Kündigung Dorint Hotel in Bremen schließt Ende März

Dorint hat das Bremer Haus seit 2019 betrieben.
Dorint hat das Bremer Haus seit 2019 betrieben. © Dorint Hotel Bremen

Die Kölner Hotelgruppe Dorint hat das Hotel am Bremer Hillmannplatz außerordentlich gekündigt. Das Haus mit 230 Zimmern soll zum Monatsende den Betrieb einstellen. Was dahintersteckt.

Aus für das Dorint Hotel am Bremer Hillmannplatz: Die Kölner Hotelgruppe hat den Pachtvertrag außerordentlich gekündigt. Als Grund nennt das Unternehmen in einem Statement langfristige bauliche Mängel, die der Eigentümer nicht beseitigt habe. Diese machten laut Dorint „eine qualitative und sichere Fortführung des Hotelbetriebes unmöglich“. Das Unternehmen bedauere die Kurzfristigkeit und hätte sich „einen gemeinsamen Lösungsansatz zum Fortbestand des Hotels" gewünscht.

Dorint betreibt das Haus seit 2019, als die Gruppe es vom französischen Konzern Accor übernahm, der es zuvor als Swissôtel geführt hatte.

Eigentümer widerspricht Dorint

Der Eigentümer des Gebäudes, Michael Grothe, weist die Vorwürfe zurück. Gegenüber Radio Bremen bezeichnete er die Begründung von Dorint als „schlicht und ergreifend falsch“. Die Kündigung halte er für nicht rechtswirksam, sein Anwalt sei bereits eingeschaltet.

Was bedeutet die Schließung für Mitarbeitende und Gäste?

Für die Beschäftigten des Hotels will Dorint nach eigenen Angaben Alternativen schaffen. Allen Mitarbeitenden sollen offene Positionen im Bremer Parkhotel oder an anderen Standorten innerhalb der Hotelgruppe angeboten werden. „Die Auszubildenden erhalten ein Angebot vom Bremer Schwesterhotel, dem Parkhotel Bremen, und können direkt übernommen werden“, heißt es in dem Statement der Hotelgruppe.

Auch Gäste, die bereits gebucht haben, sollen eine Lösung erhalten: Betroffene würden von Dorint oder ihrem jeweiligen Buchungsanbieter kontaktiert. Sofern Kapazitäten vorhanden seien, könnten sie preisgleich ins Fünfsterne-Parkhotel Bremen umgebucht werden. red/sar