Der US-Hotelkonzern hat 2025 allein im deutschsprachigen Raum 27 Hotels eröffnet. Für 2026 sind weitere Eröffnungen geplant, darunter ein neues Luxushotel in Frankfurt.
Marriott International hat im vergangenen Jahr seine Präsenz in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich ausgebaut. Insgesamt eröffnete das Hotelunternehmen 27 Hotels, womit das Portfolio in der DACH-Region auf 202 Häuser anwuchs. Auffällig dabei: Rund 80 Prozent der neuen Standorte gingen auf sogenannte Konvertierungsprojekte zurück – also auf die Überführung bereits bestehender Hotels unter eine Marriott-Marke. Zusätzlich wurden laut Marriott 25 neue Hotelprojekte vertraglich vereinbart.
„2025 haben wir unsere bestehenden Beziehungen zu Eigentümern und Franchisepartnern weiter gestärkt und das Jahr mit einem Portfolio von 202 Hotels in der DACH-Region abgeschlossen“, sagt Stefan Kühr, Regional Vice President Germany, Austria, Switzerland.
Midscale-Segment treibt Wachstum in Deutschland
Den größten Anteil am Wachstum im DACH-Raum hatte Deutschland mit 19 Hoteleröffnungen. Wesentlicher Treiber war laut Marriott die Marke Four Points Flex by Sheraton, die 2025 erstmals auf dem deutschen Markt eingeführt wurde. Die Marke setzt auf ein Konvertierungsmodell im mittleren Preissegment und startete mit Häusern in Bochum, Koblenz, Essen, Göttingen, Östringen sowie am Flughafen Düsseldorf. Ergänzend eröffnete Four Points by Sheraton neue Hotels an der Münchner Messe und in Offenbach. Die Lifestyle-Marke Moxy kam mit zwei weiteren Standorten hinzu: in Kupferzell Hohenlohe und in Hamburg Finkenwerder.
Auch die Kollektionsmarken des Konzerns wuchsen in Deutschland. Die Autograph Collection nahm unter anderem das Louis C. Jacob in Hamburg, das Roomers Frankfurt Central und das Bollants Spa im Park in Bad Sobernheim auf. Tribute Portfolio erweiterte sein Angebot mit dem Flesslers Lenggries im bayerischen Isarwinkel. Design Hotels steuerte vier Neuzugänge bei: das Hotel Liberty in Offenburg, den Mauritzhof Hotel Münster, das KPM Hotel & Residences Berlin sowie das Seegut Zeppelin in Friedrichshafen. Zum Jahresende umfasste das deutsche Portfolio 141 Hotels mit mehr als 27.000 Zimmern in 19 Marken.
Neue Marken in Österreich
In Österreich kamen drei Hotels hinzu. Durch eine Kooperation mit Verkehrsbüro Hospitality wurden zwei Austria Trend Hotels in Four Points Flex by Sheraton umgewandelt – am Wiener Hauptbahnhof und an der Salzburger Messe. Damit hielt die Marke erstmals Einzug in Österreich. Die strategische Vereinbarung sieht laut Marriott vor, insgesamt fünf Austria Trend Hotels in verschiedene Marriott-Marken zu überführen, darunter Tribute Portfolio, AC Hotels und Four Points Flex by Sheraton. Zudem erweiterte das Stiegnhaus in Mühlbach am Hochkönig mit sechs Suiten das Portfolio von Design Hotels. Österreich zählte Ende 2025 insgesamt 25 Marriott-Hotels mit mehr als 4.000 Zimmern in 15 Marken.
Schweiz profitiert von Citizen-M-Übernahme
In der Schweiz wuchs das Portfolio um fünf Hotels auf insgesamt 33 Häuser mit mehr als 4.000 Zimmern in 13 Marken. Zwei Neuzugänge ergaben sich unmittelbar aus der Übernahme der Marke Citizen M: Das Citizen M Zurich und das Citizen M Geneva wurden in das operative Portfolio von Marriott integriert. Beide Hotels setzen auf kompakte Raumnutzung, technologiegestützten Service und zentrale Innenstadtlagen mit Fokus auf Kunst und Design.
Zudem öffnete das Moxy Zurich mit 162 Zimmern nahe dem Letzigrund-Stadion – damit zählt Moxy in der Schweiz nun fünf Standorte. Design Hotels ergänzte sein Schweizer Angebot um das Hôtel Borsari in Martigny an der Rhone und das Gasthaus Traube in Buchs im Kanton St. Gallen.
Ausblick 2026: Weiteres Wachstum geplant
Der Hotelkonzern will seinen Expansionskurs in der DACH-Region auch 2026 fortsetzen. Four Points Flex by Sheraton soll seine regionale Präsenz weiter ausbauen – unter anderem in Hannover, Kiel und Wien. Four Points by Sheraton plant Neueröffnungen in Essen, Regensburg und Heidelberg. Tribute Portfolio sieht Openings in Potsdam und Wien vor.
Ein zentrales Projekt im österreichischen Markt ist laut Marriott die geplante Umwandlung des Savoyen Hotels in Wien in ein Sheraton Hotel mit 310 Zimmern, die bis 2027 abgeschlossen sein soll. Im Luxusbereich plant der Konzern die Eröffnung des Roomers Park View als Luxury Collection Hotel in Frankfurt – es wäre nach dem Koenigshof in München das zweite Haus der Marke in Deutschland. Damit würde das Luxusportfolio des Unternehmens hierzulande auf insgesamt sechs Hotels anwachsen. red/sar