Von Future Food bis Robotik: Die Fachmesse hat mit neuen Themenbereichen Akzente gesetzt – und rund 85.000 Besuchende sowie mehr als 1.200 Ausstellende nach Hamburg gezogen.
Kostendruck, Fachkräftemangel, Digitalisierung – die Herausforderungen für Gastronomie und Hotellerie sind groß. Dass die Branche dennoch nach vorne blickt, zeigte die Internorga vom 13. bis 17. März in Hamburg. Rund 85.000 Fachbesuchende und mehr als 1.200 Ausstellende kamen zusammen, um sich über Trends und Innovationen auszutauschen. Die Ausstellungsfläche wuchs, der Anteil internationaler Aussteller stieg auf 25 Prozent.
Neue Halle B5 als Innovationszentrum
Ein zentrales Element der diesjährigen Messe war die neu strukturierte Halle B5. Erstmals seit sechs Jahren waren dort wieder Ausstellende aus den Bereichen Start-ups und Getränke vertreten. Hinzu kamen eine Newcomers Area, der Trendbereich Future Food, eine Bühne des Foodlab-Formats „What the Food!" sowie Präsentationen zu Robotik-Anwendungen in der Gastronomie. Eine Deep Dive Area und die Afterwork-Lounge „Off the Record“ ergänzten das Angebot.
„Die Mischung aus Start-ups, Newcomern, Drinks, Future Food und Zukunftsthemen wie Robotics hat eine Dynamik erzeugt, die perfekt zur Internorga passt“, so Matthias Balz, Director der Messe. „Für mich ist das in diesem Jahr ganz klar ein Sinnbild für Innovationskraft, Aufbruchsstimmung und die enorme Energie, die diese Messe und die gesamte Branche auszeichnet.“
>> Die kommende Internorga findet vom 12. bis 16. März 2027 statt.
Input für die Branche: Von Green Hospitality bis Weinwelt
Mit der Neustrukturierung der Ausstellungsbereiche gewann der Bereich Living & Dining deutlich an Fläche und war 2026 erstmals in fünf Hallen vertreten. Themen wie Einrichtung, Ausstattung und nachhaltige Hospitality-Konzepte erhielten damit mehr Raum. Die neue Green Hospitality Conference widmete sich gezielt nachhaltigen Ansätzen für die Branche. Auch das Thema Wein gewann an Bedeutung: Neben professionellen Verkostungen im Rahmen des „Wine Tasting by Pese-Wein" feierte die neue Weinwelt Premiere. In Kooperation mit Wein Weber präsentierten dort rund 30 Winzer ihre Kollektionen.
Mit vier Nationenpavillons und einem Viertel der Ausstellenden aus dem Ausland unterstrich die Messe zudem ihren internationalen Anspruch. „Die globale Beteiligung zeigt, wie relevant die Internorga weit über Deutschland hinaus ist“, sagte Heiko M. Stutzinger, CEO der Hamburg Messe und Congress. Die Messe verbinde weltweite Perspektiven mit der besonderen Atmosphäre Hamburgs als Stadt des Austauschs und der Offenheit.
Positive Resonanz
Das Fazit zur Messe fiel nach Angaben der Veranstalter durchweg positiv aus. Laut einer Erhebung eines unabhängigen Marktforschungsinstituts zeigten sich 92 Prozent der befragten Besuchenden mit dem Messeangebot sehr zufrieden. 94 Prozent würden die Fachmesse weiterempfehlen.
Christian Strootmann, Vorsitzender des Internorga-Messebeirats und Managing Director bei Zwiesel Fortessa, sprach von einer „hohen Qualität der Gespräche“ und einer Resonanz, die die Erwartungen übertroffen habe. Die Atmosphäre sei von echten Zukunftsfragen und einem inspirierenden Miteinander geprägt gewesen. red/sar