Das Berliner Hotel beendet nach zehn Jahren die Franchise-Partnerschaft mit Accor. Als „Urban Hub“ will sich das Haus neu positionieren.
Das Moa Berlin operiert ab sofort als eigenständige Marke. Wie die Eigentümergesellschaft mitteilt, erfolgt die Trennung vom Accor-Netzwerk zum Ende der vertraglichen Laufzeit.
Der Schritt in die Unabhängigkeit sei eine bewusste Entscheidung der Eigentümer gewesen, um das volle Potenzial des Standorts auszuschöpfen. „Ein Franchisemodell hat viele Vorteile, bringt aber auch Einschränkungen mit sich, wie ein festes Korsett. Wir wollen unseren Kunden ein zeitgemäßes Angebot bieten und individuelle Erlebnisse schaffen“, sagt Alexander Wendeln, Gründer und Gesellschafter des Moa Berlin.
„Wir werden gerade im technologischen Bereich flexibler und agiler handeln. Die größte unternehmerische Chance liegt für uns in der ab sofort 100-prozentigen Fokussierung auf die eigene Marke Moa“, ergänzen die beiden Moa Berlin Mitgesellschafter und Geschäftsführer Laurence Mehl und Johannes Rohde.
"Wir wollen unseren Kunden ein zeitgemäßes Angebot bieten und individuelle Erlebnisse schaffen."
Alexander Wendeln, Gründer und Gesellschafter Moa Berlin
Neues Leitbild: Congress, Kiez & Culture
Mit der Unabhängigkeit geht eine strategische Neuausrichtung einher. Das 336-Zimmer-Hotel verabschiedet sich von der klassischen Kategorie „Hotel“ und positioniert sich stattdessen als hybrider „Urban Hub“. Unter dem Leitbild „Congress, Kiez & Culture“ soll das Haus internationale Business-Exzellenz mit lokalem Berliner Lebensgefühl und einer wertebasierten Unternehmenskultur verbinden.
Für Gesellschafter Laurence Mehl ist diese Kombination ein zentraler Erfolgsfaktor: „Ich glaube fest daran, dass gerade weiche Faktoren wie die Kiez-Anbindung und unsere Unternehmenskultur am Ende genauso wichtig wie die operative Exzellenz für unseren wirtschaftlichen Erfolg im Kongressgeschäft sind.“ Zentral seien dabei folgende vier Bereiche:
- Stay: 336 Zimmer und Suiten als Rückzugsort mitten der Stadt
- Meet: Konferenzangebot mit 7.500 Quadratmetern Fläche, 40 modularen Tagungsräumen und eigener Inhouse-Produktion für bis zu 4.000 Personen
- Eat: Gastronomie als offenes „Kiez-Wohnzimmer“ für Hotelgäste und Nachbarschaft
- Work: 1.400 Quadratmeter Co-Working und New Work Spaces
Neue Doppelspitze übernimmt operative Führung
Parallel zur neuen Markenidentität vollziehen die Eigentümer einen Generationenwechsel im operativen Geschäft. Die langjährigen Geschäftsführer ziehen sich in die Gesellschafterrolle zurück und übergeben das Steuer an das etablierte Führungsduo Conny Doss (Commercial & Strategy) und Philip Ibrahim (Vision & Host).
„Wir übergeben die Führung nicht an Unbekannte, sondern an zwei der stärksten Hotelmanager am Berliner Markt, die unser Haus bereits maßgeblich geprägt haben“, betont Johannes Rohde. „Conny Doss und Philip Ibrahim kennen die DNA des Moa in- und auswendig. Wir vertrauen ihnen voll und geben ihnen nun den nötigen unternehmerischen Spielraum, um als unabhängige Marke noch schneller und mutiger zu agieren.“ red/sar