Das Restaurant im Steigenberger Hotel Herrenhof Wien hat eine neue kulinarische Leitung: Norbert Zauchinger will dort klassische Wiener Gerichte modern interpretieren.
Das Steigenberger Hotel Herrenhof in Wien hat Norbert Zauchinger als neuen Chef de Cuisine für sein Restaurant Béla Béla verpflichtet. Der Küchenchef bringt umfangreiche Erfahrung aus verschiedenen Stationen in der gehobenen Gastronomie mit. Zuletzt war er als Executive Chef im Restaurant „Twenty Two“ im Clarion Hotel am Wienerberg tätig. Davor arbeitete er unter anderem bei „Do&Co“ in London, im Hotel am Konzerthaus, im Restaurant „Das Wieden“ sowie bei Joseph Brot.
Generaldirektorin Elisabeth Perwanger bezeichnet die Personalie als bewusste Entscheidung für eine stärkere gastronomische Identität des Hauses: „Mit Norbert Zauchinger gewinnen wir nicht nur einen Küchenchef mit klarem kulinarischem Profil, sondern auch einen Gastgeber, der unsere Vision von zeitgemäßer Wiener Gastlichkeit authentisch auf die Teller bringt.“ Es gehe darum, Gästen Erlebnisse zu bieten, die eine emotionale Verbindung zwischen dem Ort, seiner Geschichte und dem Genuss schaffen, so Perwanger.
Storytelling Dishes als kulinarisches Konzept
Zauchinger soll eine Küche weiterentwickeln, die klassische österreichische Kulinarik mit zeitgemäßen Anklängen verbindet. Regionalität und hochwertige Produkte aus dem unmittelbaren Umfeld spielen dabei eine zentrale Rolle. Ein besonderes Element des neuen Konzepts sind die sogenannten „Storytelling Dishes“ – Kreationen, die kulinarische Geschichten aus Wien und der direkten Umgebung des Hotels aufgreifen sollen. Historische Rezepturen, lokale Persönlichkeiten und die Geschichte des Herrenhofs dienen als Inspirationsquelle.
Der Küchenchef selbst beschreibt seine Philosophie als von der Fusionküche geprägt, bei der bekannte Klassiker neu interpretiert werden. „Man muss dem Wiener Gast etwas bieten, das er so nicht zu Hause oder in einem anderen Lokal bekommt“, sagt Zauchinger. Besondere Zutaten, überraschende Texturen und ungewohnte Zubereitungsarten stünden im Mittelpunkt. Traditionelle Gerichte wie Grammelknödel blieben auf der Karte – allerdings nur „in einer Ausführung auf höchstem Niveau und zubereitet mit den besten Produkten, die das Grätzl zu bieten hat“, so der Küchenchef. red/sar