Später buchen, seltener stornieren, länger bleiben – aktuelle Siteminder-Daten zeigen einen klaren Trend im deutschen Ostergeschäft.
Die Gästeakquisitions- und Umsatzplattform Siteminder hat Buchungsdaten rund um die Osterfeiertage 2026 ausgewertet. Demnach sind die Hotelbuchungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 5,22 Prozent gestiegen. Europaweit fällt der Zuwachs mit rund zwölf Prozent sogar noch deutlicher aus. Auffällig ist laut Siteminder jedoch weniger das Volumen als vielmehr die Qualität der Nachfrage: Gäste buchen zwar später, halten ihre Reservierungen aber zuverlässiger ein.
Sinkende Stornierungsrate
Beim Stornierungsverhalten unterscheiden sich die deutschen Zahlen vom europäischen Durchschnitt. Die Zahl der Stornierungen ist laut Siteminder im Vorjahresvergleich um 10,72 Prozent zurückgegangen. Im europäischen Durchschnitt lag der Rückgang bei 4,84 Prozent. Deutschland verzeichnet damit unter allen untersuchten Märkten den größten Rückgang.
Gleichzeitig hat sich die durchschnittliche Buchungsvorlaufzeit verkürzt. Laut den Siteminder-Daten sank sie von knapp 66 Tagen im Vorjahr auf rund 61 Tage – ein Minus von 7,68 Prozent, gemessen jeweils 17 Tage vor Ostern. Dieser Wert liegt nahe am europäischen Durchschnitt von minus 7,09 Prozent. Kürzere Vorlaufzeiten gingen demnach nicht mit einer höheren Stornierungsquote einher.
So entwickeln sich Aufenthaltsdauer und Zimmerpreise
Wie Siteminder weiter mitteilt, bleiben Gäste in deutschen Hotels über die Osterfeiertage länger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg um 5,98 Prozent auf 1,95 Tage. Trotz steigender Buchungszahlen und geringerer Stornierungsquote haben deutsche Hotels ihre Preise nicht angehoben. Der durchschnittliche Tagespreis (ADR) sank leicht um 2,7 Prozent auf 171,23 Euro. Die Plattform führt dies darauf zurück, dass Hoteliers Auslastung und Wettbewerbsfähigkeit gegenüber kurzfristigen Preiserhöhungen priorisieren.
„Auch wenn Ostern dieses Jahr früher im Kalender liegt, legen Reisende eindeutig Wert auf einen Urlaub. Dies geschieht in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld: Reisende buchen später und passen ihre Pläne unterwegs an“, sagt James Bishop, Vice President für strategische Partnerschaften bei Siteminder, abschließend. red/sar
Über die Daten
Die Analyse von Siteminder basiert auf anonymisierten Daten von Hotels, die die Plattform in Deutschland, Spanien, Frankreich, Portugal, Italien und Großbritannien nutzen. Dabei werden die Ergebnisse von Ostern 2025 (17. bis 21. April) und Ostern 2026 (2. bis 6. April) verglichen, gemessen 17 Tage vor dem jeweiligen Zeitraum.