Wettbewerb Das sind die Finalisten für den Koch des Jahres 2024

Haben es ins Finale geschafft: (v.l.) Christoph Ehler, Simon Scheuerlein, Ivan Lazarenko, Alex Högner, Florian Kornexl und Jaspar Wcislo. © Alexander Koch

Nach einem spannenden Halbfinale stehen die sechs Finalisten des Wettbewerbs fest. Das Finale findet am 21. Oktober in Bonn statt.

Im Live-Wettbewerb Koch des Jahres am 5. Mai in der Allianz Arena traten 16 Kandidatenteams gegeneinander an, die sich aus 400 Bewerbungen im schriftlichen Vorentscheid durchgesetzt hatten. Insgesamt sechs Kandidaten konnten ein Finalticket erkochen.

Alexander Högner, Küchenchef Restaurant "Herzog" in München, Christoph Ehler, Sous Chef Leonardo Royal Hotel in Nürnberg, Jaspar Wcislo, Sous Chef Restaurant "Agata’s" in Düsseldorf und Ivan Lazarenko, Küchenchef "Hallo Emil" in Stuttgart konnten die Fachjury mit ihren Drei-Gang-Menüs überzeugen.

Florian Kornexl, Küchenchef Gasthaus "Kornexl" in Untergriesbach und Simon Scheuerlein, Küchenchef "Bayerischer Hof" in Spalt begeisterten mit ihrer Performance bereits am Vorabend bei der Epicurean Night mit rund 300 und sicherten sich so über den Publikumsentscheid ihren Platz im Finale. Das Finale findet am 21. Oktober 2024 in Bonn statt.

Bei der Preisverleihung zeigte sie die Jury vom hohen Niveau der Kandidaten begeistert. "Die Leistungen heute waren sehr stark. Meinen Respekt an alle, die sich dem Wettbewerb gestellt haben", sagte TV-Koch Mike Süsser, der dieses Jahr zum ersten Mal in der Jury saß. Für ihn seien die Kandidaten die Zukunft der Branche. Dem schloss sich auch Sternekoch Tobias Bätz an und betonte: "Koch des Jahres ist für mich einfach eine Herzensangelegenheit!". Der Wettbewerb biete jungen Köchen eine große Bühne, ihr Können zu beweisen. „Die heutigen Teilnehmer haben ein beeindruckendes Niveau gezeigt. Es ist offensichtlich, dass hier Vollprofis am Werk sind, die ihre Handwerkskunst beherrschen und die Herausforderungen auf kreative und vielseitige Weise gemeistert haben", ergänzte Jurypräsident Dieter Müller.

Was war die Aufgabe?

Auch dieses Jahr mussten die Teilnehmer mit einem Warenkorbwert von 16 Euro ein Drei-Gänge-Menü servieren. Die Vorspeise sollte vegetarisch sein, der Hauptgang klassisch französisch und das Dessert stand unter dem Motto "Kräuter der Saison".

Für den Wettkampftag wurden die sechzehn Kandidatenteams in zwei Gruppen geteilt, die parallel angetreten sind. Für jede Gruppe gab es eine eigene Jury mit je elf Juroren. Im Anschluss an die Vorbereitungszeit von fünf Stunden, hatten die Teilnehmer 20 Minuten „Servicezeit“, um die Teller für die Juroren anzurichten.

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    Alexander Högner, Küchenchef, Herzog, München mit Assistentin Sonja Denninger, Sous Chef, Herzog, München.
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    Wettbewerbsmenü von Alexander Högner.
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    Christoph Ehler, Sous Chef, Leonardo Royal Hotel, Nürnberg neben Assistentin Entihal Khatib, Chef de Partie i selben Hotel.
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    Wettbewerbsmenü von Christoph Ehler.
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    Ivan Lazarenko, Küchenchef, Hallo Emil, Stuttgart mit Assistent Patrick Ködel, stellvetretender Küchenchef, Hallo Emil, Stuttgart
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    Wettbewerbsmenü von Ivan Lazarenko.
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    Jaspar Wcislo, Sous Chef Restaurant Agata’s*, Düsseldorf mit Assistent Marcel Förster, Küchenchef, Agata’s*, Düsseldorf.
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    Wettbewerbsmenü von Jaspar Wcislo.
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    Simon Scheuerlein, Küchenchef, Bayerischer Hof, Spalt.
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    Menü von Simon Scheuerlein beim Publikumsentscheid.
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    Florian Kornexl, Küchenchef, Gasthaus Kornexl, Untergriesbach.
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    Menü von Florian Kornexl bei Publikumsentscheid.

