Das Luxushotel schließt für Gäste. Hintergrund sind EU-Sanktionen gegen den iranischen Geschäftsmann Ali Ansari, an dessen Firmengeflecht die Hotelimmobilie hängt.
Das Hilton Frankfurt Gravenbruch nimmt derzeit keine Gäste mehr auf. Wie Hilton auf Anfrage von Tophotel bestätigte, ist das Hotel aktuell geschlossen. Bereits gebuchte Gäste würden in umliegende Hotels umgebucht. Der Eigentümer des Hauses habe zuvor Insolvenz angemeldet, ein Insolvenzverwalter sei eingesetzt worden.
Wie die Hessenschau berichtet, geht die Krise des Hotels auf EU-Sanktionen gegen den iranischen Geschäftsmann Ali Ansari zurück. Die EU hatte Ansari auf ihre Iran-Sanktionsliste gesetzt. Er soll über ein Firmengeflecht Vermögenswerte und Immobilien für Angehörige des iranischen Regimes erworben und dieses damit unterstützt haben.
Konten eingefroren
Die Sanktionen treffen das Hotel auf direktem Weg: Laut der Hessenschau war Ansari über das Handelsregister an zwei Unternehmen beteiligt – der Allsco GmbH als Eigentümerin der Immobilie und der Allsco Gravenbruch Hotelbetriebsgesellschaft. Infolge der Sanktionen seien die Konten beider Gesellschaften eingefroren worden. Daran ändere auch die Ende Juli gestellte Insolvenz nichts. Die Sperrung gelte trotz der Einsetzung eines vorläufigen Insolvenzverwalters fort.
Die Krise des Hotels zeichnete sich bereits ab. Mitte Juli berichtete das Handelsblatt unter Berufung auf Bloomberg, dass Hilton sich von dem Luxushotel trennen wolle. Grund seien ebenfalls Sanktionen gegen Ansari,in diesem Fall von US-Behörden verhängt. Die Zusammenarbeit zwischen der US-Hotelkette und dem Haus in Hessen besteht erst seit rund zwei Jahren. red/sar