Business Hotelinvestmentmarkt legt zu

Der Markt zieht an: Hoteltransaktionen erreichen 906 Millionen Euro.
Der Markt zieht an: Hoteltransaktionen erreichen 906 Millionen Euro. © Johannes - stock.adobe.com

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat laut CBRE deutlich Fahrt aufgenommen: Im ersten Halbjahr 2025 wurden Transaktionen im Wert von 906 Millionen Euro verzeichnet.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2025 ein Transaktionsvolumen von 906 Millionen Euro erzielt – ein Plus von 87 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit rangiert das Segment nach Gesundheitsimmobilien auf Platz zwei unter den wachstumsstärksten Assetklassen. Das Marktgeschehen war insbesondere von zwei großvolumigen Abschlüssen geprägt, einer im ersten und einer im zweiten Quartal. Insgesamt wurden sieben Transaktionen mit einem Volumen von jeweils über 50 Millionen Euro registriert – gegenüber zwei im Vorjahr. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Immobiliendienstleisters CBRE hervor.

„Es zeigt sich ein erkennbarer Aufwärtstrend am Hotelinvestmentmarkt, der spürbar an Fahrt gewinnt“, sagt Helena Rickmers, Head of Hotel Investment bei CBRE in Deutschland. Damit bestätige sich das Ergebnis der zwei von CBRE unter Investoren und Kreditgebern durchgeführten Umfragen CBRE Investor Intentions Survey und CBRE Lender Intentions Survey. Diese zeigten, dass Hotels sowohl bei Eigen- als auch Fremdkapitalquellen wieder stärker in den Fokus rücken.

Spitzenrendite blieb stabil

Besonders gefragt waren Value-Add-Objekte mit Potenzial zur Neupositionierung, gleichzeitig entfielen 67 Prozent des Gesamtvolumens auf Core- und Core-Plus-Investments. „Trotz anhaltender Risikoaversion mancher Marktteilnehmer, die sich in höheren Preisabschlägen für Objekte mit geringerer Lage-, Gebäude- und Betreiberqualität niederschlägt, ist dies ein deutliches Signal für den Beginn des neuen Zyklus, sodass eine weitere Belebung des Marktgeschehens zu erwarten ist“, sagt Rickmers. Derweil habe sich die Spitzenrendite für Hotelimmobilien bei 5,25 Prozent (brutto) stabilisiert.

Offene Immobilienfonds sowie Versicherungen und Pensionskassen waren laut CBRE auf Käuferseite weiterhin nur sehr selektiv aktiv – Privatinvestoren, eigenkapitalstarke Hotelbetreiber und internationale Immobiliengesellschaften und Fondsmanager schlossen diese Lücke jedoch. Ausländische Investoren zeigen sich, wie auch schon im Vorjahr, engagierter als deutsches Kapital – sie investierten 62 Prozent des Gesamtvolumens. Das galt vor allem für größere Abschlüsse: sechs der sieben Transaktionen jenseits der 50-Millionen-Euro-Marke wurden von ausländischem Kapital getätigt. Zudem konzentrierten sich die Investoren auf die Top-7-Städte, auf die insgesamt 73 Prozent des Gesamtvolumens entfiel. München und Berlin verzeichneten dabei mit 29 beziehungsweise 28 Prozent den höchsten Anteil.

Ausblick auf den weiteren Jahresverlauf

CBRE blick optimistisch auf das Gesamtjahr – die anhaltend starken Hotelmarktdaten würden zu einer ungebrochenen Investitionsbereitschaft in Hotelimmobilien führen. „Für das zweite Halbjahr 2025 erwarten wir, dass sich die gestiegene Transaktionsdynamik verfestigt – hinsichtlich der potenziellen Deals ist die Pipeline jedenfalls gut gefüllt“, sagt Rickmers. red/sar

Über CBRE

CBRE Group, ein Fortune-500- und S&P-500-Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas, ist das weltweit größte Immobiliendienstleistungs- und Investment-Unternehmen – in Bezug auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2024. Mit mehr als 140.000 Mitarbeitenden (inkl. Turner-&-Townsend-Mitarbeitenden) in über 100 Ländern bietet das Unternehmen seinen  Kunden integrierte Dienstleistungen über den gesamten Immobilien-Lebenszyklus: von der strategischen und technisch-wirtschaftlichen Beratung, wie unter anderem beim An- und Verkauf oder der An- und Vermietung, über die Entwicklung, Verwaltung und Bewertung von Immobilien bis hin zum Transaktions-, Projekt-, Facility- sowie Investment-Management.

Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.