28 Neuzugänge allein 2026, davon rund 20 frühere Revo-Häuser: Die Hotelgruppe verteilt Zuständigkeiten neu und nimmt Nordeuropa sowie Italien stärker ins Visier.
Mehr als 130 Hotels zählt die Business Unit Leonardo Hotels Central Europe derzeit, und die Zahl soll weiter steigen. Um die Expansion in Europa voranzutreiben, stellt das Unternehmen seine Development-Abteilung neu auf. Ein erweitertes Team und klar verteilte Verantwortlichkeiten sollen dafür sorgen, dass Leonardo seine etablierten Kernmärkte stärken und zugleich ausgewählte Wachstumsregionen erschließen kann.
Anlass für die Neuaufstellung sei das hohe Projektvolumen. Für 2026 erwartet Leonardo Hotels 28 neue Hotels im Portfolio, darunter rund 20 Häuser aus dem ehemaligen Revo-Bestand. Viele der in diesem Jahr abgeschlossenen Transaktionen ziehen in den kommenden Monaten umfangreiche Integrations-, Umbau- oder Renovierungsprojekte nach sich. Für 2027 rechnet die Gruppe derzeit mit rund 20 weiteren Neuzugängen.
Hinzu kommen etwa 30 Projekte aus den vergangenen Jahren, die das Team weiterhin betreut, darunter Umbauten und Renovierungen von Bestandshäusern. Mehrere Neubauten haben zudem ein fortgeschrittenes Stadium erreicht und sollen im kommenden Jahr eröffnen.
Erweiterte Development-Struktur
Martin Stegner verstärkt Leonardo Hotels als Development Director und Deputy VP for Development. Er verantwortet die Development-Aktivitäten in Zentraleuropa und vertritt Jan Heringa, Vice President Development und Project Management Leonardo Hotels Central Europe. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird auf dem Ausbau der Serviced-Apartment-Marke Master liegen. Stegner war zuvor Chief Development Officer bei Novum Hospitality und Revo Hospitality und bringt langjährige Erfahrung in der Hotellerie und im Transaktionsgeschäft mit.
Robert Ruschke, seit 2021 im Development-Team, rückt zum Deputy Development Director Central Europe auf. Er übernimmt künftig Verantwortung für die gesamte Region, mit Fokus auf den DACH-Raum und die osteuropäischen Märkte.
„Wir wollen unser Portfolio gezielt weiterentwickeln und in neuen Regionen Fuß fassen. Dabei geht es nicht um Wachstum um seiner selbst willen, sondern darum, die richtigen Projekte an den richtigen Standorten zu identifizieren und langfristig passende Partnerschaften aufzubauen“, betont Heringa. Die neue Struktur schaffe die Voraussetzungen, „Chancen zu nutzen und neue Potenziale in Europa zu erschließen“. Geografisch konzentriere sich die Hotelgruppe zunächst auf etablierte Kernregionen wie Deutschland. Hierzulande befinden sich aktuell rund 80 der mehr als 130 Hotels der Business Unit, bis zum Jahresende sollen weitere hinzukommen.
Kurs auf Skandinavien
Parallel bereite das Unternehmen den Einstieg in die nordischen Märkte vor. Als Director of Development für die nordischen Länder soll Björn Anker Gullaksen den Portfolioausbau in Nordeuropa vorantreiben. Im Fokus stünden vor allem die Hauptstädte Stockholm, Kopenhagen, Oslo, Helsinki und Reykjavik. Wachstum strebe Leonardo dort sowohl über Akquisitionen als auch über Pachtverträge an. Besonders interessant seien bestehende Hotels, die sich vergleichsweise schnell in eine der sieben Marken integrieren lassen.
In Italien betreibt Leonardo derzeit acht Hotels und ein Master-Apartmenthaus. Diese Präsenz soll in den kommenden Jahren wachsen. Dafür holt die Gruppe Niccolò Pravettoni als Business Development Manager Italy ins Team. Er war zuvor Head of Business Development bei der Líbere Hospitality Group. Bei Leonardo verantwortet er die weitere Expansion im Land und arbeitet dabei mit Eigentümern, Asset Managern und institutionellen Investoren zusammen. Im Visier habe er die großen Städte, ausgewählte Sekundärstandorte und wichtige Leisure-Destinationen.
Osteuropa und Frankreich im Blick
Weiteres Potenzial sehe die Hotelgruppe zudem in Tschechien, Rumänien, Ungarn und Polen, wo sie bereits vertreten ist. Expansionsmöglichkeiten, auch in der Slowakei oder in Slowenien, will das Unternehmen künftig entschlossener verfolgen und dafür einen Manager vor Ort ins Development-Team holen.
Auch in Frankreich will Leonardo wachsen und sucht derzeit einen Development Manager für das Land. Nachdem in diesem Jahr ein zweites Haus hinzugekommen ist, sollen weitere Hotels in Paris und anderen Städten folgen.
Stadthotels im Fokus, Leisure im Ausbau
Inhaltlich setze die Gruppe weiterhin auf gut positionierte Cityhotels, die das bestehende Portfolio sinnvoll ergänzen. Dazu würde klassische Business- und Tagungshotels ebenso wie Häuser mit Potenzial für die Weiterentwicklung etablierter Konzepte und Marken zählen. Zugleich soll das Leisure-Segment wachsen. Geprüft würden unterschiedliche Projektarten, von Neubauten und Konversionen über Bestandshotels bis zu schlüsselfertigen Turnkey-Projekten.
Zusätzliches Investitionskapital soll die Partnership IV liefern. Für sie erwartet Leonardo ein Gesamtvolumen zwischen 800 Millionen und einer Milliarde Euro. Die Mittel seien für den Ausbau der etablierten Märkte und die Expansion in neue Destinationen vorgesehen. red/sar
Über Leonardo Hotels Central Europe
Das Unternehmen mit Sitz in Berlin verantwortet ein Portfolio mit mehr als 23.000+ Zimmern in 56 Destinationen und elf Ländern: Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Spanien, Italien, Frankreich und Portugal. Seit der Eröffnung des ersten Hauses im Jahr 2007 zählt Leonardo Hotels zu den am schnellsten wachsenden Hotelketten Europas. Zuvor vor allem auf Geschäftsreisende fokussiert, expandiert das Unternehmen seit 2022 auch im Freizeitbereich. Die Markenfamilie umfasst: Leonardo Hotels, Leonardo Royal Hotels, Leonardo Boutique Hotels, Nyx Hotels by Leonardo Hotels und Leonardo Limited Edition.
Leonardo Hotels Central Europe gehört zur Fattal Hotel Group, die 1998 von David Fattal gegründet wurde. Die israelische Hotelgruppe verfügt derzeit über 315+ Hotels mit 56.000+ Zimmern in 21 Ländern und 135+ Destinationen und ist an der Tel Aviv Stock Exchange (TASE) gelistet.