Eine aktuelle Studie zeigt, dass Führungskräfte nur selten als berufliche Förderer wahrgenommen werden. Welche Maßnahmen Abhilfe schaffen könnten.
„Wer hat Sie in Ihrer beruflichen Entwicklung besonders gefördert, unterstützt oder entscheidende Hinweise gegeben?“ Wenn Menschen Personen als Förderer erleben, sind es bei der Mehrheit eher der eigene Vater oder die eigene Mutter (53%). Führungskräfte landen mit 16 Prozent lediglich auf dem zweiten Platz. Die eigenen Kolleginnen oder Kollegen werden von sechs Prozent als Förderer gesehen.
Gerade zu Beginn der Karriere spielt Förderung eine entscheidende Rolle, doch laut Studie erleben nur acht Prozent der 18- bis 29-Jährigen ihre Führungskraft als Unterstützung. Der höchste Anteil zeigt sich mit 24 Prozent in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen. Zudem gibt es Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während 20 Prozent der Männer eine Führungskraft als Förderer nennen, sind es bei Frauen lediglich zwölf Prozent.

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Wann? 10. April 2025
Wo? Design Offices, Stuttgart
Was sind die wichtigsten Eigenschaften?
Als entscheidende Kompetenzen eines Förderers nennen die Befragten „Respekt“ (57%), gefolgt von „Empathie“ (47%). Jeder Vierte schätzt zudem eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, ein gutes Feedbackverhalten und die Fähigkeit, aktiv zuzuhören.
Die Studie verdeutlicht: Neben Förderern gibt es auch Personen, die aktiv Karrieren behindern. 16 Prozent der Befragten gaben an, in ihrer Laufbahn durch eine Führungskraft blockiert worden zu sein. Kolleginnen und Kollegen werden von 14 Prozent als Karrierehindernis empfunden.
Als häufigstes Fehlverhalten wird laut Umfrage „destruktive Kritik“ (44%), gefolgt von übergriffigem Kontrollverhalten (37%) und dem bewussten Vorenthalten wichtiger Informationen (37%) wahrgenommen. Auffallend ist, dass trotz dieser negativen Erfahrungen viele Blockierer dennoch Eigenschaften wie Respekt (44%) und Empathie (41%) zugeschrieben bekommen.
Unternehmen können mehr Förderung ermöglichen
Die Studie zeigt, dass 40 Prozent der befragten Berufstätigen sich selbst als Förderer sehen, während weitere 37 Prozent gerne eine fördernde Rolle einnehmen würden. Um dies gezielt zu unterstützen, wünschen sich 59 Prozent eine offene Kommunikationskultur in Unternehmen, während 51 Prozent auf spezielle Schulungen für Führungskräfte setzen. red/sar