Update Revo: Insolvenzverfahren eröffnet

Von der Insolvenz betroffen: Das Hyperion Hotel in München gehört zu den mehr 60 H-Hotels, die Revo Hospitality erst Anfang des Jahres übernommen hatte.
Von der Insolvenz betroffen: Das Hyperion Hotel in München gehört zu den mehr 60 H-Hotels, die Revo Hospitality erst Anfang des Jahres übernommen hatte. © Revo Hospitality Group

Für die 175 Hotels der Revo Hospitality Group haben die Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung begonnen. Der Hotelbetrieb läuft nach Angaben des Unternehmens stabil weiter.

Rund zweieinhalb Monate nach dem ersten Insolvenzantrag Mitte Januar sind die Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die 175 Hotels der Revo Hospitality Group Anfang April eröffnet worden. Wie der Mulitbrand-Hotelbetreiber in einem Statement mitteilt, werden sämtliche betroffene Häuser fortgeführt und können weiterhin regulär gebucht werden. Das Unternehmen, das insgesamt mehr als 200 Hotels in zwölf europäischen Ländern betreibt, hatte zunächst für 125 Hotels beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz angemeldet, bevor weitere Gesellschaften folgten.

Nach dem Auslaufen des Insolvenzgelds Ende März zahlen die Betriebsgesellschaften die Gehälter der rund 5.500 Mitarbeitenden seit April wieder selbst – finanziert aus dem laufenden Geschäftsbetrieb, heißt es weiter von Revo. Das Unternehmen bewertet die Lage der Hotelbetriebe als stabil und verweist auf eine erfolgreiche Frühjahrsmessen-Saison, die zur wirtschaftlichen Erholung beitrage.

Verkaufsprozess in zwei Phasen

Das Investoreninteresse an einer Übernahme der Revo-Gruppe oder wesentlicher Teile davon ist laut dem Unternehmen groß. Mehr als hundert Interessenten hätten die bereitgestellten Unterlagen geprüft, um sich ein Bild von den einzelnen Häusern zu machen. Der Verkaufsprozess ist in zwei Phasen gegliedert: Bis Anfang April sollen die Interessenten indikative Angebote einreichen. Daran schließt sich eine zweite Phase an, die voraussichtlich bis Ende April 2026 dauert und in der verbindliche Angebote abgegeben werden sollen. Mit Blick auf das starke Investoreninteresse betont Revo, dass keine weiteren Schließungen von Hotels in Eigenverwaltung vorgesehen seien. red/sar