Union und SPD haben ihren Koalitionsvertrag vorgestellt. Dieser enthält auch Entlastungen für das Gastgewerbe.
Friedrich Merz (CDU), Markus Söder (CSU) sowie Lars Klingbeil und Saskia Esken (beide SPD) haben ihren Koalitionsvertrag präsentiert. Unter dem Titel „Verantwortung für Deutschland“ umfasst dieser 146 Seiten und enthält auch wichtige Punkte für das Gastgewerbe. So plant die künftige Regierung unter anderem, die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie ab dem 1. Januar 2026 dauerhaft auf sieben Prozent zu senken.
Ein Schritt, den der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) begrüßt. „Diese Maßnahme sorgt endlich für fairen Wettbewerb und beendet die steuerliche Benachteiligung unserer Branche gegenüber anderen Anbietern von Essen“, betont Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die Branche und der Verband hätten "jahrzehntelang dafür gekämpft und gute Argumente für die einheitliche Besteuerung von Essen mit sieben Prozent vorgebracht."
Auch für den Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern) sei der Koalitionsvertrag ein Beweis dafür, dass die Politik die dringenden Bedürfnisse des Gastgewerbes ernst nehme. "Wir sind zuversichtlich, dass die nun beschlossenen Maßnahmen zügig und effektiv umgesetzt werden, damit alle Beteiligten von den Verbesserungen profitieren können“, so Angela Inselkammer, Präsidentin Dehoga Bayern.
Koalitionsvertrag: Wichtige Punkte für das Gastgewerbe
- Dauerhafte sieben Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen ab dem 1. Januar 2026
- Mehr Netto vom Brutto – Steuerreform soll die breite Mitte entlasten
- Mehr Flexibilität im Arbeitsmarkt – Wöchentliche statt tägliche Höchstarbeitszeit soll möglich werden, um Unternehmen und Beschäftigten mehr Freiraum zu geben.
- Weniger Bürokratie – Berichts- und Dokumentationspflichten sollen abgebaut werden, gesetzliche Betriebsbeauftragte reduziert werden. Ziel der Parteien: 25 Prozent weniger Bürokratiekosten in vier Jahren
- Fachkräfte-Einwanderung erleichtern – Mehr Arbeitskräfte für das Gastgewerbe. red/sar