Die Hamburger Hotelgruppe schließt 2025 mit 450,9 Millionen Euro Gesamterlös ab – ein Minus von 4,3 Prozent. Investitionen in die IHG-Integration prägten das Jahr.
Das familiengeführte Hamburger Unternehmen Novum Hospitality verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 Gesamterlöse von 450,9 Millionen Euro. Das entspricht einem Minus von 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 33,4 Millionen Euro, der Gross Operating Profit (GOP) auf 151 Millionen Euro. Der RevPar lag bei 59,2 Euro.
Gründe für den Umsatzrückgang
Maßgeblich für den Umsatzrückgang sei die laufende Integration von rund 40 Bestandshotels in die Markenwelten von IHG Hotels & Resorts gewesen. Die dafür notwendigen Modernisierungsmaßnahmen im Rahmen der Quality Improvement Plans (QPIPs) hätten temporäre Zimmersperrungen erfordert, die die verfügbaren Kapazitäten eingeschränkt hätten. CEO und Owner David Etmenan ordnete dies als kalkulierten Schritt ein: „Diese Effekte waren im Zuge der Maßnahmen absehbar und sind Teil unserer langfristigen Investition in die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit unseres Bestandsportfolios.“
Von den 40 integrierten Hotels entfielen 35 auf die Marke Garner, fünf auf Candlewood Suites. Für die Modernisierungs- und Rebrandingmaßnahmen im Zeitraum 2024 bis Ende 2026 plane Novum Gesamtinvestitionen von 48,5 Millionen Euro, davon entfielen 35 Millionen Euro allein auf das Geschäftsjahr 2025. Die vollständige Integration des relevanten Bestandsportfolios sei bis Mitte 2027 vorgesehen.
3 Eröffnungen, 8 neue Projekte gesichert
Parallel zum Rebranding des Bestandsportfolios eröffnete die Gruppe drei Häuser: Im März 2025 nahm das Holiday Inn – The Niu Flux in Passau mit 129 Zimmern den Betrieb auf, im Mai folgte das Candlewood Suites Berlin Charlottenburg mit 185 Zimmern – das Europadebüt der Extended-Stay-Marke von IHG. Im Juli öffnete das Holiday Inn – The Niu Pax mit 158 Zimmern am Berliner Flughafen.
Darüber hinaus sicherte Novum Hospitality im Jahresverlauf acht Neubauprojekte mit insgesamt rund 1.400 Zimmern, zwei davon als Owner-Operator-Projekte. Die Gesamtpipeline umfasst laut Unternehmen 27 Projekte mit rund 5.000 Zimmern, elf davon im Eigentum (Stand Oktober 2026). Im Upscale-Segment plant die Gruppe zudem zwei Voco Hotels in Berlin und Hamburg-Altona.
Neben dem operativen Hotelbetrieb baut die Hotelgruppe ihre Immobilienplattform Novum Real Estate DET gezielt aus. Die Bestandsimmobilien erwirtschaften nach Unternehmensangaben bereits jährliche Mieteinnahmen von rund 14 Millionen Euro. Die Entwicklungspipeline umfasst elf Hotels mit 2.113 Zimmern und Gesamtinvestitionskosten von rund 328 Millionen Euro; für drei Projekte mit 396 Zimmern ist die Finanzierung mit einem Investmentvolumen von rund 60,5 Millionen Euro bereits gesichert.
Nach Fertigstellung aller Projekte bis 2032 sollen die jährlichen Mieteinnahmen auf rund 35 Millionen Euro steigen – bei einer Kapitalisierungsrate von fünf Prozent entspräche das einem rechnerischen Portfoliowert von rund 700 Millionen Euro.
Ausblick auf 2026
„Die Entwicklung unseres Unternehmens betrachten wir nicht allein anhand kurzfristiger Kennzahlen. Entscheidend ist, wie wir unsere operative Performance verbessern, unsere bestehenden Hotels zukunftsfähig aufstellen und gleichzeitig neue Projekte für die kommenden Jahre sichern“, betont CEO Samira Etmenan.
Dieser Kurs soll im laufenden Geschäftsjahr fortgesetzt werden: Verbesserung der operativen Performance, Umsetzung gesicherter Projekte sowie Optimierung der Finanzierungsstruktur sollen den Wachstumskurs langfristig absichern. red/sar