Das Hotelunternehmen ist in wirtschaftliche Schieflage geraten. Deshalb hat es eine Gruppeninsolvenz in Eigenverwaltung für die deutschen Betriebe beantragt.
Arcona Hotels & Resorts hat in einem Statement bekannt gegeben, dass es aufgrund einer Vielzahl von Herausforderungen in eine wirtschaftliche Schieflage geraten ist und eine Gruppeninsolvenz in Eigenverwaltung für die deutschen Betriebe beantragt hat. Ziel sei es, das Unternehmen im Ganzen zu erhalten und für die Zukunft neu aufzustellen. Die Gehälter für die rund 500 betroffenen Mitarbeiter seien durch das Insolvenzausfallgeld bis Ende Januar gesichert, so dass genügend Zeit für die nächsten Sanierungsschritte bleibt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens wurden bereits über die getroffene Entscheidung informiert.
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Die Entscheidung für die Insolvenz in Eigenverwaltung sei deshalb getroffen worden, um die Arbeitsplätze im Unternehmen zu sichern und Chancen für einen Neuanfang zu schaffen. Die Betriebe in Österreich und Spanien sind davon nicht betroffen. Das Hotelprojekt in Hinterstoder/Oberösterreich ist laut Arcona bereits vor einigen Tagen vom Eigentümer der Immobilie übernommen worden.
Was sind die Gründe?
"Die während der anhaltenden Pandemie getroffenen Investitionsentscheidungen und die rasche Expansion des Unternehmens trafen auf so nicht vorhersehbare externe Faktoren wie den Krieg in der Ukraine, Engpässe in der Energieversorgung und die daraus resultierende Inflation", heißt es im Statement des Unternehmens. Die daraus folgende allgemeine Kaufzurückhaltung der Gäste führte zu erheblichen Umsatzeinbußen, insbesondere in den Gastronomien der Hotels.
Als weiteren Grund führt Arcona an, dass die österreichischen Betriebe von den staatlichen Corona-Unterstützungsmaßnahmen nicht so profitieren konnten, wie es für die Bewältigung der dortigen wirtschaftlichen Herausforderungen notwendig gewesen wäre. Die laufende Umstrukturierung des Unternehmens, die als Reaktion auf die Pandemie gestartet wurde, gestaltete sich darüber hinaus deutlich langwieriger als ursprünglich geplant.
Das Unternehmen betont dennoch, dass die Implementierung der neuen Unternehmens-DNA erfolgreich verlaufen ist und eine solide Basis für die Zukunft darstellt. "Die getroffenen Maßnahmen zur Umstrukturierung dienen nach wie vor als notwendige Investition in die Zukunft und werden die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens langfristig stärken", heißt es von Arcona. red/sar