Die Hotelgruppe eröffnet Ende März 2026 ihr zweites Wiener Haus. Mitten im Spittelberg-Viertel ist ein Haus mit 132 Zimmern und einem kuratierten Kunstprogramm entstanden.
Am 30. März 2026 öffnet in der Kirchberggasse 6 im siebten Wiener Gemeindebezirk das Miiro Spittelberg seine Türen. Mit 132 Zimmern und Suiten liegt das Hotel nur wenige Gehminuten vom Museumsquartier entfernt. Zum Angebot gehören das Restaurant „Poco“, eine hauseigene Bar, ein rund um die Uhr zugängliches Fitnessstudio sowie ein sogenannter Refresh Room – ein für die Marke typisches Konzept, das Gästen vor dem Check-in und nach dem Check-out Auffrischungsmöglichkeiten bietet.
Hinter der Marke Miiro steht eine in London ansässige Hotelgruppe, die unter dem Leitmotiv „Brilliantly Considered Stays“ Hotels in europäischen Städten betreibt. Geführt wird das Unternehmen von CEO Neena Gupta; die Leitung des Wiener Hauses übernimmt General Manager Dirk Jan Doek. Mit dem Spittelberg-Standort baut Miiro seine Präsenz in Wien weiter aus – es handelt sich um das zweite Haus in der Stadt.
Ein Viertel als Inspirationsquelle
Den neuen Standort habe Miiro bewusst gewählt. Der Spittelberg, einst ein von Handwerk geprägtes Viertel, gilt heute als eines der kreativsten Grätzel Wiens – mit kleinteiliger Gastronomie, Galerien, Innenhöfen und kulturellen Einrichtungen. Das Hotel verfolgt einen dezidiert nachbarschaftsbezogenen Ansatz: Jedes Miiro-Haus soll den Charakter seines Viertels aufnehmen und Aufenthalte ermöglichen, die lokal verankert und alltagstauglich sind. Konkret setzt das Spittelberg-Haus auf eine offene Erdgeschoßzone, die Hotel, Gastronomie und umliegende Nachbarschaft räumlich miteinander verbinden soll.
„Mit Miiro entwickeln wir Hotels in Stadtvierteln mit starker Identität. Unser Ziel ist es, Häuser zu schaffen, die mit ihrer Umgebung verbunden sind und den Charakter des jeweiligen Ortes erfahrbar machen“, sagt Neena Gupta.
Klare Struktur und urbane Gastlichkeit
Für die Architektur verantwortlich zeichnet GabrielKacerovsky von Archisphere. Er entwickelte ein urbanes Townhouse-Hotel mit räumlicher Ordnung, reduzierter Materialpalette und einer zurückhaltenden Gestaltung, bei der Funktion, Aufenthaltsqualität und zeitgemäße Gastlichkeit im Zentrum stehen. „Das Haus wurde als Teil des Spittelbergs gedacht – mit klarer Struktur, offenen Übergängen und einem Verständnis von Gastlichkeit, das Architektur, Nachbarschaft und Kultur zusammenführt“, sagt Architekt Kacerovsky.
Im Inneren dominieren Stein, geölte Eiche, Kalkputz, Wolle und Samt. In den Zimmern werden geöltes Holz und kühle Weißtöne mit kräftigen Farbakzenten kombiniert, die Atmosphäre wird als bewusst textil und akustisch gedämpft beschrieben. Die Bäder sind mit weißen Fliesen, verchromten Armaturen und Steinböden schlicht gehalten. Im Restaurant Poco setzen die Gestalter auf Terrakotta-Töne, Fliesenböden, Spiegel und Messingdetails.
Zimmer für Städtereisende
Die 132 Zimmer und Suiten gliedern sich in mehrere Kategorien: von Twin Rooms über Deluxe Rooms und Deluxe Studios bis zur Spittelberg Suite. Zur Standardausstattung zählen offene Regenduschen, Pflegeprodukte von Le Labo, eine Leseecke, eine Minibar sowie kostenloses WLAN. Klimatisierung und Beleuchtung lassen sich per Knopfdruck anpassen. Je nach Kategorie kommen zusätzliche Aufenthaltsbereiche oder Terrassen hinzu. Die Deluxe Studios und die Spittelberg Suite verfügen über Schlafsofas und sollen sich damit auch für Familien oder längere Aufenthalte eignen.
Wer bei einem mehrtägigen Aufenthalt an einem Tag auf das Housekeeping verzichtet, wird auf einen Drink an der Bar eingeladen – eine kleine Geste, die Nachhaltigkeit mit Gastfreundschaft verbindet.
Kunst als Teil der Raumgestaltung
Einen zentralen Stellenwert im Hotel nimmt Kunst ein. In den öffentlichen Bereichen und den Zimmern hängen Arbeiten von Christian Ludwig Attersee, Kurt Moldovan, Josef Mikl, Hubert Pfaffenbichler, Heimo Zobernig und Cornelius Kolig. Im Refresh Room sind Werke von Helen Mae LaCroix installiert.
Einen eigenständigen Akzent setzt der Wiener Künstler Florian Metzler, der unter dem Namen @Flowsofly arbeitet. Er hat die Decken im Eingangsbereich, an der Rezeption und in der Bar gestaltet. Dabei handelt es sich um eine abstrakte, ortsbezogene Intervention, die das Haus um eine zeitgenössische Position aus der Wiener Szene ergänzt. Die geschwungenen Linien sollen den Blick nach oben lenken und, so die Beschreibung des Hotels, an vorbeiziehende Wolken erinnern. red/sar
Über Miiro
Miiro ist eine junge Hotelgruppe mit Sitz in London, die innerhalb von eineinhalb Jahren fünf neue Häuser auf den europäischen Markt bringt. Bereits eröffnete Häuser sind:
- Le Grand Hôtel Cayré, Paris (Juli 2024)
- Borneta, Barcelona (August 2024)
- The Mansard, Gstaad (November 2024)
- Templeton Garden, London (April 2025)
- Palais Rudolf, Wien (November 2025)