Die Mice-Branche verändert sich: Emotionale Relevanz, flexible Konzepte und nachhaltige Standards gewinnen an Bedeutung. Lindner Hotels hat auf Basis aktueller Marktdaten zentrale Entwicklungen identifiziert.
Die Veranstaltungsbranche steht vor einem Wandel. Das zeigen Daten aus dem Meeting- & Event-Barometer 2024/2025 des Europäischen Instituts für Tagungswirtschaft (EITW). Auf dieser Grundlage hat die Hotelgruppe Lindner Hotels & Resorts fünf Trends abgeleitet, die das Jahr 2026 prägen sollen. „Wir beobachten eine starke Verschiebung hin zu persönlichen Momenten, emotionaler Relevanz und echten Begegnungen", sagt Gabriele Seidel, Vice President Operations und Commercial der Lindner Hotels AG.
Experience First: Von Meeting zu Meaning
Der erste Trend betrifft die inhaltliche Ausrichtung von Veranstaltungen. Laut Lindner wollen Teilnehmende zunehmend inspiriert statt nur informiert werden. Interaktive Formate, Storytelling und multisensorische Konzepte sollen an Gewicht gewinnen. Das Meeting & Event-Barometer verzeichnete einen Anstieg der Teilnehmerzahlen bei Events von 311 Millionen im Jahr 2023 auf 378 Millionen im Folgejahr. Die Hotelgruppe wertet dies als Indiz dafür, dass Menschen gezielt Veranstaltungen aufsuchen, wenn diese einen konkreten Mehrwert bieten.
Flexibilität als neuer Standard
Hybride Veranstaltungsformate, variable Raumkonzepte und spontane Anpassungsmöglichkeiten entwickeln sich laut der Analyse zum Standard. Dynamische Arbeitswelten und unterschiedliche Zielgruppen erfordern agile Lösungen. Tagungshotels seien dabei im Vorteil: Sie sind darauf spezialisiert, mehrtägige Veranstaltungen auszutragen und bieten die dafür nötigen flexiblen Setups, verlässlichen Abläufe und planbaren Strukturen.
Atmosphärische Räume als aktiver Eventbestandteil
Räume sind nach Einschätzung von Lindner künftig mehr als bloße Kulisse. Architektur, Licht, Akustik und Atmosphäre beeinflussen demnach, wie Eventteilnehmer sich fühlen und interagieren. Auch das Barometer listet Räume mit Charakter und emotionaler Wirkung unter den wichtigsten Entscheidungskriterien für Veranstalter auf.
Echte Begegnungen im Mittelpunkt
Trotz digitaler Möglichkeiten bleibt der direkte Austausch ein zentrales Motiv für Eventteilnahmen. Dies spiegelt sich auch in der Art der Veranstalter wider, die der Report erfasst: Unternehmen sind mit 59,7 Prozent die größte Veranstaltergruppe in Tagungshotels, gefolgt von Verbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen. Es handelt sich also um Formate, bei denen persönlicher Austausch zum Kern gehört.
Nachhaltigkeit wird zum messbaren Faktor
Der fünfte Trend betrifft nachhaltige Veranstaltungskonzepte. Diese sollen nicht nur vorhanden, sondern auch erlebbar sein: regionale Küche, kurze Wege, transparente Prozesse und Lösungen zur Abfallreduktion. Dass dieser Anspruch inzwischen Standard ist, zeigt auch das Trendbarometer: 79 Prozent der Veranstalter bevorzugen Anbieter mit zertifiziert nachhaltigen Standards. red/sar