Geschäftszahlen Schörghuber Gruppe zieht positive Bilanz für 2024

Das Rosewood Schloss Fuschl ist das Aushängeschild der Arabella Hospitality, die zur Schörghuber Gruppe gehört.
Das Rosewood Schloss Fuschl ist das Aushängeschild der Arabella Hospitality, die zur Schörghuber Gruppe gehört. © Jonathan Maloney

Die Schörghuber Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Dazu habe auch die starke Performance der Arabella Hospitality beigetragen.

Trotz volatiler Märkte und wirtschaftlicher Unsicherheiten hat die Schörghuber Gruppe nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2024 ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erzielt. „Wir haben in allen fünf Geschäftsfeldern die richtigen Strategien für akzentuiertes und nachhaltig profitables Wachstum entwickelt. Es zahlt sich aus, dass wir im Zuge unseres inzwischen abgeschlossenen Transformationsprozesses die Geschäftsfelder mit der nötigen Eigenständigkeit ausgestattet haben, um den spezifischen Herausforderungen und Chancen ihrer jeweiligen Branchen zu begegnen und aktive Gestalter der Zukunft zu sein“, sagt CEO Florian Schörghuber. Dafür habe die Gruppe 2024 mehr als 200 Millionen Euro in die Geschäftsfelder Development, Real Estate, Getränke, Hotel sowie Seafood investiert.

Arabella Hospitality wächst

Einen maßgeblichen Beitrag zum erfolgreichen Geschäftsjahr habe der Bereich Hospitality geleistet: Die Arabella Hospitality SE (AHSE) steigerte ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 29,2 Prozent. Mit den beiden neuen Hotels Rosewood Munich und Rosewood Schloss Fuschl stärkte das Unternehmen seine Präsenz im Ultra-Luxury-Segment. Auch das Mallorca-Portfolio – bestehend aus drei Hotels und vier Golfplätzen – habe wesentlich zur positiven Entwicklung beigetragen.

Insgesamt betreibt die AHSE 17 Hotels in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz und auf Mallorca. Fast alle relevanten Kennzahlen hätten positiv entwickelt: So stieg die Zimmerauslastung von 71,2 auf 71,6 Prozent, die Zimmerdurchschnittsrate von 215,31 Euro auf 246,43 Euro und der Erlös pro verfügbarer Zimmerkapazität (RevPAR) von 153,23 Euro auf 176,42 Euro. 

Positive Entwicklungen in fast allen Geschäftsbereichen

Im Geschäftsfeld Development (Bayerische Hausbau) sei der New-Work-Campus „Flow Campus“ in Hamburg mit 70 Prozent Vorvermietungsquote das neue Leuchtturmprojekt, flankiert von einem nachhaltigen Wohnquartier in München mit CO₂-neutraler Energieversorgung. Das Geschäftsfeld Real Estate habe ebenfalls maßgeblich zur positiven Bilanz beigetragen – unter anderem durch die Veräußerung des Welfengartens, der größten Wohnimmobilientransaktion 2024 in Deutschland.

Die Paulaner Brauerei Gruppe erreichte nach Unternehmensangaben erstmals einen Umsatz von über einer Milliarden Euro. Treiber seien vor allem das wachsende Segment alkoholfreier Getränke sowie ein Absatzplus bei alkoholhaltigem Bier gegen den Markttrend gewesen. Das Geschäftsfeld Getränke wird als Joint Venture mit Heineken International geführt und mit einem Anteil von 70 Prozent at equity konsolidiert.

Einzig das Geschäftsfeld Seafood (Productos del Mar Ventisqueros) sei unter den Erwartungen geblieben – infolge externer Umwelteinflüsse. Durch Prozessoptimierungen, etwa mithilfe künstlicher Intelligenz, konnten jedoch wichtige strategische Ziele erreicht werden, so die Schörghuber Gruppe.

Insgesamt lag die Bilanzsumme der Schörghuber Stiftung & Co. Holding KG zum Jahresende mit 4,91 Milliarden Euro auf dem Niveau des Vorjahres (2023: 4,96 Mrd. EUR). Mit einer Steigerung um 20,7 Prozent auf 2,01 Milliarden Euro (2023: 1,66 Mrd. EUR) konnte die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr erreicht werden. Beim EBITDA steht eine Steigerung um 40,7 Prozent auf 355,5 Millionen Euro (2023: 252,7 Mio. EUR), beim EBIT um 210,3 Prozent auf 132,4 Millionen Euro (2023: – 120 Mio. EUR).

Ausblick auf 2025

Für das laufende Jahr bleibt die Gruppe wachstumsorientiert. Florian Schörghuber betont, dass das Unternehmen ungeachtet der veränderten europäischen Richtlinien durch die Omnibus-Verordnung an ihren Nachhaltigkeits-Ambitionen festhalte. „Wir wollen aktiv gestalten, und dafür wollen wir wachsen. Vor diesem Hintergrund bedeutet Nachhaltigkeit für uns also einen Gleichklang von wirtschaftlicher Profitabilität mit ökologisch verantwortlichem sowie gesellschaftlich wertvollem Handeln. Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg gehen bei uns Hand in Hand.“ red/sar