Sicherheitsrisiken und fehlendes Monitoring: Die Studie „Zukunftssichere Netzwerke für das Business“ zeigt, wo Hotels und gastronomische Betriebe bei ihrer IT-Infrastruktur aufholen müssen.
Die digitale Transformation stellt das Gastgewerbe vor die Herausforderung, seine Netzwerk-Infrastrukturen standortübergreifend an steigende Anforderungen hinsichtlich Performance, Sicherheit und Flexibilität anzupassen. Neben potenziellen Cyber-Angriffen und veralteten Netzwerktechnologien bereitet vor allem die unzureichende Netzwerküberwachung den IT-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Dies sind zentrale Ergebnisse der aktuellen Studie „Zukunftssichere Netzwerke für das Business“ von Techconsult in Kooperation mit 1&1 Versatel und Lancom Systems.
Im Fokus der Studie stehen Herausforderungen wie die Sensibilisierung für Cyber-Attacken, die Verbreitung von Schatten-IT und veraltete Technologien. Besonders kritisch: Fehlendes Monitoring der Netzwerke wird von einem Drittel der Befragten als Problem genannt. Gerade im Gastgewerbe, wo Echtzeitkommunikation zwischen Standorten und die Verfügbarkeit von Buchungsplattformen essenziell sind, können ungeklärte Netzwerkprobleme jedoch schnell zu Betriebsstörungen und Umsatzeinbußen führen.
„Moderne, performante Netzwerk-Infrastrukturen sind im Gastgewerbe kein 'Nice-to-have' mehr, sondern ein absolutes Muss. Das mangelnde Monitoring von Unternehmensnetzwerken ist eine Herausforderung, die im Zuge dessen angegangen werden muss“, betont Frank Rosenberger, CEO bei 1&1 Versatel. Robert Mallinson, Co-Geschäftsführer von Lancom Systems ergänzt: „Der Fokus auf Ausfallsicherheit, Performance und integrierte Sicherheitskonzepte ist entscheidend, um im digitalen Wettbewerb eine exzellente Customer Experience sicherzustellen und den Geschäftserfolg nachhaltig zu sichern.“
Performance und Ausfallsicherheit sind entscheidend
Neben den Sicherheitsaspekten hebt die Studie auch die Bedeutung von Performance und Ausfallsicherheit für die WAN-Architektur („Wide Area Network“) hervor. Digitale Anwendungen wie Reservierungssysteme, kontaktloses Bezahlen oder Delivery-Services erfordern stabile Netzwerke mit hoher Verfügbarkeit. Die Notwendigkeit von Netzwerktransparenz werde durch die hohe Bewertung des Monitorings unterstrichen: Nur durch frühzeitige Erkennung von Störungen und Sicherheitslücken kann ein reibungsloser Betrieb gewährleistet werden. Flexibilität und Kosteneffizienz seien ebenfalls entscheidend, da sich Betriebe schnell an technologische Trends und Marktveränderungen anpassen müssen.

Hybride Netzwerkstrukturen überzeugen
Ein Großteil der befragten Unternehmen (60 Prozent) setzt auf hybride Netzwerktopologien, die lokale und zentrale Systeme effizient verbinden. Diese Architektur ermöglicht es insbesondere Hotelketten mit mehreren Standorten, individuelle Steuerung und zentralen Datenfluss zu kombinieren. Auch klassische Netzwerkformen wie die Stern-Topologie, bei der alle Geräte mit einem zentralen Knoten verbunden sind, bleiben von Bedeutung – sie wird zwar nur von elf Prozent eingesetzt, spielt aber als Bestandteil hybrider Mischformen eine wichtige Rolle, etwa bei zentraler Steuerung und einfacher Wartung.
SD-WAN im hybriden Betriebsmodell
Beim Einsatz von SD-WAN zeigt sich ebenfalls eine hybride Betriebsstrategie: Während kritische Aufgaben im Eigenbetrieb verbleiben, werden spezifische Teilaspekte an externe Dienstleiter ausgelagert. Der durchschnittliche Wert von 2,94 auf einer Skala von 1 (Eigenbetrieb) bis 5 (Full Managed Services) verdeutlicht die zunehmende Bedeutung gemischter Modelle – ein Ansatz, der Ressourcen schont und gleichzeitig externes Fachwissen einbindet.
Priorisierung ist alles – auch beim Datenverkehr
Auch die Priorisierung des Datenverkehrs wird laut der Studie immer wichtiger. 55 Prozent der Befragten legen besonderen Wert auf priorisierte Netzwerknutzung für zentrale Anwendungen – darunter Reservierungssysteme, digitale Bestellprozesse und Zahlungssysteme.
Um die Netzwerkverfügbarkeit und -flexibilität weiter zu erhöhen, gewinnen zudem alternative Zugangstechnologien wie Mobilfunk- und Richtfunkverbindungen an Bedeutung, nicht nur für das Gastgewerbe. Mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen (52 %) bejahten dies branchenübergreifend. red/sar
Über die Studie
Die Studie „Zukunftssichere Netzwerke für das Business“ der Techconsult GmbH wurde in Zusammenarbeit mit 1&1 Versatel und Lancom Systems im November 2024 durchgeführt. Insgesamt wurden 207 IT-Entscheiderinnen und Entscheider aus Unternehmen mit mindestens drei Standorten in Deutschland befragt. Der Fokus lag auf den Branchen Handel, Finanzwesen und Gastgewerbe. Die vollständige Studie ist online abrufbar.