#Monotalk Familie Bareiss über Familienhotellerie

Zwei Generationen, ein Anspruch: (von links) Hermann, Britta und Hannes Bareiss führen das Hotel Bareiss im Schwarzwald mit gelebter Tradition und unternehmerischem Weitblick.
Zwei Generationen, ein Anspruch: (von links) Hermann, Britta und Hannes Bareiss führen das Hotel Bareiss im Schwarzwald mit gelebter Tradition und unternehmerischem Weitblick. © Hotel Bareiss/www.guenterstandl.de

Zum 75-jährigen Jubiläum sprechen Britta, Hannes und Hermann Bareiss über inhabergeführtes Unternehmertum – mit klarer Nachfolgestrategie und dem Willen, Tradition stetig weiterzuentwickeln.

„Für den Gast gibt es kein Nein.“ Dieser Satz von Hermine Bareiss prägt das Selbstverständnis im Fünfsterne-Superior-Hotel Bareiss in Baiersbronn-Mitteltal bis heute. Zum 75-jährigen Bestehen des Hauses sprechen Britta, Hannes und Hermann Bareiss über die Verantwortung, ein Familienunternehmen langfristig zu führen. Der Monotalk zeigt, wie inhabergeführtes Unternehmertum in der Spitzenhotellerie funktionieren kann: mit klarer Nachfolgestrategie, konsequenter Reinvestition und der Bereitschaft, Tradition immer wieder weiterzuentwickeln.

Tophotel: 75 Jahre Hotel Bareiss – was steckt hinter dem vielzitierten „Bareiss-Feeling“?

Hannes Bareiss: Das Bareiss-Feeling entsteht nicht allein durch Ausstattung oder Angebotsbreite, sondern durch eine konsequent gelebte Gastgeberkultur. Es ist die Philosophie meiner Großmutter, die bis heute von vielen langjährigen Mitarbeitenden getragen wird. Diese Kontinuität schafft Vertrauen – bei Gästen wie bei Mitarbeitenden. Ein zentraler Faktor ist zudem die sichtbare Präsenz unserer Familie. Wir führen das Haus nicht anonym, sondern persönlich. Das schafft Vertrauen und Identifikation. Gleichzeitig entwickeln wir das Produkt kontinuierlich weiter und investieren mit langfristiger Perspektive. Tradition und strategische Evolution gehen bei uns Hand in Hand – daraus entsteht Identität.

Britta Bareiss: Im Kern geht es um persönliche Bindung. Unsere Gäste werden mit Namen begrüßt, rund 80 Prozent sind Stammgäste. Viele empfinden das Bareiss als zweites Zuhause. Dieses Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit, Präsenz der Familie und eine Atmosphäre, die gewachsen ist. Davon gibt es nicht mehr viele Häuser.

Tradition spielt bei Ihnen eine große Rolle. Was ist nicht verhandelbar?

Hannes Bareiss: Der zentrale Satz meiner Großmutter lautete: „Für den Gast gibt es kein Nein.“ Das bedeutet keine Grenzenlosigkeit, sondern Lösungsorientierung. Wir suchen Wege, denken vom Gast aus. Diese Servicehaltung prägt das gesamte Haus – vom täglichen Umgang mit Gästen bis zur Kulinarik. Das ist unser Kern …

>> Das komplette Interview lesen Sie in der neuen Tophotel Ausgabe 3-4/2026.