Das sind die Finalisten

Alexander Högner

Als Küchenchef im Herzog in München ist der 31-Jährige bekannt für seine Fähigkeit, Präzision und Leidenschaft in jedem Gericht zu vereinen.

Prägend in seiner Reise durch die kulinarische Landschaft war seine Erfahrung im „13 Sinne“ in Schaffhausen, wo er unter der Anleitung von Cornelius Speinle sein Handwerk verfeinerte. Es war auch Speinle, der Högner ermutigte, erstmals 2014/15 an seiner Seite am Wettbewerb Koch des Jahres teilzunehmen, damals noch in der Rolle des Assistenten. Seitdem hat Högner diesen Traum verfolgt und steht nun im Finale des Kochwettbewerbs. Seit seiner Zeit in Schaffhausen hat Högner auch als Küchenchef seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Im "Die gute Botschaft by Tim Mälzer" wurde er 2020 mit dem "Bib Gourmand" und 14 Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet.

Christoph Ehler

Seine kulinarische Reise begann er mit einer Ausbildung zum Koch im Novina Hotel Nürnberg. Von dort aus durchlief er verschiedene renommierte Restaurants, darunter das Park Hotel Ahrensburg, das Gourmetrestaurant "Töpferhaus" und das Restaurant "Alte Pfarrey". Nach weiteren Stationen im Restaurant "959 Heidelberg" kehrte er schließlich in seine Heimatstadt zurück.

Heute ist er als Sous Chef im Leonardo Royal Hotel Nürnberg tätig. Sein Stil zeichnet sich nach eigenen Angaben durch eine opulente Schlichtheit und Produktorientierung aus, die seine kulinarische Leidenschaft und sein Können widerspiegeln. Seine Ambitionen führten ihn bereits letztes Jahr zum Wettbewerb Koch des Jahres, damals noch in der Rolle des Assistenten an der Seite von Entihal Khatib.

Jaspar Wcislo

Der Sous Chef im "Agata’s" in Düsseldorf, hat seine kulinarische Leidenschaft schon früh entdeckt. Bereits während seines ersten Schulpraktikums mit 14 Jahren war ihm klar, dass er Koch werden wollte. Nach dem Abitur begann er seine Ausbildung im Schloss Rettershof in Kelkheim.

Eine besonders prägende Zeit habe Wcislo im Zweisterne-Restaurant Purs erlebt. Inspiriert von renommierten Persönlichkeiten wie Roland Trettl, Martin Klein und Jan Hartwig entwickelte er im Laufe der Jahre seinen eigenen Küchenstil: produktorientiert, zwanglos und geprägt von jugendlicher Kreativität. Wcislo war bereits vergangenes Jahr Teil des Koch des Jahres. Als Assistent an der Seite von Marcel Förster erreichten sie gemeinsam den zweiten Platz. Nun stand der 27-Jährige selbst im Mittelpunkt des Geschehens und schaffte es ins Finale.

Ivan Lazarenko

Gebürtig aus Sankt Petersburg, hat sich Ivan Lazarenko in der deutschen Gastronomieszene einen Namen gemacht. Seine Reise begann 2005 mit der Ausbildung im Hotel Lochmühle am Bodensee. Danach zog es ihn in die Welt und er sammelte Erfahrungen in namhaften Hotels und Restaurants wie dem Hotel Kempinski in St. Petersburg, dem Restaurant "La Presse" in St. Petersburg oder dem Hotel Löwen im Schwarzwald. Weitere Stationen waren das Restaurant "Five" in Stuttgart und das Restaurant "Schloss Filseck".

2021 hat Ivan Lazarenko im "Hallo Emil" in Stuttgart sein Zuhause gefunden. Er begleitete das Restaurant von der Konzeptionierung bis zur Eröffnung und serviert seinen Gästen eines Cross-Over Küche, die ich durch den Fokus auf die Produkte und den reinen Geschmack der einzelnen Komponenten auszeichnet. Lazarenko bereits 2022 am Wettbewerb Koch des Jahres teilgenommen.

