Mit Neueröffnungen in Frankreich und Belgien befeuert die Aparthotelmarke ihre Entwicklung im Franchise-Segment. Dazu ist erstmals ein Standort in Subsahara-Afrika geplant.
Adagio beschleunigt seine Franchise-Entwicklung: Mit den Eröffnungen des Adagio Access Rouen Centre Cathédral und des Adagio Access Porte de Camargue, beide Frankreich, sowie des Adagio Access Brussels Airport in Belgien expandiert die Aparthotel-Marke weiter im Franchise-Segment. Mit den Neuzugängen vervierfacht sie ihr Netzwerk von fünf Franchise-Aparthotels im Jahr 2018 auf 28 in 2024. Das bedeutet, dass fast 20 Prozent der Aparthotels, die unter der Marke Adagio betrieben werden, dem Franchise-Segment angehören. Mit Eröffnung des Adagio Original Abidjan Marcory, dem ersten Standort der Gruppe in Subsahara-Afrika, kommt ferner ein Neuzugang im Master-Franchise-Segment hinzu.
Franchise-Anteil von 35 Prozent angestrebt
Die Franchise-Entwicklung ist einer der Schwerpunkte des Strategieplans „Next Adagio“: In den nächsten Jahren werden zwei Drittel aller Neueröffnungen sowohl in Frankreich als auch im Ausland in diesem Segment erfolgen, heißt es seitens des Unternehmens. Ziel sei ein Franchise-Anteil von 35 Prozent bis 2030.

„Adagio erlebt eine rasante Entwicklung“, sagt Adagio-CEO Xavier Desaulles. „Dabei ist die Franchise-Entwicklung, die den Erwartungen vieler Immobilienbesitzer entspricht, eine der treibenden Kräfte hinter diesem Wachstum.“ Durch den Ausbau des Franchise-Segments wolle Adagio seine Position als Marktführer im Bereich der Aparthotels in Europa stärken.
Bei diesem Vorhaben kann sich Adagio auf die Accor-Gruppe stützen, die zu 50 Prozent Anteilseigner ist und von einer Master-Franchise-Partnerschaft profitiert. Diese Partnerschaft wird die Expansion des Adagio-Netzwerks über die bisherigen Destinationen hinaus verstärken, insbesondere in weiter entfernten Regionen wie Subsahara-Afrika, dem Nahen Osten oder Asien. Diese Betriebsform wird es insbesondere ermöglichen, ein sogenanntens "Combo"-Angebot zu schaffen, bei dem zwei Marken – sprich Adagio und eine andere Marke der Accor-Gruppe – im gleichen Gebäude untergebracht sind. So können Betreiber öffentliche Bereiche und technische Einrichtungen zusammen nutzen und die Kosten optimieren.
Co-Living-Angebot bald auch in London
Die Strategie, Franchise als Wachstumsfaktor zu nutzen, stärkt das Geschäftsmodell von Adagio, das dann auf einem Gleichgewicht zwischen den drei Betriebsarten Pacht-, Managementverträgen und Franchise beruht. Dies gewährleiste zugleich konstantes Markenmanagement, die Entwicklung innovativer Konzepte, kontinuierlichen Know-how-Transfer und eine schnellere Entwicklung von Standorten. Beispiel für ein innovatives Konzept sei das Co-Living-Angebot, das im Adagio Paris Bercy Village getestet wurde und demnächst im Adagio Original London Whitechapel – beide Häuser stehen unter direktem Adagio-Management – eingeführt wird. red/brg
Adagio
Die Aparthotelmarke wurde 2007 in Frankreich als Joint Venture zwischen Accor und Pierre & Vacances Center Parcs gegründet. Heute verfügt die Marke über 130 Standorte und 14.624 Apartments in 16 Ländern. Die Aparthotels von Adagio befinden sich in städtischen Gebieten und sind in drei Kategorien unterteilt: Adagio Original, Adagio Access und Adagio Premium.