Hotel+Technik begleitet die Transformation des Thalerhofs, der sich in neun Monaten in ein alpines Lifestyle-Resort verwandelt. Gut zwei Drittel der Bauzeit sind rum, die Bilanz ist positiv, der Zeitplan im Soll. Betreiberfamilie Hörl hat sogar schon eine erste Feier organisiert, um sich bei allen am Bau Beteiligten zu bedanken.
Der Hotelumbau hält Stefanie Geisler-Hörl mächtig auf Trab: Meetings, Besprechungen, Baustellenbesichtigungen, Handwerkertermine, dazu dauerklingelnde Handys. Zusammen mit ihren Eltern, ihren Brüdern und ihrer Schwester verwandelt die junge Mutter den Thalerhof in Maria Alm im Salzburger Land in das Hochkönigin Magic Mountain Resort. Hotel+Technik begleitet das große Um- und Ausbauprojekt in einer mehrteiligen Serie. Auf die Frage, ob alles im Plan liegt, muss Stefanie Geisler-Hörl nicht lange überlegen. Sie denkt an das kleine geschmückte Bäumchen, das bereits im August aufgestellt wurde. In Österreich heißt es Firstbaum und markiert einen Meilenstein: das Dach ist drauf.
Doch obwohl dieser erste wichtige Teil abgeschlossen ist, gibt es noch ordentlich was zu tun, bis das neue Haus fix und fertig ist. Aber eine Feier gab es trotzdem – und zwar im großen Kreis. Familie Hörl hat Biertische auf- und ein paar Fässer für die knapp 70 bisher beteiligten Bauarbeiter und Handwerker bereitgestellt „Man ist oft auf der Baustelle, aber hat nie Zeit für ein ruhiges Gespräch“, sagt die Junior-Chefin. Man müsse sich auch mal vernünftig bei den Menschen bedanken, die an der Zukunft ihrer Familie mitbauten. Die Hörls wollten das durch den persönlichen Austausch, Getränke, Essen und ein Gewinnspiel mit Geldpreisen zum Ausdruck bringen.
Enger Zeitplan und fleißige Hände
Familie Hörl plant bereits die nächste Dankesfeier für Handwerker und Arbeiter, die bei der Firstfeier noch nicht dabei waren, und denkt zum Beispiel an die Fliesenleger. Denn in der Tat liegt die Hochkönigin voll im Soll. Es laufen schon die finalen Bodenarbeiten. „Und wir beschäftigen uns mit den kleinen Dingen wie Geschirr“, sagt Stefanie Geisler-Hörl. „Bei so einem engen Zeitplan darf einfach nichts schiefgehen.“ Im März rückten die ersten Bagger an, seither bauen fleißige Hände und Maschinen für 15 Millionen Euro einen neuen Trakt mit 44 Zimmern sowie ein edles Spa und schließen beides an den bestehenden Thalerhof an. Bis Ende September waren parallel zu den Baumaßnahmen noch Gäste im Haus, im Dezember sollen die ersten wiederkommen und den Neubau beziehen.
Gedanklich haben sich die Hörls bereits vor mehr als zehn Jahren mit der Weiterentwicklung des Hauses befasst. Die Pläne wuchsen im Lauf der Zeit immer weiter und im Herbst 2017 nutzte die Familie die Gunst der Stunde. In der Nachbarschaft entstand ein neues Hotel, weshalb Kanal-, Leitungs- und Bodenarbeiten in unmittelbarer Nähe zum Thalerhof nötig wurden. Die Hörls klinkten sich mehr oder weniger ein, denn das Grundstück für ihren Erweiterungsbau musste bodentechnisch umfangreich umgearbeitet werden. „Wir sind einfach ins Risiko gegangen, denn zu diesem Zeitpunkt war unser Projekt noch nicht final genehmigt.“ Die Schwierigkeiten bestanden darin, dass die Leitungen für Kanal und Fernwärme mitten durchs Grundstück gingen, eine Bebauung dadurch nicht möglich war. Also wurde beides umgelegt und in U-Form vorbeigeleitet.
Hinzu kam ein kleiner Bach, der durchs Areal floss. Eine Genehmigung vom Land Salzburg musste her, um diesen zu verrohren und ebenfalls umzuleiten. Damit legten die Hörls den Grundstein, die Genehmigung für die Hochkönigin kam erst eineinhalb Jahre danach. Schließlich war das Grundstück laut Stefanie Geisler-Hörl anfänglich kein Bauland. „Und so gab es auch noch ein Umwidmungsverfahren.“ Die Bürokratie begleitet das Projekt bis heute: So habe die Gemeinde einen Gestaltungsbeirat hinzugerufen, der sich aus Architekten zusammensetzt, die den Bau begleiten, Planungen beurteilen und Verbesserungsvorschläge machen. „Das sind sieben Köpfe, nach denen man sich richten muss.“ Aber eines ist gewiss: Im Dezember steigt die ganz große Party zur Eröffnung.
Teil 2 der Bauserie Richtfest für die Hochkönigin