Gastgewerbe Bayern: Initiative gegen Lebensmittelverschwendung

Stehen hinter der Initiative: (von links) Christian Schottenhamel (Geschäftsführer Paulaner am Nockherberg), Staatsministerin Michaela Kaniber, Michaela Schmitz-Guggenbichler (Vorsitzende des Fachbereichs Gastronomie beim Dehoga Bayern) sowie Angela Inselkammer (Präsidentin Dehoga Bayern).
Stehen hinter der Initiative: (von links) Christian Schottenhamel (Geschäftsführer Paulaner am Nockherberg), Staatsministerin Michaela Kaniber, Michaela Schmitz-Guggenbichler (Vorsitzende des Fachbereichs Gastronomie beim Dehoga Bayern) sowie Angela Inselkammer (Präsidentin Dehoga Bayern). © Maria Maier/StMELF

Jährlich landen rund eine Million Tonnen Lebensmittel in Bayern im Müll. Mit einer neuen Initiative wollen Bayerns Ernährungsministerin Michaela Kaniber und der Dehoga Bayern diesem Problem entgegenwirken. 

In Bayern wird jedes Jahr rund eine Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – obwohl laut bayerischem Ernährungsministerium viele dieser Abfälle vermeidbar wären. Allein 182.000 Tonnen entfallen dabei auf die Außer-Haus-Verpflegung, fast die Hälfte davon auf gastronomische Betriebe. Mit einer neuen Initiative wollen Ernährungsministerin Michaela Kaniber und der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern diesem Problem entschieden entgegenwirken. Die Kampagne soll in allen Gastronomiebetrieben des Freistaats Bewusstsein für das Thema schaffen und gleichzeitig praxisnahe Lösungen anbieten.

„Lebensmittelverschwendung bedeutet immer auch Ressourcenverschwendung – von Wasser über Energie bis hin zur Arbeit der Menschen, die unsere Lebensmittel mit Herzblut erzeugen.  Wir wollen mehr Bewusstsein schaffen und gleichzeitig praktische Lösungen anbieten“ so Kaniber.

Tools für den Betriebsalltag

Die Herausforderung für viele Gastronomen bestehe oft darin, dass nicht jeder Teller leergegessen wird oder weniger Gäste kommen als erwartet. „Wir wollen, dass in bayerischen Wirtshäusern kein Essen mehr in der Tonne landen muss. Das ist ein Gewinn für alle: für die Gastwirte, für Gäste und für unsere Umwelt“, so Kaniber. Die Kampagne stellt Betrieben daher einfache Werkzeuge und praxistaugliche Tipps zur Verfügung – von flexibleren Portionsgrößen über die bessere Planbarkeit von Angeboten bis hin zu Ideen für die kreative Resteverwertung.

Auch Angela Inselkammer, Präsidentin des Dehoga Bayern, betonte den hohen Stellenwert eines verantwortungsvollen Umgangs mit Lebensmitteln in der Branche: „Der respektvolle Umgang mit Lebensmitteln ist für die bayerische Gastronomie die Basis unserer Berufsausübung. Wir achten und schätzen diese wertvollen Produkte, die die Natur uns schenkt, und die mit viel Wissen und Aufwand von unseren Landwirten erzeugt worden sind.“

Die Initiative knüpft an das Programm „Genuss Küche“ an, das ebenfalls vom Branchenverband und dem Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus getragen wird. Ende 2023 hatten bereits rund 150 ausgezeichnete Betriebe erste Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung umgesetzt – mit großer Resonanz. Nun stellt das Ministerium die Materialien und Werkzeuge der Kampagne allen Gastronomiebetrieben in Bayern zur Verfügung. red/sar