Grand Metropolitan Hotels erklärt die Zusammenarbeit mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin in einer gemeinsamen Holding für gescheitert. Das operative Geschäft soll davon unberührt bleiben.
Grand Metropolitan Hotels (GMH) hat die Trennung von der gemeinsam mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) gehaltenen niederländischen Beteiligungsholding Grand Metropolitan Hotels Holding B.V. eingeleitet. Wie das Unternehmen mitteilt, sieht es die Zusammenarbeit in dem Joint Venture als gescheitert an. Aus Sicht von GMH befindet sich die Holding in einem Deadlock – wesentliche Finanzierungs- und Strukturentscheidungen seien blockiert.
„Wir haben eine gute wirtschaftliche Lösung für die Trennung der Gesellschafter angeboten“, sagt Martin R. Smura, Chairman der Grand Metropolitan Hotels Group. Die Hotelgruppe habe dem VZB die Übernahme dessen Minderheitsbeteiligung an der niederländischen Holding angeboten. Eine Einigung sei nicht zustande gekommen. Ebenso habe das VZB einer von GMH vorgeschlagenen Kapitalerhöhung nicht zugestimmt. Ein umgekehrtes Angebot – die Übernahme der GMH-Anteile durch das VZB – sei ebenfalls nicht angenommen worden.
Marken bleiben bei der Smura-Familienholding
Die Gesellschafterstruktur ist vielschichtig: Die Grand Metropolitan Hotels Holding B.V. in den Niederlanden ist eine Beteiligungsholding innerhalb der bisherigen Struktur. Die Smura-Familienholding hält rund 70 Prozent an dieser Gesellschaft; das VZB ist Minderheitsgesellschafter. Die Beteiligungen an Top International Hotels, Voile d'Or, Signature Hotels und weiteren Objekten werden zu 100 Prozent innerhalb der Grand Metropolitan Hotels Group gehalten. Diese befindet sich ausschließlich im Besitz der Smura-Familienholding.
GMH betont, dass die eingeleitete Trennung ausschließlich die niederländische Beteiligungsholding betreffe. „Sie ist ein abgegrenzter Business Case und nicht mit der gesamten Grand-Metropolitan-Hotels-Gruppe gleichzusetzen. Wir schaffen jetzt klare Verhältnisse und konzentrieren uns auf die eigenständige Weiterentwicklung unserer Gruppe und ihrer Marken“, stellt Smura klar.
Operatives Geschäft soll unberührt weiterlaufen
Das operative Geschäft von GMH umfasst Management-, Franchise- und Affiliation-Verträge, die Entwicklung eigener Hotelmarken sowie digitale und KI-gestützte Anwendungen für den Hotelbetrieb. Diese Aktivitäten liefen unabhängig von der niederländischen Holding weiter, so das Unternehmen.
Die gesellschaftsrechtliche und juristische Aufarbeitung des Joint Ventures werde getrennt vom operativen Geschäft durch beauftragte Rechtsberater weitergeführt. red/sar