Luxushotellerie Primestar führt June Lux ein

Boris Simm, Managing Director der Primestar Group: „Mit June Lux und dem umfassenden June-Ökosystem sind wir in der Lage, ein hochgradig anpassungsfähiges Produkt anzubieten.“
Boris Simm, Managing Director der Primestar Group: „Mit June Lux und dem umfassenden June-Ökosystem sind wir in der Lage, ein hochgradig anpassungsfähiges Produkt anzubieten.“ © Privat

Der Hotelbetreiber erweitert sein June-Ökosystem um eine Luxusmarke. Statt auf klassische Sterneklassifizierung setzt die neue Brand auf Digitalisierung, Design und einen modularen Ansatz.

Seit 2022 bündelt die Primestar Group ihre Marken unter dem Dach „Travel Work Live.“ – nun erweitert sie dieses Ökosystem. Mit June Lux will das Unternehmen ins Luxussegment vorstoßen, dabei aber einen eigenen Weg gehen: Statt sich an klassischen Sternekategorien zu orientieren, soll die Marke auf urbanen Lifestyle, Design und durchgängig digitale Prozesse setzen. Luxusleistungen würden dabei nicht ersetzt, sondern durch Technologie und modulare Konzepte neu interpretiert.

Ronald Giese, Managing Director der Primestar Group, bezeichnet die Einführung von June Lux als „logischen nächsten Schritt“, um den integrierten Ansatz ins Luxussegment zu übertragen und dabei der „Kernidee von Flexibilität und Innovation treu zu bleiben.“ Boris Simm, ebenfalls Managing Director, verweist auf den Branchentrend zu Digitalisierung, Effizienz und neuen Nutzungskonzepten. Mit June Lux und dem June-Ökosystem sei man in der Lage, „ein hochgradig anpassungsfähiges Produkt anzubieten, das Reisen, Arbeiten und Wohnen auf skalierbare und zukunftssichere Weise miteinander verbindet.“

Digitale Services als Kern des Luxuskonzepts

Im Zentrum von June Lux steht laut Primestar eine vollständig digitale Customer Journey. Konkret nennt das Unternehmen einen Whatsapp-basierten Check-in sowie KI-gestützte digitale Concierge-Dienste. Die klassische Hotelrezeption soll dabei nicht verschwinden, sondern als hochwertiger Concierge-Touchpoint fungieren, der persönlichen Service mit digitaler Effizienz verbinde. Ziel sei es, physischen Raum und digitale Services zu einer durchgängigen Gästeerfahrung zusammenzuführen.

Auch kleinere Serviceangebote sollen diesen Ansatz unterstreichen: Mit dem hauseigenen Dienst June Barista etwa können Gäste ihren Kaffee per Smartphone vom Bett aus bestellen und ohne Wartezeit frisch zubereitet erhalten. Dieser und ähnliche Services sind nicht exklusiv für June Lux, sondern steht über das gesamte June-Portfolio hinweg zur Verfügung.

Modulares Ökosystem statt Einzelmarke

Der Hotelbetreiber versteht June Lux als Erweiterung des bestehenden June-Ökosystems. Dieses besteht aus den Submarken June Six für urbane Kurzaufenthalte mit Fokus auf Design und Community, June Stay für längere, wohnlich orientierte Aufenthalte sowie Worx als integrierte Workspace-Marke, die in allen June-Submarken enthalten ist. Die verschiedenen Bausteine lassen sich laut dem Unternehmen flexibel und standortspezifisch kombinieren – von Kurzzeitaufenthalten über Long Stay und Arbeitswelten bis hin zum neuen Luxussegment.

Primestar plant nach eigenen Angaben, insbesondere die Kombination aus June Six und June Stay weiter auszubauen und so den modularen Ansatz gezielt zu stärken. June Lux ergänzt dieses System nun nach oben.

Kürzlich hat die Primestar Group zudem bekanntgegeben, mit dem in Entwicklung befindlichen Projekt Hilton Elbtower offiziell in das Fünfsterne-Luxussegment einzutreten. red/sar