Eröffnung Hotel Huus Löwen geht an den Start

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Die Außenansicht des Huus Löwen. © David Biedert

Seit Kurzem heißt es „Wöllkomm“ im Boutiquehotel Huus Löwen im Appenzellerland. Investor Jan Schoch eröffnet das zweite Hotel im Schweizer Bezirk Gonten.

Vor mehr als 400 Jahren hieß das ehemalige Gasthaus "Bären" zum ersten Mal Reisende willkommen. Die enge familiäre Verbindung und seine Begeisterung für das Appenzellerland veranlassten Investor Jan Schoch vor neun Jahren, das damalige Gasthaus zu erwerben, umzubauen und als Hotel "Huus Bären" wiederzueröffnen. Nun hat Schoch die Anlage, die er "Appenzeller Huus" nennt, um ein zweites Hotel erweitert: das "Huus Löwen".

Es besteht aus einem kernsanierten, denkmalgeschützten Altbau und einem Neubau und bietet 24 Zimmer. Für den Umbau zeichnen die Schweizer Architekten Rüssli verantwortlich. Sie realisierten einen Strickhaus-Holzbau mit sogenannten Schwalbenschwanzverbindungen. Diese „Verstrickung“ an den Balkenenden gibt der Bauart ihren Namen. Der lokale Holzbauingenieur Hermann Blumer stand beratend zur Seite.

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    © Reto Guntli
    Genächtigt wird in jahrhundertealtem Gemäuer und in der Suite liegt das restaurierte Dachgebälk frei.
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    © Reto Guntli
    Typisch für die Region: Historische Reminiszenzen schmücken die Zimmer, zum Beispiel die Bettkopfteile mit ausgefrästen traditionellen Mustern.
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    © Reto Guntli
    Die kleinen grünen Fliesen in den Bädern sind Appenzeller Dachschindeln nachempfunden.
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    © Appenzeller Huus
    Hat große Pläne: Investor Jan Schoch.
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    © Reto Guntli
    Ein Blick in ein Schlafzimmer im neu eröffneten Boutiquehotel.
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    © Appenzeller Huus
    Die zukünftige Schlaepfer Lounge.
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    © Reto Guntli
    Geräumig: Die Familienzimmer bieten ein Doppelbett für die Eltern und ein Stockbett für die Kinder.
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    © Reto Guntli
    Als Guest-Amenity bietet das Appenzeller Huus die Schweizer Kosmetikmarke "LediBelle" an.
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    © Appenzeller Huus
    Im Löwensaal sollen regelmäßig Konzerte, Lesungen und Vorträge stattfinden.
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    © Reto Guntli
    Große Fenster und davor eine lange Bank laden die Gäste ein, die Berge zu bestaunen.

Rund 1000 Fichten aus der Region - darunter auch sogenanntes Mondholz - kamen beim Bau zum Einsatz. Eichenholz gibt bei den Möbeln und Böden den Ton an. Verzierungen, Vorhänge, Tapeten und Bettwäsche wurden in Zusammenarbeit mit dem St. Galler Stoffhersteller Jakob Schlaepfer entworfen. Historische Merkmale der Region schmücken die Zimmer, zum Beispiel Bettkopfteile mit ausgefrästen traditionellen Mustern. Und die grünen Fliesen in den Bädern sind den Appenzeller Dachschindeln nachempfunden.

Kulinarisches Angebot

Die Gäste des Huus Löwen haben mit dem Restaurant "Löwenstobe" und der dazugehörigen "Jakob Schlaepfer Lounge" ein eigenes Lokal im Haus. Hinter dem Hotel befindet sich zudem eine Sommerterrasse mit zwei Brunnen. Das zugehörige Dreisternehotel "Huus Bären" mit 22 Zimmern bietet den Gästen zwei weitere Restaurants: Das Gourmetrestaurant Bärenstobe und die Lehnerstobe. Diese sollen diesen Sommer ebenfalls um- und ausgebaut werden. Zudem sollen beide Hotels - Bären und Löwen - mit einem Tunnel verbunden werden. Damit soll der nahtlose Zugang zum Spa-Bereich des Huus Bären gewährleistet werden.

Die Umbau- und Sanierungskosten des Huus Löwen belaufen sich Unternehmensangaben zufolge auf 14 Mio. Schweizer Franken. Seit dem Erwerb des Gasthaus Bären im Jahr 2014 bis zur Fertigstellung des Gesamtprojekts "Appenzeller Huus" im Jahr 2024 will Schoch rund 120 Mio. Schweizer Franken investieren.

Unter der Dachmarke Appenzeller Huus entstehen bis 2025 nach und nach drei Hotels mit verschiedenen Standards, dazu eine ganzjährige Wellness-Destination, ein Veranstaltungszentrum sowie Serviced Apartments. Ergänzt wird das Angebot mit regionaler Gastronomie und einem Weinkeller. Für 2025 ist die Eröffnung des Luxushotels Huus Quell mit einem Fünfsterne-Wellness-Angebot geplant. ik