sie ist noch sehr jung, aber handwerklich solide, jeder Griff ist eine Wohltat. Das Spa genügt hohen ästhetischen Ansprüchen, ist sehr schick und proper.
Wertung: gut
Housekeeping
Das Zimmer wurde tipptopp gereinigt, Abfallbehälter sind geleert, benutzte Handtücher erneuert, verbrauchte Guest Supplies ersetzt, ebenso die Notizblöckchen. Nicht ersetzt wurden allerdings die Wäschesäcke und die dazugehörigen Formblätter. Von drei Markierungen im Bad wurden nur zwei entdeckt. Wertgegenstände blieben unangetastet, Notizzettel liegen unverändert an der zurückgelassenen Stelle.
Wertung: noch gut
Lobby
In der Lobby geht es stets munter zu, hier beziehen viele Gäste ihre Beobachtungsposten. Der Service arbeitet freundlich und aufmerksam. Der bestellte Cappuccino wird mit einem halben Dutzend Keksen serviert. Er ist leider von eher schwacher Qualität, der Schaum ist porös und hat keinen guten Stand. Zu allem Überfluss wurde auch noch Schokopulver darüber gestreut.
Wertung: unbefriedigend
Flure, Aufzüge, Treppen
Das Hotel präsentiert sich in diesen Bereichen picobello. Die breiten Flure haben in jeder Hinsicht Format, die Treppen muten durchaus wie Showtreppen an. Die adretten Aufzüge werden zum Glück nicht durch Eigenwerbung oder anderes verschandelt.
Wertung: sehr gut
Sicherheitsaspekte
Die Fluchtwege sind gut erkennbar, auch abends. Bei Stichproben ist keine der Fluchttüren verschlossen oder durch Gegenstände versperrt. Das Housekeeping arbeitet nicht sichtbar mit Gästelisten. Versuche, an meine Zimmernummer zu kommen, scheitern am guten Sicherheitsverständnis des Personals.
Wertung: sehr gut
Location
Das Hotel ist mit seiner Lage am Brandenburger Tor privilegiert. Vom Gourmetrestaurant »Esszimmer Lorenz Adlon« hat man als Gast einen dramatisch schönen Blick auf dieses historische Denkmal. Alle Touristen zieht es dorthin, aber auch Demonstrationen und andere öffentliche Ereignisse finden an dieser Stelle bevorzugt statt. Der Boulevard Unter den Linden gehört zu den besonders frequentierten Straßen der Stadt. Als ankommender Gast muss man sich mitunter den Weg durch die Massen bahnen. Die freundlichen und livrierten Doormen haben den Außenbereich fest im Blick und halten ihn in einem sehr ordentlichen Zustand.
Wertung: sehr gut
Bankett
Die schriftlichen und telefonischen Kontakte mit der Abteilung verlaufen sehr freundlich und professionell. Bereits der informative Internetauftritt mit Bildern und Fakten zu den Veranstaltungsräumen gibt viele Antworten. Anfragen werden zügig beantwortet und mit detaillierten Angeboten animierend unterstützt. Mitarbeiterin W. lässt keinen Zweifel daran, dass man mit Veranstaltungen bei ihr und dem Adlon genau an der richtigen Adresse ist. Sie bedankt sich am Ende des Gesprächs für das Interesse und wünscht noch einen schönen Tag.
Wertung: sehr gut
19:12 - »Esszimmer Lorenz Adlon«
Der Begriff »Esszimmer« soll das Private und Intime betonen, das Möblierung und Atmosphäre ausstrahlen. Nur 20 Gäste finden hier Platz, der Blick auf das allabendlich illuminierte Brandenburger Tor ist spektakulär. Das Restaurant »Lorenz Adlon« besteht allerdings auch noch aus der angrenzenden Bibliothek mit nochmals 20 Plätzen. Doch hat man wegen der hoch angebrachten Fenster hier nur im Stehen eine Aussicht auf das Brandenburger Tor, was diesen an sich schönen Raum weniger attraktiv macht. Man sollte also unbedingt bei der Reservierung auf diese Teilung hinweisen, was bei mir leider nicht der Fall war, weshalb ich nun in der Bibliothek sitze.
Die Gäste werden sehr freundlich am Eingang begrüßt, sogar der Küchenchef steht in der Parade mit dabei. Hendrik Otto ist sehr gut bewertet: Zwei Sterne im »Michelin« und 17 Punkte im »Gault Millau« wecken hohe Erwartungen. Die Menüpreise liegen zwischen 130 und 160 Euro, wer nur drei Gänge à la carte bestellt, liegt rein rechnerisch schlechter. Ähnlich verhält es sich bei den Weinen: Auch glasweise wird man bestens beraten und hat auf der Rechnung eher weniger, als wenn man zur Flasche greift, da es zu einem Menü nicht bei einer bleiben würde.
Der Reigen beginnt mit äußerst feinen und ausgefeilten Amuse-Bouches. Außerdem werden Brötchen gereicht, wobei unter den sonst blassen das sehr gute dunkle mit Malz und Honig heraussticht. Die Küche arbeitet stellenweise sehr verspielt und mit bis zu 15 Komponenten auf dem Teller, schafft es aber, diese komplexen Zusammenstellungen zu einer großen Harmonie zu führen.
Der Thunfisch mit geliertem Pilzsaft, Bratkartoffel-Praline, Crispy Garnele sowie Grapefruit-Ingwer-Granité flirrt fürs Auge nervös, ist unglaublich vielschichtig und bringt all seine ungewöhnlichen Aromen und Texturen bravourös auf eine geschmackliche Reihe. Die auf den Punkt gegarte Taube in schöner Olivensauce mit Knoblauchcreme und Pistou zeigt, wie hochsolides Handwerk und sehr gute Produkte auch mit wenigen Komponenten ein Glanzstück hervorbringen können.
