Politik Das fordern Branchenverbände von der neuen Regierung

Reichstag - Bundestag in Berlin
Die neue Bundesregierung steht - und Branchenverbände äußern klare Forderungen an die neuen Spitzenpolitiker. © Tiberius Gracchus - stock.adobe.com

Die neue Bundesregierung steht. Verbände der Tourismus- und Gastgewerbebranche mahnen nun eine rasche und entschlossene Umsetzung wirtschaftsrelevanter Reformen an.

Nach der Wahl und Ernennung von Friedrich Merz (CDU) zum zehnten Bundeskanzler Deutschlands sowie der neuen Bundesminister appellieren der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) und der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) an die neue Bundesregierung, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zügig umzusetzen.

Dehoga fordert wirtschaftliche Neuausrichtung

Der Dehoga Bundesverband gratulierte dem neuen Regierungschef und äußerte die Hoffnung auf eine tatkräftige Regierung. „Deutschland braucht eine stabile und handlungsfähige Regierung. Die vor uns liegenden Aufgaben sind groß – die wirtschaftliche Neuausrichtung Deutschlands ist das Gebot der Stunde. Entscheidend ist jetzt, dass aus den mutmachenden Vereinbarungen von CDU, CSU und SPD konkrete und verlässliche Politik wird“, so Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Besonders begrüße er die geplante dauerhafte Senkung der Umsatzsteuer auf Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Januar 2026. Auch „die Wochenarbeitszeit nach EU-Recht anstelle der bisherigen täglichen Höchstarbeitszeit und der dringend notwendige Bürokratieabbau sind wichtige Weichenstellungen für die Zukunft von mehr als 200.000 gastgewerbliche Unternehmen mit ihren gut zwei Millionen Beschäftigten“, so Zöllick weiter. Nun müsse es zügig an die Umsetzung der vereinbarten Reformvorhaben gehen – damit die Wirtschaftswende gelinge und Vertrauen in die Politik sowie Zuversicht wieder wachse.

BTW erwartet zügige Schritte

Auch der BTW fordert eine rasche Umsetzung der wirtschaftspolitischen Vorhaben. „Als Tourismuswirtschaft brauchen wir einerseits effektiven Bürokratie- und Kostenabbau und andererseits zielgerichtete Investitionen unter anderem in die Verkehrsinfrastruktur. Ein entsprechendes Sofortprogramm wäre mehr als wünschenswert“, betont Sören Hartmann, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Tourismuswirtschaft.

Positiv bewertet er die Wiedereinsetzung eines Tourismusausschusses im Bundestag sowie die Fortführung der Tourismuszuständigkeit im Bundeswirtschaftsministerium. Gleichzeitig erneuerte Hartmann die Forderung nach einem eigenen Staatssekretär für Tourismus mit Exekutivkompetenz, um der Branche strategisch mehr Gewicht zu verleihen. red/sar