Das Viersterne-Superior-Hotel baut bis Ende des Jahres einen neuen Westflügel, einen Panorama-Innenpool und ein überarbeitetes Sternerestaurant. Es ist das bislang größte Projekt des Familienbetriebs.
Hoch über dem Teinachtal gelegen, mit Blick in den Naturpark Nordschwarzwald, gehört das Kronelamm seit zwei Generationen zu den etablierten Adressen der Region. Nun steht das Hotel vor seinem bisher umfangreichsten Umbau. Bis Dezember 2026 sollen ein komplett neuer Gebäudeflügel, ein großzügig erweiterter Wellnessbereich und eine modernisierte Betriebsinfrastruktur entstehen. „Weil unser Grundstück am Hang liegt, konnten wir nicht wie früher Schritt für Schritt bauen – sondern mussten diesen Schritt jetzt in einem Zug gehen", sagt Hoteldirektorin Elisabeth Röber-Berlin. Einige strukturelle Gegebenheiten seien für die Zukunft schlicht nicht mehr tragfähig gewesen.
Hideaway- und Spa-Suiten im neuen Westflügel
Das Herzstück der Erweiterung bildet der geplante Westflügel mit 29 neuen Zimmern und Suiten. Besonders die Hideaway-Suiten sollen sich von allem abheben, was es in der Region bisher gibt: Auf 88 Quadratmetern sind ein Panoramafenster direkt vor dem Bett, eine private Sauna auf Balkon oder Terrasse, eine Whirlwanne unter freiem Himmel, ein Designkamin, eine Bar sowie eine Fitnesswand des Herstellers Nohrd vorgesehen.
Daneben plant das Hotel zwei Varianten von Spa-Suiten im neuen Flügel. Die Spa-Suite „Himmelnah“ soll in der obersten Etage liegen und einen weiten Blick über den Schwarzwald bieten, ergänzt durch eine Whirlwanne im Freien. Die Spa-Suite „Tannenmeer“ wird 64 Quadratmeter umfassen und zusätzlich über eine eigene finnische Sauna verfügen. Echtholzparkett und eine runde Lounge-Couch sollen in beiden Varianten für ein wohnliches Ambiente sorgen.
Seniorchef Rolf Berlin betont den Anspruch, dass sich der Neubau organisch in die bestehende Identität des Hauses einfügen soll: „Jeder Raum, jedes Material soll sich ehrlich anfühlen – bodenständig, nicht inszeniert.“ Man habe viel Zeit in Gespräche investiert, damit nicht nur ein neues Gebäude entstehe, sondern ein Ort, der sich wie das Kronelamm anfühle.
Panorama-Pool, Yoga-Raum und ein neues Konzept für das Sternerestaurant
Auch der Wellnessbereich des Hotels soll sich grundlegend verändern und einen neuen Namen erhalten. Geplant sind ein 20 Meter langer Panorama-Innenpool, ein Außen-Whirlpool in 28 Metern Höhe sowie neue Ruheräume, Sauna- und Infrarotbereiche. Ergänzt wird das Angebot durch einen Fitnessraum, einen Yoga-Bereich und einen Kreativraum, der zum Werken, Malen und Gestalten einladen soll.
Das Gourmetrestaurant, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist, steht ebenfalls vor einer Neuausrichtung. Es soll einen neuen Namen, ein neues Erscheinungsbild und ein überarbeitetes gastronomisches Konzept erhalten. „Der Moment, als wir zum ersten Mal im Rohbau des neuen Gourmetrestaurants standen war unglaublich – trotz jahrelanger Planung war uns bis dahin nicht klar, wie außergewöhnlich, beeindruckend und fast sprachlos machend die Aussicht dort ist“, sagt Küchendirektor Franz Berlin.
Neue Infrastruktur für Mitarbeitende
Neben den Gästebereichen investiert die Familie Berlin in die Betriebsinfrastruktur. Hinter den Kulissen entstehen eine neue klimatisierte Produktionsküche, eine moderne Spülküche, eine klimatisierte Waschküche sowie optimierte Bereiche für Anlieferung, Mülllagerung und Entsorgung. Für das Team sind ein Mitarbeiterbereich mit Umkleiden, einem eigenen Restaurant und einer Terrasse sowie neue Büroräume vorgesehen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energie- und Mobilitätsinfrastruktur. Die Heizungsanlage soll auf eine Kombination aus Luft-Wärmepumpe und Hackschnitzelanlage umgestellt werden, die bestehende Photovoltaikanlage wird ausgebaut. Zusätzlich ist ein neues Parkhaus mit 100 Stellplätzen und E-Ladestationen geplant, das sowohl den Anreisekomfort für Gäste verbessern als auch die betrieblichen Abläufe rund um das Hotel entlasten soll. red/sar