Erstmals wurde in Frankfurt innerhalb von einem Monat die Millionengrenze geknackt, aus dem Ausland strömten besonders viele Fans in die Stadt am Main. Auch Köln meldet positive Zahlen.
Die Fußball-Europameisterschaft hat die Übernachtungszahl in Frankfurt auf einen Rekordwert gesteigert. Im Juni sei erstmals die Millionengrenze überschritten worden, teilte die Stadt mit. 1,07 Millionen Übernachtungen wurden in diesem Eröffnungsmonat der EM gezählt, es gab rund 611.000 Übernachtungsgäste. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen beide Zahlen um 13,2 Prozent. Vor allem bei den Übernachtungszahlen von ausländischen Gästen gab es ein dickes Plus von über einem Drittel (490.590).
Besonders häufig übernachteten in der Mainmetropole Briten, gefolgt von den Schweizern und den Rumänen. Im ersten Halbjahr wurden 5,3 Millionen Übernachtungen gezählt, im Vorjahresvergleich bedeutete dies ein Plus von zehn Prozent.
Positive Entwicklung in Köln
Auch die Akteure und Akteurinnen der Kölner Tourismusbranche zeigen sich zufrieden mit der Entwicklung im ersten Halbjahr 2024 – insbesondere im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019. Hotels und Unterkünfte melden Erfolge durch Freizeitgäste, vor allem während der Fußball-EM und an den Wochenenden, beziffern aber auch Zuwächse durch ein florierendes Messegeschäft. Auch die starke Rückkehr des chinesischen Markets spiegelt sich in ihrem Feedback wider. Hotelier und Gastronom Guido Bungart von der Wohngemeinschaft im Belgischen Viertel fasst das erste Halbjahr 2024 folgendermaßen zusammen: „Wir sind mit dem ersten Halbjahr sehr zufrieden, sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch die Buchungslage. Köln ist ein Magnet für Besucher, die die Stadt in all ihren Facetten erleben möchten.“ Gestützt wird die starke Hotel Performance durch eine CoStar Studie. Köln steht für das erste Halbjahr 2024 sowohl bei der Belegung der Zimmer (70,9 %) als auch beim Erlös pro verfügbarem Zimmer (95,64 €) unter den deutschen Städten auf dem zweiten Platz.
Maßgeblich geprägt wurde das erste Halbjahr durch die Fußball-Europameisterschaft der Männer in Deutschland, die unter anderem mit fünf Spielen im Juni in Köln ausgetragen wurde. Das Sportgroßereignis sorgte für eine sehr gute Buchungslage, die stark durch die Quellmärkte der in Köln spielenden Mannschaften dominiert wurde. Ebenfalls davon beeinflusst: die durchschnittliche Zimmerrate. So gab es laut CoStar im Juni Tage mit durchschnittlichen Zimmerpreisen von 250 Euro. Über den Gesamtmonat wurden Durchschnittspreise von 180 Euro erreicht. Der daraus resultierende RevPAR (Erlös pro verfügbarem Zimmer) erreichte 141,47 Euro. Auch ein mittelfristiger Imagegewinn wurde der Rheinmetropole durch die EURO 2024 zuteil. Jürgen Amann, Geschäftsführer von Köln Tourismus, erläutert: „Wir konnten während der EM unser internationales Ansehen als sportfreundliche und attraktive Stadt stärken. Die positive Berichterstattung und die Begeisterung der Fans vor Ort haben dem Image Kölns einen deutlichen Schub verliehen.“
Der Ausblick auf das zweite touristische Halbjahr stimmt die Stadt ebenso optimistisch. Insbesondere der MICE-Bereich verspreche durch die Verfügbarkeit des neuen Confex weiteres Wachstum im Geschäftsreisesegment. dpa/sar