Der französische Hotelkonzern Accor gibt seinen 30,56-Prozent-Anteil an Essendi ab. Ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM soll bis zu 975 Millionen Euro zahlen.
Accor und der US-Finanzinvestor Blackstone haben eine Absichtserklärung über den Verkauf der Accor-Beteiligung an der Gesellschaft Essendi (ehemals Accor Invest) unterzeichnet. Laut der Mitteilung soll ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM die Anteile übernehmen. Der Kaufpreis beläuft sich auf bis zu 975 Millionen Euro – aufgeteilt in 675 Millionen Euro, die bei Abschluss der Transaktion fällig werden, sowie eine erfolgsabhängige Earn-out-Zahlung von bis zu 300 Millionen Euro.
Franchise-Strategie als Kern des Deals
Der Verkauf ist Teil einer umfassenderen strategischen Neuausrichtung bei Accor. Laut dem Konzern soll das gesamte Hotelportfolio von Essendi schrittweise auf Franchiseverträge umgestellt werden. Damit verfolgt Accor das Ziel, sein Geschäftsmodell zu vereinfachen und die Ertragsbasis widerstandsfähiger und planbarer zu gestalten.
Sämtliche Hotels des Portfolios sollen weiterhin unter den Marken des Hotelkonzerns betrieben werden – allerdings künftig mit neuen Franchiseverträgen, die eine Laufzeit von 20 Jahren vorsehen. Accor betont, dass die Transaktion im Einklang mit der Entwicklung des wiederkehrenden Ebitda stehe, wie sie auf dem Capital Markets Day am 27. Juni 2023 vorgestellt wurde.
Die Transaktion soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden. Voraussetzung dafür ist der Abschluss einer Aktionärsvereinbarung zwischen Blackstone und den übrigen Essendi-Aktionären sowie die üblichen behördlichen und kartellrechtlichen Genehmigungen. Im Fall eines erfolgreichen Abschlusses kündigt Accor an, den Großteil des Verkaufserlöses über ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 500 Millionen Euro an die Aktionäre zurückzugeben. Bereits jetzt startet das Unternehmen eine erste Tranche dieses Programms in Höhe von 225 Millionen Euro. red/sar