Kooperationen Romantik geht proaktiv in die Zukunft

Thomas Edelkamp Romantik Hotels
Start für die Strategie "Beyond 2025": Thomas Edelkamp, Vorstandsvorsitzender der Romantik Hotels beim Jahreskongress der Hotelkooperation im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski in München. © Brit Glocke

Beim Jahreskongress der Romantik Hotels in München fiel der Startschuss für den Strategieprozess „Beyond 2025“. Damit will sich die Kooperation für die Zukunft aufstellen.

„Beyond 2025“ – unter diesem Motto stand der Jahreskongress der Kooperation Romantik Hotels am 6. und 7. November in München. Im Fokus: Die Kooperationsstrategie für die Zeit nach 2025 zu denken, um sie in den nächsten Monaten weiterzuentwickeln. Rund 165 Teilnehmer, darunter Kooperationsmitglieder, Partner und Medienvertreter, trafen sich dafür im Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski.

Bereits beim nächsten Kongress sollen die Hoteliers in der Lage sein, tatsächlich über die Strategie Beyond 2025 zu sprechen, sagte Thomas Edelkamp, Vorstandsvorsitzender der Romantik Hotels, gegenüber Tophotel. Drei strategische Ziele beziehungsweise Themenfelder seien für den Kongress herausgearbeitet worden, so der Romantik-Chef: „Das große Thema Nachhaltigkeit, das Thema KI und Digitalisierung und drittens das Thema Arbeitgeberattraktivität.“

Zu diesen Themenfeldern sollen für den Romantik-Verbund Antworten gefunden und gemeinsam erarbeitet werden. „Es gilt, die vor uns liegenden Chancen zu nutzen, außerdem im Dialog mit der Next Generation neue Möglichkeiten zu kreieren und die Marke Romantik noch sexier und noch wertvoller zu machen“, betonte Edelkamp.

Nachhaltigkeit, KI, Digitalisierung und Arbeitgeberattraktivität entscheidend

Bereits Ende März hatte Romantik das Next Generation Board gegründet. Dessen Mitglieder haben laut Edelkamp seither erste Strategien zu „Beyond 2025“ erarbeitet. „Wenn die Next Generation beginnt, die Marke zu gestalten, dann geht es nicht darum, ob es eine Zukunft gibt, sondern wie die Zukunft aussieht.“ Die Stimmung auf dem Kongress habe gezeigt: „Ich erlebe wie wichtig es ist, dass die Menschen, die Hoteliers, wieder die persönliche Begegnung und den persönlichen Austausch haben.“ Jeder Hotelier wisse, dass er sich mit den Themenfeldern Nachhaltigkeit, KI und Digitalisierung und Arbeitgeberattraktivität beschäftigen müsse.

„Jeder Hotelier weiß, dass er dort Lösungen erarbeiten muss.“ Deshalb hofft Edelkamp, dass der Kongress konstruktiv und bereichernd für die Teilnehmer ist und das dort zugleich die Leitplanken für die verschiedenen Themenbereiche gesetzt werden können. Das Jahr 2023 selbst bilanziert Thomas Edelkamp als „ein ungewöhnliches Jahr“. Aber ein Jahr mit sehr vielen positiven Signalen, die sich auch in der Performance niedergeschlagen hätten, die jedoch von Region zu Region und von Land zu Land sehr volatil und sehr unterschiedlich sei, so der Romantik-Chef. Angesichts der aktuellen Mitgliederzahlen – es gab nicht nur Neuzugänge, sondern auch Abgänge im Jahresverlauf – rechnet Edelkamp zum Jahresende mit keinem Netto-Wachstum bei denselben.

Netzwerk in Skandinavien aufbauen

Zu den Maßnahmen im nächsten Jahr gehört daher, dass sich die Hotelkooperation unter anderem mehr auf ihr Wachstum in Skandinavien konzentrieren will. „Dort haben wir in Norwegen mit dem Romantik Hotel Angvik Gamle Handelssted bereits vor der Coronapandemie einen ersten Partner begrüßen können und wollten seinerzeit eigentlich sukzessive daran arbeiten in den drei skandinavischen Ländern wieder ein Netzwerk aufzubauen“, blickt Edelkamp zurück. Wegen der Pandemie sei das nicht möglich gewesen. Deshalb will Romantik Hotels 2024 seinen Fokus bei der Entwicklung wieder auf Skandinavien setzen.

Mehrwertsteuer: Bis zur letzten Minute kämpfen

Mit Blick auf die Debatte um eine mögliche Wiederanhebung der Gastro-Mehrwertsteuer – parallel zum Kongress fand am Montag eine große Kundgebung in Berlin statt, bei der sich mehrere hundert Gastgeber für den Erhalt von 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie einsetzten – sagte Edelkamp: „Aus meiner Sicht lohnt es sich bis zur letzten Minute dafür zu kämpfen. Es geht um die Existenz. Das ist wichtig für unsere Branche, für viele Arbeitsplätze.“

"Aus meiner Sicht lohnt es sich bis zur letzten Minute für den Erhalt der reduzierten Mehrwertsteuer zu kämpfen. Es geht um die Existenz. Das ist wichtig für unsere Branche, für viele Arbeitsplätze."

Thomas Edelkamp, Vorstandsvorsitzender Hotelkooperation Romantik Hotels

Das politische Umfeld sende aus seiner Sicht aber im Moment nicht unbedingt positive Signale dafür. „Wir müssen eben auch damit rechnen, dass es nicht passiert und für den Fall sollte jeder Hotelier Vorkehrungen getroffen haben“, so Edelkamp.