Tarifvertrag Mehr Geld für Beschäftigte im Südwest-Gastgewerbe

Im April 2026 steigt der Lohn für Beschäftigte im baden-württembergischen Gastgewerbe um 3,5 Prozent.
Im April 2026 steigt der Lohn für Beschäftigte im baden-württembergischen Gastgewerbe um 3,5 Prozent. © Gina Sanders - stock.adobe.com

In Baden-Württemberg steigen die Löhne im Gastgewerbe in drei Stufen – erstmals ab April. Der Tarifvertrag gilt bis 2028.

Nach zähem Ringen am Verhandlungstisch steht der neue Tarifvertrag für das Gastgewerbe in Baden-Württemberg: Die Beschäftigten erhalten in drei Stufen mehr Geld - erstmals im April. Darauf haben sich der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Baden-Württemberg und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) geeinigt, wie beide Seiten mitteilten. Der neue Entgelt-Tarifvertrag gilt bis Ende März 2028.

Erhöhung in 3 Schritten

Insgesamt steigen die Löhne und Gehälter um neun Prozent. Die Erhöhungen kommen in drei Etappen: im April 2026 und im Januar 2027 jeweils um 3,5 Prozent, im September 2027 dann noch einmal um zwei Prozent. Auch die Ausbildungsvergütungen steigen entsprechend. Man sei an die Grenze dessen gegangen, was die Betriebe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stemmen könnten, sagte der Dehoga-Landesvorsitzende Hans-Ulrich Kauderer. 

Die NGG zeigte sich zufrieden mit dem Tarifabschluss. „Wir halten das für einen ganz wichtigen Schritt raus aus der Niedriglohnfalle hin zu echter Fachkräftesicherung“, sagte Landesbezirkssekretär Alexander Münchow. 

Für ungelernte Kräfte wurde ein separates Lohnplus vereinbart, das über dem gesetzlichen Mindestlohn liegt: Von April an gibt es in der untersten Tarifgruppe 14,10 Euro pro Stunde, angelernte Kräfte erhalten 14,70 Euro. Ein weiteres Plus folgt Anfang 2027 - auf bis zu 15,40 Euro pro Stunde. dpa