Digitalisierung Radisson und Amadeus modernisieren Hotel-Distribution

Radisson und Amadeus verknüpfen Reservierungssysteme per direkter API-Verbindung.
Die beiden Unternehmen verknüpfen Reservierungssysteme per direkter API-Verbindung. © putilov_denis - stock.adobe.com

Die Hotelgruppe und der Technologieanbieter haben eine direkte API-Verbindung zwischen ihren Systemen geschaffen. Klassische GDS-Schnittstellen werden damit überflüssig.

Die Radisson Hotel Group und Amadeus gehen in der Hoteldistribution einen neuen Weg:Die Unternehmen haben eine direkte API-Verbindung zwischen dem EMMA Central Reservation System (CRS) von Radisson und der Amadeus Travel Platform geschaffen.

Die Lösung ersetze klassische Schnittstellenmodelle innerhalb traditioneller Global-Distribution-Systeme (GDS) durch eine flexible API-Architektur. Verfügbarkeiten, Raten und Inhalte würden in Echtzeit aus dem EMMA CRS in die Amadeus Travel Plattform übertragen. Separate Interfaces müssten nicht mehr gepflegt werden, Datenaktualisierungen erfolgten automatisiert und konsistent.

„Wir entwickeln unsere Distributionsstrategie konsequent weiter und setzen dabei auf moderne, belastbare Technologie“, so Richard Biggs, Global Head RevGen EMMA CRS & Channels bei Radisson Hotel Group. „Die direkte Verbindung zur Amadeus Travel Platform stärkt unsere Zukunftssicherheit und ermöglicht es uns, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren.“

KI unterstützt im Hintergrund

Ein zentrales Element der Integration ist KI-gestütztes Daten-Mapping im Hintergrund. Durch die intelligente Zuordnung der Datenfelder beider Systeme würden Such- und Buchungsprozesse effizienter, die Trefferqualität steige und manuelle Abstimmungsprozesse würden reduziert. Änderungen bei Preisen oder Verfügbarkeiten stünden Reiseverkäufern unmittelbar zur Verfügung. „Durch den Einsatz von KI bei der Datenharmonisierung stellen wir Konsistenz sicher und steigern die Effizienz entlang der gesamten Vertriebskette“, ergänzt Mirja Sickel, EVP Hospitality Distribution bei Amadeus.

Auch intern profitiere die Hotelgruppe von der neuen Struktur. Automatisierte Prozesse würden operative Aufwände reduzieren, die Datenqualität verbessern und Transparenz zwischen Hotelbetrieb, Vertrieb und externen Partnern schaffen. red/sar