Der saftige Zander mit wunderbar intensivem Kalbsfuß-Lorbeerextrakt, cremiger Blutwurst im Teigmantel, Sauerkraut sowie Apfel und Stockkartoffeln als Mousse und Applikationen ist ein bravouröser und leicht modern ausgelegter Klassiker. Manche Gerichte werden noch von einer Überraschung auf einem Extrateller begleitet, etwa einer ausgezeichneten luftigen Gnocchi-Komposition, wie man sie bei keinem Italiener bekommt. Als Pre-Dessert werden gut gemachte Pralinen gereicht, bis dann mit Zwetschge, gefrorenem Sauerrahm, Kaffeeschaum, Walnuss und Blutorange ein exzellentes Naschkunstwerk das Menü abrundet. Die stets spannenden Kompositionen der Küche sind herausragend und teilweise ungewöhnlich, basieren jedoch auf der klassischen Haute-Cuisine, wie allein die famosen Saucen belegen.
Zu einem großen Dinner gehören aber immer vier Grundpfeiler: Essen, Weine, Ambiente und Service. Im Restaurant »Lorenz Adlon« stimmt das ganze Paket. Der Service arbeitet vorbildlich, wobei Maître B.H. mit wachem Blick das gesamte Geschehen verfolgt. Der Mitarbeiter aus Österreich ist mit einem heiteren Naturell gesegnet, das den Abend nicht zu formell werden lässt, schließlich speist man ja auch wie bei Freunden in einem Esszimmer, was durch den Westen-Dress des Personals noch unterstrichen wird. Großes Lob gebührt auch den jungen Damen, die mit viel Charme und Einsatzfreude dabei sind – auch jene Tapfere, die stets das riesige schwere Tablett halten muss. Zu besonders großer Freude der Gäste (und des Hotels) trägt jedoch der enorm engagierte Sommelier S.J. bei, der so fundiert und mit spürbarem Spaß berät, dass man ihm sogar alkoholfreien Wein abkaufen würde. Auf diese Weise werden die Gäste mit besten Flaschen versorgt und bei Laune gehalten, während sich das Hotel freuen kann, dass diese etwas mehr trinken, als sie sich vielleicht vorgenommen hatten. Ein Abend im Restaurant »Esszimmer Lorenz Adlon« ist ein selten großes Erlebnis.
Wertung: ausgezeichnet
22:56 - Check-out
Weil ich am nächsten Morgen relativ früh abreise, checke ich bereits am späten Vorabend aus, was auch schnell und freundlich geschieht. Die Mitarbeiterin fragt zuerst, wie mir der Aufenthalt gefallen habe und stellt erst dann die obligatorische Frage nach dem Minibarverbrauch. Ich erhalte zunächst einen Infoausdruck, die Rechnung ist korrekt (1101€). Die Einzelbelege werden mir nicht ausgehändigt. Man wünscht mir noch eine gute Heimreise.
Wertung: sehr gut
SO. 23/09, 09:00 - Zimmerfrühstück
Ich hatte am Vorabend einen Hänger platziert und das »Europäische Frühstück« bestellt. Ein freundlicher Kellner bringt einen üppig und ansehnlich gedeckten Servierwagen. Ich erhalte sehr viele gute Brötchen, Minibaguette und Croissant. Auf einer Etagere wurden sehr hübsch Obst, Käse und Aufschnitt angerichtet. Während das Auge schwelgt, wird der Gaumen von manchem Happen enttäuscht. So würde der Lachs für eine ganze Familie reichen – er ist fett, zu dick geschnitten und weist unschöne dunkle Stellen auf. Der Aufschnitt ist von durchschnittlicher Qualität, die Salami nur etwas für Liebhaber aufdringlichen Tiergeschmacks. Zum Spiegelei aus der Hotbox mit festem Speck gibt es Toast. Gebäckstückchen nebst Marmelade, Konfitüre und Honig sind ausreichend vorhanden. Der Orangensaft ist frisch gepresst, der Tee wird korrekt gebracht – der Teacaddy wurde noch nicht ins Kännchen mit heißem Wasser gesetzt.
Wertung: befriedigend
Schuhputzservice
Die am Vorabend auf dem dafür vorgesehenen Tablett vor die Tür gestellten Schuhe werden am nächsten Morgen bestens geputzt in einem schwarzen Säckchen retourniert.
Wertung: sehr gut
Bilanz
Das Flaggschiff von Kempinski ist keineswegs voll auf Kurs. Die Leistungen entsprechen zumindest nicht durchgängig dem sehr hohen Anspruch des Luxushotels und seiner selbstbewussten Preispolitik. Ein gerade noch »gutes« Abschneiden ist für ein Haus dieser Klasse nicht gut genug und müsste in einem oberen Bereich von »sehr gut« liegen – so geschehen beim ersten Adlon-Check im September 1999 (96 Punkte). Wenn auch das Gourmet-Restaurant »Lorenz Adlon« glänzte, blieben Frühstücksbuffet und Roomservice doch deutlich unter den Erwartungen. Die kulinarischen Leistungen könnten insgesamt weit besser sein. Bis auf eine unrühmliche Ausnahme zeigten sich alle Mitarbeiter sehr freundlich und einsatzfreudig, was ein solides Grundkapital ausmacht. An der Rezeption sollte nachgebessert werden.
Gesamteindruck: 61%
Testurteil: gut
100-81 sehr gut; 80-61 gut; 60-41 befriedigend; 40-21 mangelhaft;
20-0 ungenügend. Der Gesamteindruck ist nicht das arithmetische Mittel;
die Check-Bereiche sind unterschiedlich gewichtet!