Das „Victor's Fine Dining by Christian Bau“ trägt seit November 2005 ununterbrochen drei Michelin-Sterne. Ein Galadinner würdigte nun die zwei Dekaden an der Spitze der deutschen Gastronomie.
20 Jahre, drei Sterne: Das „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ in Perl-Nennig hat sein Sterne-Jubiläum mit einem Festakt gefeiert. Seit dem 21. November 2005 ist das Restaurant durchgehend mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet und zählt damit zu den konstantesten Spitzenadressen der deutschen Gastronomie. Gastgeber Hartmut Ostermann, Vorstandsvorsitzender der Victor’s Group, und Susanne Kleehaas, Geschäftsführerin der Victor’s Residenz-Hotels, empfingen am traditionellen Erscheinungstag des „Guide Michelin“ zahlreiche Gäste im Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg.
Zur Gästeliste zählten die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger sowie sämtliche saarländischen Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der vergangenen zwei Jahrzehnte. Der Gastro- und Food-Journalist Christoph Wirtz hob in seiner Laudatio den prägenden Einfluss des Restaurants auf die deutsche Spitzengastronomie hervor. Rehlinger würdigte in ihrer Ansprache ebenfalls die außergewöhnliche Leistung Baus.
Vom Landesbesten zum jüngsten Drei-Sterne-Koch
Christian Bau, gebürtig aus dem Schwarzwald, startete seine Laufbahn mit 14 Jahren. Seine Kochlehre schloss er als Landesbester seines Jahrgangs ab. Nach Stationen in der „Talmühle“ in Sasbachwalden, im „Le Canard“ in Offenburg und als Souschef in der „Schwarzwaldstube“ wechselte er 1998 ins Saarland.
Ostermann und Kleehaas engagierten Bau, um Küche und Service eines neuen Gourmetrestaurants im Victor's Residenz-Hotel Schloss Berg zu leiten. Der Erfolg stellte sich schnell ein: Im ersten Jahr erkochte er den ersten Michelin-Stern, im zweiten folgte der zweite. Am 21. November 2005 erhielt das Restaurant schließlich den dritten Stern. Damit war Bau damals der jüngste Drei-Sterne-Koch Deutschlands – heute ist er laut Victor's Group der dienstälteste.

Vom französischen Klassizismus zum „bau.stil"
Anfangs prägte die klassische französische Küche Baus Arbeitsweise. Nach mehreren Asienreisen entwickelte er seine eigene kulinarische Handschrift, den „bau.stil". Als einer der Ersten kombinierte er französische Haute Cuisine mit japanischer Produktkultur.
Bau etablierte zudem innovative Formate: Die „Carte blanche" und das Konzept „4 Hands Dinners", bei dem internationale Köche gemeinsam mit ihm Menüs kreieren. Während der Corona-Pandemie lancierte er die „Bau Box" – ein Fine-Dining-Erlebnis für zu Hause, das auch international Beachtung fand, unter anderem im Forbes Magazine.
Auszeichnungen und internationale Anerkennung
Die Karriere des Kochs ist von zahlreichen Awards geprägt. Der Restaurantführer Gault&Millau kürte ihn 2018 zum „Koch des Jahres“. Für seine Verdienste als „Kulinarischer Botschafter Deutschlands" erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Das Ministerium für Landwirtschaft in Tokio verlieh ihm den Titel des „Japanese Cuisine Goodwill Ambassador“ – Bau war der erste Deutsche und dritte Europäer insgesamt mit dieser Ehrung.
Mit 99 von 100 möglichen Punkten belegt das „Victor's Fine Dining by Christian Bau“ aktuell Platz 2 in der internationalen Top-1000-Weltrangliste von La Liste. 2023 zeichnete der Guide Michelin Bau als „Mentor Chef" aus – eine Würdigung seiner Rolle als prägende Persönlichkeit und Lehrmeister in der deutschen Spitzengastronomie.
Aus seiner Küche gingen zahlreiche Nachwuchsköche hervor, die heute selbst erfolgreiche Betriebe leiten. Thomas Gerber (Oswalds Gourmetstube) und Joachim Jaud (Restaurant 141) führen jeweils mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurants.
Für 2026 plant die Victor's Group mehrere Specials und Events zum Sterne-Jubiläum, darunter neue Menüs, exklusive Arrangements und weitere „4 Hands Dinners" mit renommierten Gastköchen. Details sollen in den kommenden Wochen folgen. red/sar