Strategie Whitbread schließt Markenrestaurants

Whitbread richtete sein Deutschlandgeschäft von Beginn an auf Hotels aus.
Whitbread richtete sein Deutschlandgeschäft von Beginn an auf Hotels aus. © Premier Inn

Der britische Hotelkonzern trennt sich von seinen verbliebenen Markenrestaurants und richtet Premier Inn künftig vollständig auf das Hotelgeschäft aus. Was das für das deutsche Geschäft bedeutet.

Der britische Konzern Whitbread, Eigentümer der Hotelmarke Premier Inn, will sich künftig vollständig auf das Hotelgeschäft konzentrieren. Medienberichten zufolge sollen alle verbleibenden 197 Markenrestaurants geschlossen werden. Im Zuge der Neuausrichtung könnten bis zu 3.800 Stellen wegfallen.

Hintergrund der Entscheidung ist ein stagnierender bereinigter Gewinn vor Steuern von 483 Millionen Pfund im Geschäftsjahr 2026. Mit einem neuen Fünfjahresplan will Whitbread den Gewinn durch die Transformation zum reinen Hotelunternehmen um rund 275 Millionen Pfund steigern.

Deutschlandgeschäft bleibt unverändert

Auf Nachfrage der Tophotel-Redaktion betont Premier Inn, dass sich für den deutschen Markt keine grundlegenden Veränderungen ergeben würden. „Unser Geschäftsmodell ist in Deutschland von Anfang an klar auf das Kerngeschäft Hotel ausgerichtet“, erklärt das Unternehmen.

Zugleich verweist Premier Inn auf die positive Entwicklung des Deutschlandgeschäfts. „Zehn Jahre nach unserem Markteintritt haben wir erstmals Profitabilität erreicht und sehen darin eine Bestätigung, dass wir hier gut angekommen sind“, so das Statement weiter.

Mit derzeit 71 Hotels habe Premier Inn in Deutschland inzwischen eine „kritische Masse und eine belastbare Marktposition“ aufgebaut. Nach der Aufbauphase liege der Fokus nun auf profitablem Wachstum. „Mit 13 Neueröffnungen ist 2026 ein besonderes Jahr für uns und unterstreicht unseren Anspruch, unsere Position im deutschen Markt weiter auszubauen“, teilt das Unternehmen mit. red/sar