Mit mehr als 80.000 Fachbesuchenden setzte die Messe gezielte Akzente für Hotellerie und Gastronomie – von neuen Verpflegungskonzepten bis zu Innovationsformaten.
Fünf Tage lang stand das Stuttgarter Messegelände im Zeichen der Hospitality-Branche. Die Intergastra präsentierte ein inhaltlich gebündeltes Programm mit klar definierten Themenschwerpunkten und neuen Dialogformaten. Auch ohne die parallel stattfindende IKA/Olympiade der Köche, die erst 2028 zurückkehrt, gelang es der Messe, unterschiedliche Zielgruppen gezielt anzusprechen und praxisrelevante Impulse zu vermitteln.
Stefan Lohnert, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, erklärte: „Die Intergastra zeigt, wie sich Messen wandeln müssen, um relevant zu bleiben: Wir schaffen thematische Milieus, die Orientierung bieten, Austausch fördern und konkrete Lösungen für die Praxis liefern.“
Auch Hans-Ulrich Kauderer, Vorsitzender des Dehoga Baden-Württemberg, betont die Bedeutung des Formats: „Die starke Besucherresonanz und die sehr positive Stimmung haben gezeigt: Der Optimismus in unserer Branche wächst. Die Messe kam für die Betriebe genau zum richtigen Zeitpunkt, und das breite, innovative Angebot, das die Aussteller präsentiert haben, war perfekt für alle, die ihr Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln wollen. Nach fünf erfolgreichen Messetagen in Stuttgart steht fest: In Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung rücken nach schwierigen Jahren jetzt wieder die Chancen in den Fokus. In dieser Hinsicht hat die Messe ein Ausrufezeichen gesetzt.“
Gemeinschaftsverpflegung als neuer Schwerpunkt
Erstmals rückte das Thema Gemeinschaftsverpflegung stärker in den Mittelpunkt. Die Sonderschau „Klasse(n)essen – LunchLab für Kita & Schulen“ griff den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung auf und thematisierte daraus resultierende Anforderungen an Kommunen, Schulen und Caterer. Bühnenformate, Ausstellungsflächen und Dialogangebote behandelten unter anderem Fragen zu Qualität, Nachhaltigkeit, Finanzierung, Digitalisierung und Fachkräftegewinnung. Ein Schulverpflegungskongress sowie ein Kommunaltag in Kooperation mit dem Städtetag und dem Dehoga Baden-Württemberg ergänzten das Programm.
Innovation, Nachwuchs und Wettbewerbe
Mit „Newfood X Now“ wurde erstmals eine Innovationsplattform mit Konferenzcharakter umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Verband Crowdfoods präsentierten rund 50 Start-ups neue Produkte und Konzepte für Gastronomie, Handel und Lebensmittelwirtschaft. Der Food & Concept Court diente als zentraler Treffpunkt für Foodservice-Profis. Wettbewerbe wie das "Burger Battle" oder die Pizza Europa Liga machten handwerkliche Techniken und Produktinnovationen für das Fachpublikum erlebbar.
Parallel bot das Young Talents Camp Nachwuchskräften Einblicke in verschiedene Berufsfelder des Gastgewerbes. Zeitgleich fand erneut die Gelatissimo statt, die als Eisfachmesse zusätzliche Zielgruppen ansprach und Synergien im Bereich Saisonverlängerung und Sortimentserweiterung bot.
Freaks to Table setzen Impulse für verantwortungsvollen Genuss
Die Freaks to Table, ein Zusammenschluss von Unternehmen und Gastronomiebetrieben mit Fokus auf einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln, gestalteten unter dem Titel „Zukunft Geschmack“ eine Seminar- und Workshop-Reihe. Im Mittelpunkt standen sensorische Erfahrung, Wissenstransfer und die reflektierte Auseinandersetzung mit Geschmack. Ziel war es, den kulturellen und gesellschaftlichen Kontext von Genuss stärker in den Fokus zu rücken.
Die nächste Intergastra ist vom 12. bis 16. Februar 2028 geplant. Parallel dazu wird erneut die IKA/Olympiade der Köche auf dem Gelände der Messe Stuttgart ausgetragen. Ausrichter der Veranstaltung ist der Verband der Köche Deutschlands (VKD). red/ik