Florian Kornexl

Florian Kornexl schon seit der vierten Klasse im elterlichen Betrieb aus, den er heute als Küchenchef leitet. Nach seiner Ausbildung im Landgasthof Müller in Ruderting zog es ihn in renommierte Restaurants, wie das "Tantris" sowie das "Esszimmer by Käfer". Auch außerhalb der Restaurantküche hat er sein kulinarisches Talent bereits unter Beweis gestellt. 2023 nahm er an der Seite von Marcel von Winckelmann am Wettbewerb Koch des Jahres teil – damals jedoch in der Rolle des Assistenten. Gemeinsam erreichten sie den dritten Platz. In einer separaten Challenge zwischen den Wettbewerbsassistenten sicherte er sich den Titel Newcomer des Jahres und qualifizierte sich somit direkt für das Halbfinale 2024.

Simon Scheuerlein

Seit zwei Jahren führt der 26-jährige Simon Scheuerlein den familieneigenen Betrieb Bayerischer Hof in Spalt als Küchenchef. Seine Ausbildung absolvierte Simon im Hotel Bareiss, wo ihn Mentoren wie Claus Peter Lumpp und Stefan Leitner prägten. Besonders Letzterer entfachte in ihm die Leidenschaft für die Patisserie.

Schon im Jahr 2023 nahm er als Assistent an der Seite von Simon Bantle am Wettbewerb Koch des Jahres teil. Nun stand er selbst im Rampenlicht des Wettbewerbs und erreichte als Wildcard das Finale im Oktober.

Über den Koch des Jahres

Der Wettbewerb wird seit 2011 in Deutschland veranstaltet und hat sich zu einem der bedeutendsten Karrieresprungbretter und Plattformen für Profiköche im deutschsprachigen Raum entwickelt. Ursprünglich wurde der Wettbewerb vom spanischen Unternehmen Grupo Caterdata S.L. unter der Leitung von Nuria Roig für die DACH-Region organisiert. Seit 2023 haben Nuria Roig und Christian Kamm mit der Firma Roika Solutions GmbH die Veranstaltung übernommen.

Der Wettbewerb gliedert sich in drei Phasen. In der ersten Phase, dem schriftlichen Vorentscheid, können sich Profi-Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol schriftlich für den Wettbewerb bewerben mit Rezepturen, Kalkulation, Fotos und Philosophie eines Drei-Gänge-Menüs, das jede Auflage neue Voraussetzungen erfüllen muss und einen Warenkorbwert von 16 Euro pro Person nicht überschreiten darf. Aus allen Bewerbungen werden 16 Kandidaten ausgewählt, diese dürfen im Live-Wettbewerb gegeneinander antreten.

Im Live-Wettbewerb müssen die Kandidaten mit ihrem jeweiligen Begleiter, innerhalb von fünf Stunden, ihr Drei-Gang-Menü in sechsfacher Ausführung zubereiten. Zum Anrichten und Servieren des gesamten Menüs bleiben ihnen 20 Minuten Servicezeit. Verköstigt werden die Menüs von der hochkarätigen Wettbewerbsjury, die immer von unterschiedlichen Spitzenköchen besetzt wird.

Kulinarik-Event in der Allianz Arena

Neben dem "Koch des Jahres" Wettbewerb standen zwei weitere Höhepunkte auf dem Programm: Beim deutschen Vorentscheid des internationalen Wettbewerbs "Copa Jerez" konkurrierten drei Teams bestehend aus Koch und Sommelier. Ihr Ziel: das perfekte Pairing von Menüs mit Sherry-Weinen.Jan Nachtigall und Lily Hartley aus dem Teko by Lange Rodriguez in Essen überzeugten die Jury und ziehen ins internationale Finale ein, wo sie Deutschland im Mai 2025 gegen Teams aus Dänemark, den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Belgien vertreten werden.

Das Gastro-Symposium "Spain Fusion", organisiert von den Machern der "Madrid Fusion", hat die Besucher zu einer immersiven Lern- und Ausstellerplattform eingeladen. Die Gäste hatten die Gelegenheit, in die Welt der spanischen Kulinarik einzutauchen, lokale Produzenten kennenzulernen und sich von Experten und spanischen Spitzenköchen in spannenden Workshops und Master Classes inspirieren zu lassen. red/sar